Wofür braucht man eigentlich WordPress-Tags?

Wofür braucht man eigentlich WordPress-Tags?

Jeder WordPress-Artikel kann in einer Kategorie eingepflegt werden. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit, sogenannte Tags zu vergeben. Doch was sind diese Tags eigentlich? Die Antwort ist einfach: Tags sind ein effektives Werkzeug zur Sortierung und Verlinkung von Inhalten in WordPress.

WordPress verfügt über eine ganze Reihe von Möglichkeiten, Content gezielt anzuordnen. Neben der Startseite, die rein hierarchisch funktioniert, gibt es die Möglichkeit, Artikel in Kategorien einzuordnen. Zusätzlich besitzen moderne Themes oft die Möglichkeit, individuelle Seiten mit Inhalten anzulegen. Eine dritte Möglichkeit sind die sogenannten Tags oder Schlagwörter,. Sie können für jeden Artikel gesetzt werden. Sie sind ein nützliches Werkzeug, um Artikel effektiv zu verlinken oder in Übersichtsseiten zu ziehen.

WordPress-Tags: Flexibler als Kategorien

Typischerweise ordnest Du einen Artikel bei WordPress einer oder mehreren Kategorien zu: Wenn Du zum Beispiel häufiger über Deine Reisen schreibst, wirst Du den Artikel vielleicht einer Kategorie namens „Urlaub“ zuordnen. WordPress legt für Kategorien automatisiert Unterseiten an, etwa Deine-Domain.de/category/urlaub. Neben der Startseite ist der Artikel auch hier zu finden. Allerdings sind Kategorien recht schwer zu verwalten. Ständiges Erstellen neuer Kategorien wird Deine Seite nur unübersichtlich machen. Genau hier kommen Tags ins Spiel: Du erhältst mit Ihnen eine zusätzliche, flexiblere Möglichkeit, Deine Inhalte zu sortieren und aufzulisten. Zudem kannst Du sie per Massenbearbeitung wesentlich einfacher nachträglich ändern: Das geht direkt im Artikel oder mit einem Plug-in wie Simple Tags.

Mit dem Tag-Prefix in den WordPress-Einstellungen kannst Du die Schlagwort-Basis von „Tags“ zu etwas anderem ändern.

Verschlagwortung hilft bei der Sortierung

Du kannst beliebig viele Schlagworte bei einem Beitrag eingeben – allerdings sollten diese sinnvoll sein. Die Tags ergeben sich aus dem Inhalt des Artikels: Schreibst Du etwa über Deinen letzten Mallorca-Urlaub, in dem Du mit dem Auto die Insel erkundet hast, bieten sich Schlagwörter wie „Spanien“, „Mallorca“, „Hotel“, „Küstenstraße“ und „Autovermietung“ an. WordPress erstellt jetzt automatisch Schlagwort-Unterseiten nach dem Schema „Deine-Domain.de/tag/spanien“ oder „Deine-Domain.de/tag/autovermietung“. Der Clou: Auf diesen Seiten werden jeweils nur die Artikel mit den entsprechenden Schlagworten gelistet. Schreibst Du erneut über eine Autoreise, aber nicht auf Mallorca, landen bei entsprechendem Tagging beide Artikel auf der Tag-Seite „Autovermietung“. Dadurch kannst Du Content gezielter anbieten – und beim nächsten Artikel über eine Reise mit Autovermietung auch gleich auf die entsprechende Tag-Seite verlinken. 

Leseempfehlungen mittels Tags

Zudem bieten viele Themes oder Plugins die Möglichkeit, Leseempfehlungen in Form sogenannter Related Posts unterhalb des Artikels oder in der Sidebar auszugeben. Üblicherweise ist das automatisiert möglich, etwa beim Plug-in „Related Posts by Categories and Tags“. Über die Schlagworte kannst Du sehr fein definieren, was angezeigt werden soll und was nicht. Zudem kannst Du Übersichtsseiten bauen, indem Du einfach die Tags in die Seite ziehst. Baust Du eine Unterseite „Spanien“, kannst Du via Schlagwort ganz einfach alle passend getaggten Artikel hineinziehen. Etwa „Mallorca“, „Kanaren“, „Madrid“ und so weiter. Das spart viel Arbeit – vorausgesetzt, Du hast die Tags zuvor sinnvoll verwendet.

Doppelt gemoppelt = SEO-Problem

Hier zeigt sich eine Schattenseite der Tag-Funktion: Sie verlockt dazu, möglichst viele Schlagworte zu verwenden. Genau das solltest Du aber nicht tun: Da WordPress für jedes Schlagwort eine Unterseite generiert, wirst Du bei häufig verwendeten Tags nämlich bei der Suchmaschinen-Optimierung mit doppeltem Content zu kämpfen haben. Das ist nicht gut für das Google-Ranking. Besonders schlecht ist das, wenn Du ähnliche oder sogar identische Kategorien und Tags verwendest, etwa die Kategorie „Spanien“ und das Tag „Spanien“. WordPress generiert jetzt zwei Unterseiten zum Thema Spanien – die schlimmstenfalls auch noch den gleichen Inhalt haben, weil Du ja alle Artikel über Spanien mit „Spanien“ taggst und natürlich in die Kategorie „Spanien“ einsortierst. Es ist wichtig, diese SEO-Stolperfalle im Kopf zu behalten. Am besten sorgst Du deshalb dafür, dass die Tag-Seiten nicht von Suchmaschinen indexiert werden.

Tags können gezielt als zusätzliche Kategorisierung eingesetzt werden.

Tags sollten sinnvoll eingesetzt werden

Deshalb solltest Du die Tags mit Bedacht wählen und auf Dopplungen mit Kategorien verzichten. Grundsätzlich solltest Du Deine Tags dann aber sparsam und zielgerichtet einsetzen: Sie sollten genau beschreiben, worum es im Artikel geht. Zudem solltest Du auf wiederkehrende Schreibweisen der Tags achten, denn WordPress versteht natürlich nicht, dass Du mit „Mallorca-Reise“ und „Mallorca-Urlaub“ das gleiche meinst. Es legt stattdessen zwei Tag-Übersichtsseiten an – das Resultat ist im Zweifel Chaos. Es ist außerdem sinnvoll, bestehende Tags regelmäßig bei passendem Content wiederzuverwenden. Auf diese Weise nutzt Dir die Tag-Funktion auch als zusätzliche Kategorisierung, um schnell möglichst viele Artikel zu einem bestimmten Thema zu verlinken, etwa unter dem Artikel oder in der Seitenleiste.

Fazit: Tags sind praktisch, aber mit Vorsicht zu genießen

Insgesamt sind WordPress-Tags eine praktische Möglichkeit, Content neben den normalen Kategorien zu ordnen. Sie ermöglichen die schnelle Erstellung von Übersichtsseiten und Linkblöcken zu einem bestimmten Thema. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass die Tags systematisch und logisch eingesetzt werden. Zudem sollte aus Gründen der Suchmaschinen-Optimierung darauf geachtet werden, dass die automatisch von WordPress generierten Tag-Unterseiten nicht auf dem Google-Index landen. Dabei können Plug-ins wie Yoast SEO oder The SEO Framework helfen.

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