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Veröffentlicht am: 13. September 2018

WordPress Gutenberg: Mehr als nur ein neuer Editor

Der neue Editor ist das Herzstück des kommenden WordPress 5. Wir stellen Dir die interessantesten Funktionen vor.

Bereits seit Anfang 2017 arbeiten die Entwickler an dem Editor, der nach Johannes Gutenberg – dem Erfinder des Buchdrucks – benannt wird. Das zeigt, wie wichtig das Projekt für die Entwicklung des CMS ist. Mit dem neuen Editor sollen Nutzer nicht nur Texte editieren, sondern komplette Webseiten gestalten können. Wie der aktuelle Stand der Entwicklung ist, erfährst Du in diesem Beitrag.

Wichtig: Sofern du eine aktuelle WordPress-Version nutzt, kannst Du Gutenberg schon jetzt über das Dashboard installieren und testen. Das ist jedoch riskant, weil der Editor noch entwickelt wird und nicht mit allen Themes und Plugins kompatibel ist. Daher empfehlen wir, Gutenberg nur lokal bzw. auf einem Testsystem zu aktivieren!

Gutenberg Editor

So sieht WordPress Gutenberg ohne Inhalt aus.

Inhalte mit Blöcken erstellen

Im Unterschied zum bisherigen Editor TinyMCE erstellst und editierst Du Inhalte nicht mehr über ein zentrales Menü. Inhalte und Elemente werden nun über sogenannte Blöcke eingefügt. Das sind im Prinzip Bausteine, aus denen Du Deine Beiträge und Seiten baust. Blöcke gibt es derzeit zum Beispiel für Überschriften, Absätze, Bilder, Galerien, Buttons und Widgets.

Block-Kategorien

Nach einem Klick auf das „+“-Icon oben links öffnet sich ein Menü mit Block-Kategorien.

Texte formatieren

Der wohl wichtigste Typ ist der Text-Block. Ein Text besteht dabei nicht nur aus einem einzigen Block: Für Überschriften, Zitate, Absätze etc. stehen jeweils eigene Block-Typen zur Verfügung. Über die jeweiligen Block-Menüs kannst Du die Blöcke separat editieren. Auf diese Weise lässt sich zum Beispiel ein rechtsbündiges Zitat in einem linksbündigen Text platzieren:
Zitat

Bearbeiten kannst Du Texte sowohl über das Menü als auch über den sogenannten Block-Inspektor auf der rechten Seite. Hier hast Du die Möglichkeit, die Schriftgröße zu verändern, Initialbuchstaben zu verwenden sowie Schrift- und Hintergrundfarben festzulegen. Je nach Block-Typ stehen Dir hier verschiedene Optionen zur Verfügung. Diese Anpassungen beziehen sich auch nur auf den jeweils aktiven Block.

Inspektor

Mit einem Klick auf einen Block öffnet sich der Block-Inspektor.

Bilder und Galerien einfügen

Um ein Bild einzufügen, wählst Du einfach den gleichnamigen Block-Typ und dann das Bild (per Upload oder aus der Mediathek). Praktisch: Wenn Du auf das eingefügte Bild klickst, kannst Du über die blauen Punkte am Rand die Größe verändern (maximal bis zur Originalgröße). Die Seitenverhältnisse bleiben dabei bestehen, sodass das Bild nicht unscharf wird. Mehr „What You See Is What You Get“ geht nicht. 😊

Bild-Block

Beim Klick auf einen Block erscheint das dazugehörige Menü (oben links). Die Bildunterschrift gibst Du – wie die Quellenangabe eines Zitats – in ein separates Textfeld innerhalb des Blocks ein.

Auf die gleiche Weise werden Bildergalerien eingefügt: Als Block-Typ wählst Du Galerie und dann die Bilder. Über den Block-Inspektor kannst Du die Anzahl der Spalten verändern, die Bilder zuschneiden und verlinken. Ausgehend von der Breite des Content-Bereichs präsentiert WordPress die Bilder dann in einem flexiblen Raster:

Galerie-Block

Widgets und Social Media einbinden

Die Einbindung dynamischer Inhalte ist mit Gutenberg auch kein Problem. Für Kommentare wählst Du dazu unter der Kategorie Widgets den Block Neueste Kommentare. Im Block-Menü kannst Du die Ausrichtung festlegen und im Block-Inspektor viele weitere Einstellungen vornehmen (Anzeige von Avataren, Datum, Textauszüge sowie die Anzahl der Kommentare). Die Blocks für die Integration von Social Media findest Du unter der Kategorie Embeds.

Widgets

Neueste Kommentare und Twitter sind bei Gutenberg ebenfalls Blocks. Wie alle Blocks kannst Du diese außerhalb oder innerhalb des Inhalts platzieren.

