„Zahle nur für das, was du nutzt“

„Zahle nur für das, was du nutzt“

Bei der neuen STRATO ServerCloud lassen sich CPU-Anzahl, Festplatten- und Arbeitsspeicher ganz individuell den eigenen Bedürfnissen anpassen. Ein Gespräch mit Sandro, Abteilungsleiter Produktmanagement STRATO Pro, über die Vorteile der Cloud gegenüber konventionellen Server-Lösungen.


Update 14.07.2017:

Liebe Leserin, lieber Leser,

die ServerCloud verfügt nun auch über das Betriebssystem Debian 9 (64 bit). Davon profitieren sowohl STRATO Kunden mit neuen als auch mit bestehenden Paketen. Für welches Betriebssystem Du Dich zukünftig entscheidest, kannst Du im Server-Login selbst auswählen.

Viele Grüße

Lisa


Was macht die STRATO ServerCloud so flexibel?

Sandro: Bei der Bestellung eines konventionellen Servers muss man sich überlegen, wie groß der Server sein soll. Viele Kunden haben aber speziellere Anforderungen, als es ein Standard-Produkt hergibt. Bei der ServerCloud kann man beim Anlegen einer Instanz CPU, RAM und Festplatte frei definieren.

Der zweite Vorteil: Ich kann jederzeit für einen kurzfristigen Bedarf eine neue Instanz anlegen oder aus einer bestehenden Instanz kopieren. Das ist vor allem dann spannend, wenn ich ein Produktivsystem habe, welches möglichst nicht in Mitleidenschaft gezogen werden soll. Möchte ich ein Patch einspielen oder eine neue Software ausprobieren, nutze ich zum Testen einfach eine zweite Instanz. Weil bei der STRATO ServerCloud die gebuchten Ressourcen stundenbasiert abgerechnet werden, ist das in der Regel auch sehr viel günstiger als ein konventioneller Server.

Inwiefern können Shop-Betreiber davon profitieren?

Sandro: Shop-Betreiber haben zwei Herausforderungen: Zum einen können sie vom kurzfristigen Erfolg überrascht werden – dann benötigen sie mehr Leistung. Hier ist es möglich, für eine bessere Performance eine zweite Instanz nur für die Datenbank oder als separaten WebServer basiered auf NGINX für statischen Content wie Produktimages, PDFs oder ähnliches einzurichten. Aber auch wenn der Shop langsam wächst, erfolgreich ist und immer mehr Kunden hat, kann ich im Laufe der Zeit mitskalieren und die Ressourcen entsprechend anpassen. Bei der ServerCloud hat man die Möglichkeit, sowohl kurz- als auch langfristig zu skalieren, ohne dass man das Basissystem wechseln müsste.

Zudem ist gerade für einen Shop die Verfügbarkeit von enormer Bedeutung. Das Risiko eines Hardwareausfalls ist bei der ServerCloud geringer als beim dedizierten Server. Der Kunde muss sich nicht mit Technologien wie Load-Balancer und Cluster-IP auseinandersetzen. Der gesamte administrative Aspekt fällt bei der ServerCloud einfach weg. Auf diese Weise können sich Shop-Betreiber auf das Wesentliche konzentrieren, nämlich den Verkauf.

Warum ist die ServerCloud sicherer als ein dedizierter Server?

Sandro: Bei dedizierter Hardware habe ich in der Regel mehrere Dienste auf einer Plattform, damit ich diese sinnvoll ausnutze (zum Beispiel Mailserver, Nameserver und Webserver). Die Sicherheit einer virtuellen Instanz hingegen kann sehr viel leichter erhöht werden, indem ich die Dienste voneinander trenne und auf verschiedene Instanzen verteile. Mein öffentlicher Webserver benötigt vielleicht PHP, MYSQL und Apache, mein IMAP-MailServer benötigt jedoch keinen WebServer und soll nur per VPN aus meiner Firma erreichbar sein. Jede Instanz kann optimal für den bestimmten Zweck optimiert werden, vor allem durch Weglassen unnötiger Pakete sowie gezielte und einfache Firewallkonfiguration. Das ist bei einem dedizierten Server so nicht möglich oder viel komplexer.

