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Veröffentlicht am: 03. November 2017

WordPress für Einsteiger: Mit diesen 12 Plugins bloggst Du besser

Mit Plugins wird WordPress erst richtig spannend. Eine Basis-Ausstattung mit den wichtigsten und effizientesten Plugins haben wir hier zusammengestellt.

Mit Plugins ist das so eine Sache. Eigentlich solltest Du so wenige wie möglich installieren. Denn tendenziell ist es so: Je mehr Plugins in WordPress laufen, desto langsamer und anfälliger für Sicherheitslücken wird Dein Blog. Ausführlich haben wir diesen Aspekt im Beitrag „Plugin oder nicht? Strategien zur Auswahl von WordPress-Erweiterungen“ besprochen.

Aber so ganz ohne Plugins ist WordPress eben auch ziemlich langweilig. Mit Bedacht ausgewählt, sind sie eine große Bereicherung für Dein Blog. Damit Du nicht lange suchen musst, gibt Dir die folgende Auswahl ein paar Tipps für erprobte und effiziente Plugins, die fast jeder braucht oder die im Blogger-Alltag einfach sehr praktisch sind.

Einige der Plugins sind nur auf Englisch verfügbar. Das sollte Dich aber nicht abschrecken, denn die Bedienung ist dennoch recht einfach und erschließt sich in der Regel fast von selbst.

1. Social-Media-Sharing ohne Datenschutz-Risiko

Facebook bietet wunderbare „Gefällt mir“- und „Teilen“-Buttons an, die auch für Dein Blog sehr praktisch sein können. Die verstoßen aber gegen deutsches Datenschutzrecht, ebenso wie die Share- und Like-Buttons einiger anderer Social-Media-Plattformen (Details zu diesem Thema bei datenschutzbeauftragter-info.de). Dennoch musst Du nicht auf diese Möglichkeit verzichten, mehr Leser für Dein Blog zu gewinnen. Denn das Plugin Shariff Wrapper greift auf ein paar Tricks zurück, damit Social-Media-Dienste zunächst keine Daten ungefragt übermittelt bekommen.

Shariff Wrapper macht Social-Media-Buttons datenschutzkonform.

Shariff Wrapper macht Social-Media-Buttons datenschutzkonform.

2. Kontakt-Formular für Deine Leser

Wenn Du willst, dass Deine Leser bequem und schnell Kontakt mit Dir aufnehmen können, braucht Dein Blog ein Kontakt-Formular. Für diesen Zweck gibt es viele Plugins, die meisten sind aber viel zu kompliziert zu konfigurieren und bieten mehr Funktionen, als Du jemals brauchst.

Recht problemlos und trotzdem mit einigen individuellen Einstellungsmöglichkeiten funktioniert das Plugin Simple Basic Contact Form. Willst Du richtig aufwändige und vielfältige Formulare erzeugen, die über eine simple Kontaktaufnahme weit hinausgehen, lohnt sich ein Blick auf Ninja Forms. Das Plugin ist trotz umfassender Funktionen relativ leicht zu bedienen.

Simple Basic Contact Form: Kontakt-Formular ohne komplizierte Schnörkel

Simple Basic Contact Form: Kontakt-Formular ohne komplizierte Schnörkel

3. Bilder zeitgemäß präsentieren

Mit Bildern geht WordPress nach wie vor etwas altmodisch um. Viele Blogger installieren deshalb ein Plugin mit Lightbox-Effekt: Klickt der Leser auf ein Vorschaubild, wird der Bildschirm etwas dunkler und das Bild groß in der Mitte präsentiert. Viele dieser Plugins übertreiben es allerdings mit Funktionen und verursachen lange Ladezeiten mit Funktionen, die Du nur selten brauchst. WP Lightbox 2 ist sehr stabil und bietet einen guten Kompromiss zwischen Optionsvielfalt und schlanker Programmierung. Umfassendere Konfigurations- und Darstellungsoptionen bietet das etwas schwergewichtigere Responsive Lightbox by dFactory.

