WordPress schneller machen

WordPress schneller machen

Webseitenbesucher haben wenig Geduld. Um Leser (und Suchmaschinen) bei der Stange zu halten, muss Dein WordPress schnell sein.

Vieles ist verlockend einfach in WordPress: Plugins und Themes installieren, Galerien erstellen, Beitragsbilder einbinden. Mit der Zeit wird das Blog immer langsamer. Besucher haben aber wenig Geduld und springen ab, wenn die Website zu lange lädt. Das registrieren auch Suchmaschinen – mit der Folge, dass die Website im Ranking abfällt. Das muss nicht sein. Mit den folgenden Tipps machst Du WordPress Beine.

Nur wichtige Plugins installieren

Frage Dich vor jeder Installation, ob Du das Plugins wirklich benötigst. Die meisten wichtigen Funktionen hat WordPress bereits an Bord. So kannst Du beispielsweise statt eines Plugins für Bildergalerien die WordPress-eigene Galerie verwenden. Jedes eingesparte Plugin bedeutet bessere Performance, Unabhängigkeit und eine potenzielle Sicherheitslücke weniger.

Wenn es nicht ohne geht, gibt es vielleicht performante Alternativen. Manchmal lassen sich umfangreiche Plugins durch kleine Spezialisten ersetzen. Wenn es Dir beispielsweise nur um eine Lightbox geht, wäre Nextgen Gallery völlig überdimensioniert. Responsive Lightbox macht das Gleiche, nur viel sparsamer. Generell gilt: Ein kleines Plugin, das sich auf das Wesentliche beschränkt, hat tendenziell weniger Einfluss auf die Performance als ein Plugin mit massig Funktionen und Optionen.

Schlankes Theme nutzen

Auch Theme-Entwickler werben gerne mit aufwändigen Funktionen und Effekten. Das geht jedoch auf Kosten der Performance, wenn der Code nicht optimal geschrieben und überdimensioniert ist. Für ein effizientes System solltest Du ein einfaches Template verwenden und dieses dann ggf. um gewünschte Funktionen (per Plugin oder eigenen Code) ergänzen. Schlanke und gut programmierte Themes gibt es zum Beispiel von Automattic.

WP Respository
In der WordPress Respository gibt es derzeit 108 Themes von Automattic zum Download.

Bilder skalieren und komprimieren

Neben Skripten bremsen vor allem nicht-optimierte Bilddateien das System aus. Skaliere die Bilder vor dem Upload auf die Größe, in der das Theme die Beitragsbilder anzeigt. Um weitere Kilobytes zu sparen, solltest Du die Dateien außerdem im JPEG-Format speichern und komprimieren. In der Regel ist die Reduzierung der Bildqualität auf 80–85 Prozent ein guter Kompromiss. Um die „gefühlte“ Ladezeit zu verbessern, bieten manche Bildbearbeitungsprogramme progressives JPEG an. Die Website lädt das Bild nicht auf einmal komplett, sondern baut es allmählich auf – ideal vor allem für große Bilder.

Caching aktivieren

Dynamische Websites sind deutlich ressourcenhungriger als statische Seiten. Schließlich müssen bei jedem Aufruf die Datenbank abgefragt und PHP-Anweisungen durchgeführt werden. Caching-Plugins wie Cache Enabler liefern die Seiteninhalte direkt in statischer Form aus. Das spart Ressourcen. Wichtig: erst (lokal) testen, dann nutzen!

Apropos Caching und PHP: Das Feature STRATO PHP Boost aktiviert einen Code Cache. Damit laufen PHP-Skripte bis zu 100 Prozent schneller, weil sie im FastCGI-Modus ausgeführt werden. Die Beschleunigung kannst Du im Kundenlogin aktivieren (Paket -> Datenbanken und Webspace –> PHP Version einstellen).

Performance weiter optimieren

Mit den genannten Maßnahmen wird WordPress spürbar schneller. Wenn Du die Performance Deiner Website vor und nach den Anpassungen mit Google Pagespeed Insights misst, kannst Du den Erfolg noch besser nachvollziehen. Zudem misst das Tool nicht nur die Ladezeit, sondern liefert auch zusätzliche Optimierungsvorschläge.

Schlagworte:

Teilen

  1. Avatar

    Michael Bartolewski sagte am

    Hallo auch bei mir ist die Server Response Zeit leider gar nicht gut.

    Getestet auf: https://developers.google.com/speed/pagespeed/insights/?hl=de
    https://tools.pingdom.com/
    https://gtmetrix.com/

    Meistens so gegen 2 Sekunden, dann ab und an 0,5 Sekunden (damit kann ich sehr gut leben)
    und dann manchmal der totale Ausfall 4 Sekunden (hier frage ich mich manchmal schon was das soll)

    Ich habe das Hosting Plus Paket mit 2 x WordPress am laufen. Gibt es da Tipps und Tricks? Brauch ich ggf ein anderes Paket?

    Antworten
  2. Avatar

    Sportler sagte am

    Ein paar gute Tipps, die jeder Blogger/WordPress Nutzer berücksichtigen sollte. Falls man noch mehr herausholen möchte, könnte man noch ergänzen: Minimieren von Javascript und CSS Code oder auch Lazyload von Bildern. Es gibt gute Plugins für beides und es bringt nochmal ordentlich Pagespeed Punkte.

    Womit ich trotz WordPress Optimierung aber immer kämpfe, ist die TTFB. Also Antwortzeit des Servers. Und zwar trotz guten Hosting Paketen. Gibt es da vielleicht irgendwelche Tipps wie man da noch das ein oder andere rausholen kann?

    Antworten
    • Avatar

      Oliver Meiners sagte am

      Hallo Sportler,

      vielen Dank für Dein Feedback und Deine Ergänzungen!

      Die TTFB Deines Servers hängt von Deinem Paket und der Konfiguration Deines Servers ab. Wenn Du hier Hilfe benötigst, wende Dich am besten einmal mit Deiner Kundennummer an unseren Kundenservice. Du erreichst ihn über Facebook, Twitter oder über Hilfe & Kontakt. Die Kollegen beraten Dich gern.

      Viele Grüße
      Oliver

      Antworten
Weitere Kommentare laden

Sie können erst kommentieren, wenn Sie unseren Datenschutzbestimmungen und den Cookies zugestimmt haben. Aus Datenschutzrechtlichen Gründen dürfen wir andernfalls keine personenbezogenen Daten von Ihnen aufzeichnen.

Klicken Sie dazu einfach unten im Browser Fenster auf den blauen Button Akzeptieren. Nach dem Neuladen der Seite können Sie Ihr Kommentar schreiben.