Willkommen im STRATO Blog. Hier gibt es News und Tipps rund ums Hosting.

 

Menu

Veröffentlicht am: 29. Juni 2018

DSGVO und die Kommentarfunktion: 3 Technik-Tipps für Dein WordPress

Kommentieren weiterhin erwünscht: Ein Blog lebt davon, dass sich Leser untereinander austauschen. Ein klarer Grund dafür, die Kommentarfunktion auf Deiner Website trotz neuer Datenschutzrichtlinien zu behalten. Wir erklären die Hintergründe zu den wesentlichen Änderungen und geben Dir drei Tipps für WordPress an die Hand.

Transparenz und Datensparsamkeit

Die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) setzt den Rahmen für den Umgang mit personenbezogenen Daten. Der wohl wichtigste Aspekt ist Transparenz: Als Website-Betreiber musst Du für Deine Nutzer nachvollziehbar machen, welche personenbezogenen Daten Du von ihnen speicherst.

Gleichzeitig gilt das Prinzip der Datensparsamkeit: Speichere nur die personenbezogenen Daten, an denen Du ein begründetes Interesse hast.

Anonymus vs. Leser/in

Für die Kommentarfunktion Deiner WordPress-Seite bedeutet das: Hier solltest Du nur die Angaben Deiner Besucher abfragen, die im Zusammenhang mit einem Kommentar sinnvoll sind.

Bei STRATO haben wir entschieden, dass das der Name und die E-Mail-Adresse sind:

Diese Angaben sind freiwillig. Unsere Leser haben daher auch die Möglichkeit, keine der beiden Angaben zu machen. Statt ihres Namens erscheint dann Ein/e Leser/in bei uns im Blog. Von WordPress voreingestellt ist die Bezeichnung Anonymous.

 

Wie Du die Dateien „comment-template.php“ von dem Ordner „wp-includes“ herunterlädst, erfährst Du hier.

Checkbox

Im Zuge der DSGVO hat WordPress die neue Version 4.9.6 veröffentlicht. Jetzt gibt es im Kommentarbereich eine Opt-In-Checkbox mit dem Hinweis: „Meinen Namen, E-Mail-Adresse und Website in diesem Browser speichern, bis ich wiederkomme.“ Damit setzt WordPress einen Cookie und speichert die Daten im Browser des Nutzers. Ob der Leser das Feld auch aktiviert, steht ihm frei. Weitere Infos zu dieser Neuerung findest Du hier.

Je nachdem welches Theme Du verwendest, kann es sein, dass die Checkbox nach dem Update nicht richtig oder gar nicht erscheint. Hier helfen ein paar kleine Eingriffe ins CSS Deines Themes.

So machst Du die Checkbox in Deinem Kommentarbereich sichtbar

Im Developer Tool wählst Du das Input-Element mit der

id=“wp-comment-cookies-consent“

aus.

Anschließend kannst Du die Attribute untersuchen, die für Deine Checkbox hinterlegt sind. Das gesamte Vorgehen erklären wir Dir anhand eines Beispiels:

Individuelle Anpassung/Hinweis Kommentarfeld

Den Text im Kommentarbereich kannst Du beliebig anpassen. Du kannst Deinen Lesern zum Beispiel ein paar nützliche Infos und Ideen mit an die Hand geben: Welche Art des Austauschs wünschst Du Dir? Warum würdest Du Dich freuen, wenn sie ihren Namen und ihre E-Mail-Adresse eintragen?

Dafür änderst Du in der Datei comments.php beispielsweise die Variablen comment_notes_before und comment_notes_after. Das folgende Code-Snippet gibt ein Beispiel dafür:

 

Du siehst: Mit ein paar Veränderung im CSS bzw. Code Deines Themes bist Du nicht nur DSGVO-konform. Du kannst Deinen Kommentarbereich auch ganz individuell gestalten.

Tags: Blog · Wordpress

Der Autor:

Autor: Lisa Kopelmann

Ich bin Lisa und Online-Redakteurin bei STRATO.

4 Kommentare

  1. e-leo1969 sagte am 29. Juni 2018 um 14:02:

    Liegt nicht ein Konflikt vor zwischen „Datensparsamkeit“ gemäß DSGVO und der Pflicht, Kommentare auf Hassrede etc. zu überwachen? Wie soll das ein kleiner Blogbetreiber schaffen?

    Antworten
    • Thomas Ritter sagte am 29. Juni 2018 um 14:26:

      Hallo e-leo1969,

      als Konflikt würde ich das persönlich nicht bezeichnen. Auch ohne die Verarbeitung personenbezogener Daten kann man z.B. Hasskommentare aussortieren und gar nicht erst freischalten. Du hast aber natürlich recht, dass dahinter einiges an Arbeit steckt, die kleine Blogger manchmal überfordert. Eine Möglichkeit ist es dann, eine Kommentarfunktion gar nicht erst anzubieten.

      Schöne Grüße
      Thomas

      Antworten
  2. ONMA Werbeagentur Hannover sagte am 6. November 2018 um 10:02:

    Toller Beitrag zum Thema DSGVO, Lisa!
    Das Internet wird es auch in Zukunft nötig machen, das Gesetzte immer und immer wieder neu bewertet werden müssen. Klar, die meisten wurde ja ohne das Internet überhaupt erst gemacht. Und das sich das Internet, sowie auch Technik im allgemeinen, wahnsinnig schnell entwickelt, wird es hier auch in Zukunft noch genug Diskussionsbedarf geben. Toll, wie Kritisch du dich mit der Thematik auseinandersetzt. Weiter so!

    Antworten

Hinterlasse eine Antwort

Bitte beachte, dass sich Dein Kommentar auf den Artikel beziehen sollte. Wenn Du ein persönliches Kundenanliegen besprechen möchtest, wende Dich bitte an unseren Kundenservice auf Facebook, Twitter oder über Hilfe & Kontakt.
Wir freuen uns, wenn Du uns Deinen Namen hinterlässt. So wissen wir, wie wir Dich bei unserer Antwort ansprechen können.
Wenn Du Deine E-Mail-Adresse einträgst, wirst Du per Mail über unsere Antwort informiert. Sie wird zum Schutz Deiner Daten aber nicht veröffentlicht. Beide Angaben sind freiwillig.

Hier bloggen

Lisa Kopelmann
Ist Ansprechpartnerin für den Blog und berichtet über aktuelle STRATO Themen

Michael Poguntke
Schreibt über den Online-Speicher HiDrive, den Homepage-Baukasten, Webshops und Server

Thomas Ritter
Berichtet über Neuigkeiten aus dem Unternehmen

Bianca Restorff-Adrion
Schreibt über Karriere & die Menschen bei STRATO

Christian Lingnau
Bloggt über WordPress & andere CMS

Franz Neumeier
Gibt Tipps zum erfolgreichen Bloggen

Sven Hähle
Kennt sich bei Domains hervorragend aus

Patrick Schroeder
Erzählt die Stories unserer Kunden