WP Lightbox 2: die wichtigsten Optionen die die Anzeige von Bildern

WP Lightbox 2: die wichtigsten Optionen für die Anzeige von Bildern

4. Tabellen optisch ansprechend präsentieren

WordPress berücksichtigt Tabellen nur sehr rudimentär. Verwendest Du oft Tabellen in Deinen Beiträgen, ist das Plugin Table Press eine große Erleichterung. Mit Table Press erstellst Du bequem Tabellen und präsentierst sie in Deinen Blogbeiträgen optisch modern und übersichtlich. Das Plugin ist recht unkompliziert, ein wenig Einarbeitung ist aber nötig.

Tablepress: komfortabel und flexibel mit Tabellen arbeiten

Tablepress: komfortabel und flexibel mit Tabellen arbeiten

5. Cookie-Warnung, weil Google es so will

Viele Websites weisen darauf hin, dass sie Cookies verwenden. In Deutschland ist dieser Hinweis aktuell nicht vorgeschrieben. Dennoch legt Google Wert darauf, dass Du diese EU-Richtlinie bereits im vorauseilenden Gehorsam umsetzt – wenn Du Anzeigen von Google Adsense verwendest, ist das laut deren AGB sogar zwingend. Aber auch für alle anderen ist es empfehlenswert, ein entsprechendes Plugin einzusetzen.

Weit verbreitet ist Cookie Consent, das stabil läuft und mutmaßlich am ehesten dem entsprechen könnte, was irgendwann auch in Deutschland Gesetz werden wird.

Cookie Consent: Schadet nicht und vermeidet Ärger mit Google

Cookie Consent: Schadet nicht und vermeidet Ärger mit Google

6. Flexibler mit Anzeigen und Co.

Das Plugin Adrotate ist vor allem dafür gedacht, Werbe-Banner bequem zu verwalten: Statt jedes Mal das Theme oder einzelne Beiträge zu verändern, fügst Du einen Shortcode an die Stelle ein, an der ein Banner erscheinen soll. Kurz erklärt: Ein Shortcode ist ein Code-Schnipsel, den Du in einen WordPress-Beitrag einfügst und den WordPress beim Anzeigen des jeweiligen Beitrags automatisch durch vordefinierte Inhalte ersetzt.

Willst Du auf diese Weise eingefügte Banner oder Inhalte später austauschen, machst Du das zenral in den Adrotate-Einstellungen. Die Banner aktualisieren sich dann überall automatisch.

Das Interessante an Adrotate ist aber nicht nur seine sehr einfache Bedienung. Es ermöglicht Dir auch, andere variable Inhalte in Dein Blog einzubauen, nicht nur Werbung. Denkbar wären beispielsweise Terminankündigungen, Eigenwerbung für Dein neues E-Book, ein Bild der Woche oder Ähnliches. Kurz: Adrotate ist ein unkompliziertes Tool, um wechselnde Inhalte zentral zu verwalten und zu steuern.

Adrotate: wechselnde Inhalte zentral verwalten, nicht nur Werbebanner

Adrotate: wechselnde Inhalte zentral verwalten, nicht nur Werbebanner

7. Flexible Inhalte in der Randspalte

Ähnliche Flexibilität, aber in einem anderen Zusammenhang bietet auch das Plugin Restrict Widets (deutscher Name: „Widgets begrenzen“): Damit steuerst Du per Mausklick, wann und wo Widgets angezeigt werden sollen. Widgets – zur Erinnerung – sind die Inhaltsschnipsel, die überwiegend in der Randspalte oder Fußzeile Deines Blog auftauchen und die Du in WordPress unter Design – Widgets einrichten kannst. Und genau dort bestimmst Du mit diesem Plugin auch für jedes Widget individuell, ob es beispielsweise in bestimmten Kategorien oder auf bestimmten Seiten angezeigt oder ausgeblendet werden soll.