Mit Blöcken Websites bauen

Gutenberg befindet sich als Plugin noch in der Testphase. Die Entwickler arbeiten zum Beispiel an einer Drag&Drop-Funktion, mit der man die Blocks intuitiver platzieren kann. Derzeit geht das nur mit Pfeil-Buttons. Andere Funktionen wie die neuen Ausrichtungen volle Breite und volle Weite für die Darstellung besonders großer Bilder werden von vielen Themes (noch) nicht unterstützt. Mit WordPress 5 wird Gutenberg in den Core integriert und zum neuen Standard-Editor. Spätestens dann sollten die meisten Plugins und Themes kompatibel sein.

Sicher ist schon jetzt, dass Gutenberg viel mehr ist als ein Text-Editor. Du kannst eben nicht nur Texte editieren, sondern die komplette Struktur Deiner Beiträge und Seiten anpassen – ohne aufwändige Page Builder Plugins oder Programmierkenntnisse. Und weil die neuen Blöcke so intuitiv zu bedienen und flexibel einsetzbar sind, ist Gutenberg wohl nur der Anfang. Für WordPress-Nutzer brechen gute Zeiten an – auch wenn die Erfindung des Buchdrucks noch bahnbrechender war. 😉

Übrigens: Um Gutenberg zu testen, musst Du nicht auf WordPress 5 warten. Eine Live-Demo des neuen Editors findest Du unter https://frontenberg.tomjn.com/. Und wenn Du keine Lust auf Gutenberg hast, kannst Du den alten Editor mithilfe eines Plugins auch nach dem Release von WordPress 5 weiternutzen.

Tags: Wordpress

Der Autor:

Autor: Christian Lingnau

Ich heiße Christian Lingnau und bin freier Redakteur für Hosting-Themen, insbesondere WordPress.

16 Kommentare

  1. Mansoor sagte am 21. November 2018 um 17:44:

    Hallo Christian,

    interessanter Artikel, ich möchte zu deinem Thema „Bilder und Galerien einfügen“ ergänzend folgende kostenlose Erweiterungen vorstellen.

    Um auf der Webseite die Beiträge in einer Kacheloptik/Mansonry/Grid Optik darzustellen kann das Masonry Post Block https://wordpress.org/plugins/gosign-masonry-post-block/ sich nützlich erweisen.

    Des weiteren lassen sich Bereiche mit Parallax Hintergründen, Cover Image Block, Hintergrundfarbe verschönern. Dazu kann beliebiger Content dem Background Container Block https://wordpress.org/plugins/gosign-background-container/ hinzugefügt werden.

    Meiner Meinung nach ist Gutenberg und WordPress 5 ein Next-Generation Pagebuilder. Daher stimme ich deiner Sichtweise vollkommen zu.

    Beste Grüße aus Hamburg

    Antworten
  2. Benedict sagte am 26. November 2018 um 9:46:

    Hallo Christian,

    für den schnellen Einstieg ein super Artikel. Spannend ist nochmal die Frage nach der Kompatibilität zu vorhandenen Page Buildern (z.B. Visual Composer). Sollte man „Gutenberg“ deaktivieren, wenn man bereits einen Page Builder hat? Die Meinungen aktuell sind sehr gespalten; meist sprechen die Hersteller von 100%tiger Kompatibilität, aber viele Entwickler raten davon ab. 2 „Page Builder“ machen ja auch wenig Sinn …

    Beste Grüße!

    Antworten
    • Lisa Kopelmann sagte am 29. November 2018 um 13:23:

      Hallo Benedict,

      hier die Antwort von unserem Autor Christian:

      Das sehe ich genauso. Ich würde versuchen, auf das Pagebuilder Plugin zu verzichten. Ein Plugin weniger 😉 Dazu würde ich die Website vor (!) dem Update in einer (lokalen) Testumgebung per Gutenberg nachbauen. Wenn man dann merkt, dass man auf das Plugin nicht verzichten will oder kann, sollte man sich vor dem Update beim Entwickler über die Kompatibilität informieren.

      Viele Grüße

      Antworten
  3. community sagte am 30. November 2018 um 13:32:

    Wann erfolgen bzgl. Gutenberg automatische Updates in den Strato „WordPress Hosting“ Paketen?

    a) Nur innerhalb der „major“ Releases, also 4.9.7 auf 4.9.8 bzw. 5.0.1 auf 5.0.2?
    b) Oder auch über die „major“ Releases hinweg, also 4.9.8 auf 5.0?

    Antworten
    • Lisa Kopelmann sagte am 5. Dezember 2018 um 14:42:

      Hallo,

      ich kann Dir hierzu derzeit leider keinen aktuellen Stand geben. Sobald es diesbezüglich Neuigkeiten gibt, informieren wir darüber hier im Blog.