Außerdem ist die Zuverlässigkeit der STRATO ServerCloud gegenüber dedizierter Hardware höher, weil die Voraussetzungen andere sind: Bei einer dedizierten Instanz habe ich zum Beispiel zwei Festplatten im RAID-Verbund. Das ist schon sehr gut – nichtsdestotrotz kann ein Server immer mal ausfallen. Deshalb muss ich mich um die Datensicherheit kümmern, Backups anlegen und einspielen können. Bei der Cloud-Lösung ist die Basis ein hochwertiges Storage-System mit mehreren Festplatten, wo die Daten mehrfach redundant vorhanden sind. Wenn eine Platte oder ein Compute Node ausfällt, merkt der Kunde das gar nicht.

Apropos Sicherheit: Wie wird eigentlich sichergestellt, dass auch die Software auf dem neuesten Stand ist?

Sandro: Bei der ServerCloud schalten Kunden ihre virtuellen Maschinen häufig aus. Die liegen dann drei Wochen oder Monate ungenutzt auf unserer Plattform. Irgendwann werden sie wieder hochgefahren. Dann kann man aber davon ausgehen, dass in der Zwischenzeit ein Sicherheitsrisiko bekannt geworden ist. Normalerweise hat der Kunde in der Zwischenzeit kein Update gemacht.

Deshalb ist es sehr hilfreich, wenn er jede einzelne Maschine einmal über den SecurityScan von STRATO einrichtet, so dass sie überwacht wird. Dabei verhalten wir uns im Prinzip wie ein Hacker, der sich den Server anschaut, auf offene Ports hin untersucht, identifiziert, welche Dienste sich dahinter verbergen und diese mit Datenbanken abgleicht, in denen Sicherheitslücken geführt sind. Wenn STRATO einen Scan durchgeführt hat, wird der Kunde über einen Report darüber informiert.

Warum kostet die ServerCloud Credits?

Sandro: Es gibt drei Ressourcen, die einen Preis haben: CPU, Arbeits- und Festplattenspeicher. Damit ist es aber nicht getan. Die Cloud-Welt geht ja von der Prämisse aus: Zahle nur für das, was du nutzt bzw. konfigurierst. Mit der Zeit wird die Hardware immer leistungsfähiger. Über eine Einheitswährung wie Credits ist es sehr viel einfacher, dem Kunden später mehr Ressourcen fürs gleiche Geld zu geben.

Zudem kann ich ihm sehr viel einfacher einen Rabatt geben. Gerade Kunden, die viele oder große virtuelle Instanzen bei uns nutzen, wollen eine Rabatt-Regelung. Deswegen haben wir die Credits eingeführt. Die sind eigentlich ganz einfach zu verstehen: Ein Credit kostet ein Cent und entspricht pro Stunde ein CPU-Kern oder 100 Gigabyte Festplattenspeicher oder ein Gigabyte RAM. Kunden mit einem dauerhaft hohen Bedarf an Credits profitieren von unseren ScaleUp-Tarifen, bei denen ein Credit nur noch 0,5 oder 0,4 Cent kostet.

Danke für das Gespräch Sandro!

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  1. Avatar

    tst sagte am

    Hallo,
    ist es nun möglich Plesk in der Servercloud direkt zu benutzen?

    Antworten
    • Avatar

      Michael Poguntke sagte am

      Hallo,

      auch in der Servercloud solltest Du Plesk nutzen können. Allerdings bieten wir die Servercloud nicht mit einer Plesk-Lizenz inklusive an, wie es bei unseren virtuellen und dedizierten Servern der Fall ist.

      Mehr Infos zur Plesk Lizenz bei STRATO findest Du übrigens in diesem Beitrag: strato.de/blog/plesk-onyx/

      Viele Grüße
      Michael

      Antworten
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