Du kannst damit also beispielsweise bei Beiträgen aus der Kategorie „Tiere“ ein Widget anzeigen, das Links zu anderen Tier-Blogs enthält und in der Kategorie „Medizin“ Tipps zu den besten Zahnärzten Deiner Stadt einblenden. Der Fantasie sind da keine Grenzen gesetzt.

Restrict Widgets: genaue Kontrolle, welche Widgets wo angezeigt werden

Restrict Widgets: genaue Kontrolle, welche Widgets wo angezeigt werden

Noch umfangreichere Möglichkeiten bietet hierfür das Plugin Widget Logic, das allerdings eher für Profis gedacht ist und ein gewisses Verständnis der Programmier-Logik von WordPress voraussetzt.

Hinweis: Ein populäres Plugin mit ähnlicher Funktion namens „Display Widgets“ wurde im Juni 2017 aus dem Verkehr gezogen, weil es nach dem Verkauf an einen anderen Entwickler plötzlich eine Hintertür für Hacker enthielt. WordPress stellt für dieses Plugin ein Update zur Verfügung, das diese Problem behebt – bei aktualisiertem Plugin besteht also keine Gefahr. Allerdings wird das Plugin nicht mehr entwickelt, sodass Du, solltest Du dieses Plugin noch einsetzen, bald auf eine Alternative wie zum Beispiel das oben genannte Restrict Widgets umsteigen solltest.

Plugins, die Dir die Arbeit erleichtern

Mit den bisher vorgestellten Plugins schaffst Du vor allem zusätzliche Features und Annehmlichkeiten für Deine User. Aber Plugins machen auch Deine eigene Arbeit einfacher, indem Sie Dir im Backend nützliche Informationen liefern oder Routinearbeit abnehmen.

8. Lerne Deine Leser besser kennen

Wenn Du detaillierte Benutzerstatistiken erfassen willst, zum Beispiel mit Google Analytics, dann stößt Du auf ein Datenschutz-Problem. Denn Du musst eine zusätzliche Programmcode-Zeile einfügen, um die IP-Adressen Deiner  Besucher zu anonymisieren.

Das Plugin Google Analytics by MonsterInsights löst das Problem elegant und ohne Programmierkenntnisse, wenn Du dessen Option Anonymize IP’s aktivierst.

Was Dir dieses Plugin allerdings auch nicht abnehmen kann: Dein Blog braucht eine entsprechende Datenschutzerklärung, die Deine Leser unter anderem über Widerspruchsmöglichkeiten aufklärt. Details dazu findest Du beispielsweise auf der Website Analytics für Einsteiger.

Google Analytics by MonsterInsights: detaillierte Zahlen zu Deinen Lesern

Google Analytics by MonsterInsights: detaillierte Zahlen zu Deinen Lesern

9. Optimiere Dein Blog für Suchmaschinen

Suchmaschinenoptimierung bringt neue Leser, ist aber auch recht arbeitsintensiv und erfordert Know-how. Für viele Blogs lohnt sich der Aufwand kaum. Dennoch solltest Du nicht gänzlich auf SEO verzichten, sondern ein WordPress-Plugin wählen, dass vor allem die grundlegenden SEO-Aufgaben automatisch übernimmt.

Sehr weit verbreitet, einfach zu konfigurieren und zuverlässig ist Yoast SEO. Die empfohlenen Einstellungen sind hier bereits direkt nach der Installation vorkonfiguriert. Das Plugin hält außerdem praktische Tools bereit, die Dich bei der Optimierung Deiner Texte direkt unterstützen. Ebenfalls sehr beliebt und zuverlässig ist All in One SEO Pack.

Beide Plugins gibt es in einer kostenpflichtigen Pro- beziehungsweise Premium-Version, die umfangreichere Funktionen bietet. Ob sich das für Dein Blog lohnt, musst Du individuell entscheiden. Oft reichen die Basis-Funktionen nämlich vollkommen aus.

