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Veröffentlicht am: 30. Mai 2018

DSGVO

WordPress 4.9.6: Das Release zur DSGVO

Die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) ist in Kraft getreten. Das jüngste WordPress-Update hilft Dir, einige der neuen Anforderungen zu erfüllen.

Pünktlich zur DSGVO haben die WordPress-Entwickler ein Datenschutz-Release veröffentlicht, damit Blogger wichtige rechtliche Vorgaben einfacher umsetzen können. Dazu gehören eine vorgefertigte Datenschutz-Seite, eine Checkbox im Kommentarbereich und Werkzeuge für personenbezogene Daten. Bei einer Standardinstallation ist das Update bereits automatisch installiert. Andernfalls loggst Du Dich in Dein WordPress ein und klickst im Dashboard unter Aktualisierungen auf Aktualisiere jetzt.

Datenschutz-Seite

Eine wichtige Vorgabe der DSGVO ist die Datenschutzerklärung. In den Einstellungen gibt es deshalb jetzt den Unterpunkt Datenschutz. Dort kannst Du entweder eine bestehende Datenschutz-Seite auswählen oder eine neue erstellen:

Wenn Du eine neue Seite erstellst, erscheint im Editor ein Standardtext für eine Datenschutzerklärung. Diesen solltest Du unbedingt an Deine Website anpassen. Eine rechtssichere Datenschutzerklärung erhältst Du zum Beispiel bei unserem Partner Janolaw.

Nachdem Du die Datenschutzerklärung veröffentlicht hast, verlinkt WordPress die neue Seite automatisch im Login-Bereich und beim Theme Twentyseventeen zusätzlich im Footer. Wenn Du ein Theme nutzt, dass die Datenschutzerklärung nicht überall einbindet, solltest Du sie im Menü verlinken (Design -> Menüs).

Kommentare mit Checkbox

Im Kommentarbereich befindet sich nun eine Checkbox mit folgendem Hinweis: „Meinen Namen, E-Mail-Adresse und Website in diesem Browser speichern, bis ich wiederkomme.“ Deine Besucher haben somit die Wahl: Wenn sie das Häkchen setzen, wird ein Cookie mit den entsprechenden Informationen gespeichert. Andernfalls müssen sie die Daten erneut eingeben, wenn sie nochmal kommentieren möchten.

Kommentarbereich

Cookie oder kein Cookie? Das ist hier die Frage.

Werkzeug zum Exportieren von personenbezogenen Daten

WordPress hat eine Funktion integriert, mit der Du personenbezogene Daten exportieren kannst (Werkzeuge -> Personenbezogene Daten exportieren). Damit kannst Du Deine Nutzer darüber informieren, welche Daten Du von ihnen gespeichert hast. Das funktioniert so:

  1. Du gibst die E-Mail-Adresse des betreffenden Nutzers ein.
  2. Nach einem Klick auf Anfrage senden erhält dieser einen Bestätigungslink.
  3. Nach der Bestätigung klickst Du auf den Button Daten per E-Mail senden. Der Nutzer erhält daraufhin einen Download-Link, über den er eine .zip-Datei mit den gespeicherten personenbezogenen Daten herunterladen kann.
Exportfunktion

Im neuen Backend-Bereich behältst Du auch bei vielen Anfragen den Überblick.

Werkzeug zum Löschen von personenbezogenen Daten

Besucher bzw. Nutzer Deiner Website haben mit der DSGVO das Recht auf Löschung ihrer personenbezogenen Daten (z. B. Name, E-Mailadresse, Kommentare). Dafür gibt es ebenfalls unter Werkzeuge die Option Personenbezogene Daten löschen. Das funktioniert im Prinzip wie der Datenexport:

  1. Du gibst die E-Mail-Adresse des entsprechenden Nutzers ein.
  2. Klicke auf Anfrage senden. Der Nutzer erhält eine E-Mail mit einem Link, über den er die Löschung bestätigen kann.
  3. Anschließend klickst Du auf Personenbezogene Daten löschen. Nun werden alle Daten, die mit dieser E-Mailadresse verknüpft sind, aus der Datenbank entfernt.
Löschfunktion

Sicher ist sicher: Erst nach der Bestätigung durch den Nutzer kannst Du seine personenbezogenen Daten löschen.

Hast Du Fragen zur DSGVO? Was Du als STRATO Kunde wissen musst, haben wir in diesem Beitrag beschrieben. Unsere Antworten auf häufige Fragen findest Du hier.

Tags: DSGVO · Wordpress

Der Autor:

Autor: Christian Lingnau

Ich heiße Christian Lingnau und bin freier Redakteur für Hosting-Themen, insbesondere WordPress.

4 Kommentare

  1. Jenni sagte am 30. Mai 2018 um 23:08:

    Mir fehlt leider die Checkbox in den Kommentaren, trotz aktuellem WordPress 🙁

    Antworten
    • Thomas Ritter sagte am 31. Mai 2018 um 12:06:

      Hallo Jenni,

      es kann sein, Dein Theme ein CSS verwendet, das das Design der Checkbox so verändert, dass Du sie nicht als solche erkennst. Ein Tipp: Versuche doch mal probeweise ein anderes Theme aus. Siehst Du dann die Checkbox, weißt Du, dass sie grundsätzlich da ist. Alternativ kannst Du auch in Deinen HTML-Code reingehen. Dort müsste ein folgender input-Tag vorhanden sein: „id=wp-comment-cookies-consent“.

      Dann müsstest Du mal versuchen, sie über Einstellungen im CSS sichtbar zu machen. Z. B. kann es sein, dass die Länge der Checkbox ungünstig eingestellt ist. Ich hoffe, das hilft Dir. Konkreteres kann ich Dir von hier aus nicht sagen, da ich Deinen Einzelfall nicht kenne.

      Schöne Grüße
      Thomas

      Antworten
  2. Tim sagte am 9. Juli 2018 um 12:45:

    Kann ich auch irgendwo sehen, welche Cookies von welchem Modul kommen ider gar sämtliche Cookies ausschalten (ich verstehe nicht ma, warum meine Seite überhaupt Cookies verwendet).

    Antworten
    • Thomas Ritter sagte am 18. Juli 2018 um 14:49:

      Hallo Tim,

      standardmäßig setzt WordPress Cookies, wenn du oder andere Benutzer sich einloggen. Andernfalls müsstest du dich bei jedem Seitenaufruf erneut einloggen. Das würde ich nicht ändern. Du kannst aber in den WP-Einstellungen festlegen, dass sich Besucher nicht registrieren können.

      Viele Plugins und Themes setzen ebenfalls Cookies. Das kannst du über die Entwickler-Werkzeuge deines Browsers prüfen (z. B. im Firefox mit Taste F12, Reiter „Web-Speicher“). Wenn dich das stört, gibt es evtl. alternative Plugins oder Themes, die keine Cookies verwenden.

      Schöne Grüße
      Thomas

      Antworten

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