      Viele Grüße
      Lisa

      Antworten
      • community sagte am 6. Dezember 2018 um 16:34:

        Das war eine generelle Frage, ob Strato automatische Updates in den „WordPress Hosting“ Paketen beim Wechsel zwischen „major“ Releases vornimmt.

        Dazu braucht man eigentlich keinen aktuellen Stand sondern es sollte eine einfache generelle Antwort geben.

        Antworten
        • Lisa Kopelmann sagte am 6. Dezember 2018 um 16:50:

          Hallo community,

          sorry für das Missverständnis. Die Frage kann ich definitiv mit „Ja“ beantworten. 🙂

          Viele Grüße
          Lisa

          Antworten
          • community sagte am 7. Dezember 2018 um 14:18:

            Danke, und wie geht ihr mit dem daraus resultierenden DSGVO Problem um?

            Nach dem Update auf WordPress 5.0 lädt der Editor Gutenberg ungefragt, unabschaltbar und technisch völlig unnötig einen externen Google Webfont nach und schickt so bei jedem Öffnen des Editors die IP an Google.

            Entspricht WordPress damit überhaupt der DSGVO oder geht man juristische Risiken ein, wenn man Gurtenberg out-of-the-box verwendet?

            Euere Mitbewerber beraten sich dazu offenbar noch, hier ein paar mehr Details in den Kommentaren: ionos.de/community/websites-e-shops/wordpress/wordpress-5-und-gutenberg-im-ueberblick/

          • Lisa Kopelmann sagte am 7. Dezember 2018 um 16:33:

            Hallo,

            sobald WordPress 5.0 verfügbar ist, prüfen wir im Rahmen einer internen Qualitätssicherung, ob wir die Version so anbieten können. WordPress selbst arbeitet derzeit außerdem daran, hier den Anforderungen zu entsprechen.

            Grundsätzlich gilt: Als Betreiber einer WordPress-Seite bist Du immer auch selbst dafür verantwortlich, DSGVO-konform zu sein. Gleichzeitig hast Du weiterhin die Möglichkeit, eine der derzeit vorhandenen WordPress-Versionen zu nutzen oder das Plugin „WordPress Classic Editor“ zu installieren.

            Viele Grüße
            Lisa

          • community sagte am 9. Dezember 2018 um 21:03:

            Wenn man als Betreiber einer WordPress-Seite DSGVO-konform ist, und dann nach einem normalerweise nur mit manueller Zustimmung installierbaren „major“ Release, der durch das automatische Update durch „WordPress Hosting“ ohne eine solche Zustimmung installiert wird, plötzlich nicht mehr DSGVO-konform ist, dann sollte der Betreiber doch durchaus irgendwie nach diesem Update darauf hingewiesen werden.

          • Lisa Kopelmann sagte am 13. Dezember 2018 um 17:03:

            Hallo,

            wir bei STRATO haben eine interne Qualitätssicherung, mit der wir alle Release-Versionen vorab prüfen. Sofern diese unseren Standards entspricht, stellen wir sie auch unseren Kunden zur Verfügung.

            Für eine DSGVO-konforme Website sind Website-Betreiber jedoch immer selbst zuständig.

            Viele Grüße
            Lisa

  4. Luzi Stadler sagte am 8. Dezember 2018 um 18:43:

    Die Entwicklung von WordPress geht mit dem neuen Gutenberg Editor in die richtige Richtung. In Zukunft muss man sich dann hoffentlich nicht mehr mit zig unterschiedlichen Content Buildern herumschlagen. Was jetzt noch fehlt sind vielfältige Blocks. Diese können aber z.B mittells Plugin wie z.B Cosmic Blocks nachgerüstet werden.

    Antworten
  5. Lernen durch Schmerzen sagte am 10. Dezember 2018 um 10:54:

    Hier etwas Feedback zum Update bei Strato: https://forum.wpde.org/threads/blog-geht-nicht-mehr.184477/

    Antworten
    • Lisa Kopelmann sagte am 10. Dezember 2018 um 15:42:

      Hallo,

      ich kann von hier aus den Fall nur schwer einschätzen, vermute an der Stelle aber Folgendes: Die Nutzerin scheint ein Paket gewählt zu haben, bei dem Updates automatisch eingespielt werden. Dieser Funktion hat die Nutzerin dann aber vorab zugestimmt. So passiert es, dass ihr WordPress automatisch auf die neueste Version aktualisiert wird. Seitens STRATO haben wir darauf keinen Einfluss. WordPress 5.0 liegt derzeit bei unserer Qualitätssicherung und ist bei STRATO noch nicht verfügbar.

      Viele Grüße
      Lisa

      Antworten

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