Yoast SEO: leichter Start dank vorkonfigurierter SEO-Einstellungen

Yoast SEO: leichter Start dank vorkonfigurierter SEO-Einstellungen

10. Vermeide kaputte Links

Links führen manchmal ins Leere. Manchmal vertippst Du Dich schon beim Schreiben des Beitrags. Meist tritt das Problem aber in älteren Beiträgen auf, wenn fremde Webseiten einfach nicht mehr existieren. Von Hand alle Links aller alten Beiträge regelmäßig zu überprüfen, ist nahezu unmöglich. Sinnvoll wäre es dennoch, denn gegenüber Deinen Lesern machen tote Links einen schlechten Eindruck und Suchmaschinen bewerten die Qualität von Websites auch danach, ob sie gut gepflegt sind. Dazu gehört, dass alle Links funktionieren.

Das Plugin Broken Link Checker kommt da sehr gelegen. Es prüft regelmäßig alle Links in Deinem WordPress-Blog und informiert Dich per E-Mail, wenn es veraltete oder aus anderen Gründen nicht mehr funktionierende Links findet. Selbige kannst Du dann bequem aktualisieren oder entfernen.

Mit Broken Link Checker gehören kaputte Links der Vergangenheit an

Mit Broken Link Checker gehören kaputte Links der Vergangenheit an.

11. Gewähre Einblick in unveröffentlichte Beiträge

Du hast einen Beitrag geschrieben und willst vor der Veröffentlichung einen Freund nochmal drüberlesen lassen? Oder Du schreibst einen Sponsored Post und der Kooperationspartner muss den Text vor Veröffentlichung freigeben? In solchen Fällen hilft Dir Public Post Preview. Das Plugin stellt einen Link bereit, über den Außenstehende einen unveröffentlichten Beitrag bereits vorab betrachten können. Dazu verwendet das Plugin eine URL, die eine lange Kette wirrer Zeichen enthält, sodass kein Unberechtigter die korrekte URL erraten kann. Lesen kann den Beitrag nur, wer den exakten Link kennt.

Public Post Preview: Beiträge vor Veröffentlichung zugänglich machen

Public Post Preview: Beiträge vor Veröffentlichung zugänglich machen

12. Kontrolliere die Länge Deiner Beiträge

Es gibt viele Gründe, warum Du relativ genau wissen willst, wie lang ein Beitrag ist: Für Suchmaschinen-Optimierung beispielsweise ist eine gewisse Mindestlänge von Beiträgen sinnvoll. Wenn Du einen Vertrag mit der Verwertungsgesellschaft Wort (VG Wort) hast, müssen Texte mindestens 1.800 Zeichen lang sein, damit sie vergütet werden können. Und bei Gastbeiträgen vereinbart man meist ebenfalls eine gewisse Mindestlänge. Post Character Count Admin liefert die Informationen über die Textlänge automatisch direkt unter dem Text im Editor. Du musst damit also weder Zeichen noch Wörter von Hand zählen.

Post Character Count Admin: Textlänge immer exakt im Blick

Post Character Count Admin: Textlänge immer exakt im Blick

Hinweis: Der ursprüngliche Beitrag ist im STRATO Blog zum ersten Mal am 4. Oktober 2016 erschienen. Diesen Beitrag haben wir aktualisiert.

Der Autor:

Autor: Franz Neumeier

Ich bin Franz Neumeier, war jahrelang Chefredakteur bei IT-Zeitschriften wie PC Professionell, Internet Professionell und Internet Magazin. Inzwischen habe ich mich als freier Autor vor allem auf Kreuzfahrt-Themen spezialisiert, betreibe mehrere Websites und schreibe für STRATO über verschiedene Themen, vor allem über WordPress und übers Bloggen.

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