WordPress-Beiträge automatisch bei Facebook posten

WordPress-Beiträge automatisch bei Facebook posten

Hast Du keine Zeit oder willst Du Deine Blog-Beiträge auf vielen Social-Media-Plattformen gleichzeitig anteasern? Der Workshop zeigt, mit welchen Tricks, Plugins und Online-Diensten Du Deine WordPress-Beiträge automatisch bei Facebook und Co. postest.

Social-Media-Experten werden Dir immer raten: Poste bei Facebook und Co. selbst, direkt und von Hand. Und tatsächlich bist Du damit am erfolgreichsten. Aber was ist, wenn Du dazu einfach keine Zeit und Lust hast? Wenn Du Deine Blog-Beiträge nicht nur bei Facebook, sondern auch bei Twitter, Pinterest, Xing, Linked-in, Google Plus und noch mehr Social-Media-Plattformen anteasern willst?

Mit ein paar Tricks und Umwegen übernehmen WordPress-Plugins und Online-Dienste in Verbindung mit Deinem RSS-Feed das Posten auf Social-Media-Plattformen automatisch, sobald Du einen neuen Beitrag auf Deinem Blog veröffentlichst.

Plugins und Online-Dienste haben jeweils ihre spezifischen Vor- und Nachteile. Plugins posten exakt in dem Moment, in dem Du einen neuen Beitrag veröffentlichst. Einige sind aber kompliziert in der Konfiguration. Online-Dienste wie Dlvr.it oder IFTTT prüfen dagegen in vorgegebenen Zeitabständen den RSS-Feed Deines Blogs und posten bei Facebook & Co., wenn sie einen neuen Beitrag finden.

Wir haben viele Varianten getestet und natürlich gibt es immer mehrere Wege, um das Ziel zu erreichen. Da kostenfreie Dienste aber meist auf einige wenige Kanäle begrenzt sind, kann es nötig sein, verschiedene Dienste für die Plattformen zu nutzen. Einige der effizientesten und unkompliziertesten stellen wir hier vor.

Facebook: mit Dlvr.it einfach und komfortabel

Eine eher harte Nuss ist Facebook – vor allem auch, weil sich dort ständig etwas ändert. Sehr gute Ergebnisse liefert hierfür deshalb der Online-Service von Dlvr.it. Der Service holt sich neue Beiträge aus dem RSS-Feed Deines Blogs und postet sie auf Dein Facebook-Profil oder eine Facebook-Seite.

Dlvr.it ist einfach zu konfigurieren und dennoch flexibel. So kannst Du beispielsweise sehr genau einstellen, ob das Posting bei Facebook ein Bild, Share Link oder Status-Upgrade sein soll und ob das Posting öffentlich, nur für Freunde oder nur für Dich selbst sichtbar sein soll. Außerdem gibt es verschiedene Filter, mit denen Du einstellen kannst, ob ein Beitrag gepostet wird. Und Dlvr.it übernimmt wahlweise WordPress-Kategorien als Hashtags.

Auch andere Social Networks wie Twitter oder Google Plus kannst Du mit Dlvr.it bedienen. Kostenlose Accounts sind bei Dlvr.it aber auf maximal fünf RSS-Feeds und drei Social-Media-Profile beschränkt.

Flexibel und unkompliziert: Mit Dlvr.it landen Deine Beiträge zuverlässig auf Facebook.
Flexibel und unkompliziert: Mit Dlvr.it landen Deine Beiträge zuverlässig auf Facebook.

Twitter: das Plugin WP to Twitter kümmert sich um alles

Ausgereift und unkompliziert: WP to Twitter
Ausgereift und unkompliziert: WP to Twitter

Für das schnelllebige Twitter bietet sich ein Plugin an, das Deinen Beitrag sofort beim Veröffentlichen postet. Erprobt und zuverlässig ist dafür das Plugin WP to Twitter. Es postet Deine Beiträge vollautomatisch, Du kannst mit Hilfe des Sidebar-Widgets im WordPress-Editor den Tweet aber auch manuell formulieren oder verhindern, dass dieser spezielle Beitrag überhaupt getwittert wird.

Google+: die umfangreiche Hootsuite schafft‘s

Wie relevant Google+ noch ist, muss jeder für sich selbst beurteilen – aber gerade weil nur wenige es nutzen, erregst Du mit Deinen Beiträgen dort vielleicht sogar mehr Aufmerksamkeit, weil Du nicht in der Masse untergehst.

Mit dem Dienst Hootsuite.com kannst Du am besten Deine Blog-Beiträge automatisch auf Google+ posten.“Auf den ersten Blick ist Hootsuite etwas unübersichtlich. Aber fürs automatische Posten Deiner Beiträge musst Du auch nicht die komplette Funktionalität des Dienstes durchschauen.

Hast Du einen kostenlosen Account angelegt, fügst Du zunächst von der Übersichtsseite aus Google+  als neues soziales Netzwerk hinzu und autorisierst wie dort beschrieben den Zugriff von Hootsuite auf Deinen Google+-Account. Nun wählst Du noch Dein Google+-Profil oder die entsprechende Seite aus, auf die Du posten willst.

Anschließend klickst Du auf das Zahnrad-Symbol in der linken Navigationsspalte und wählst RSS/Atom aus. Dort trägst Du die URL des RSS-Feeds Deines Blogs ein und wählst das Profil oder die Google+-Seite aus, auf die alle Beiträge gepostet werden sollen. Nun sollte Dein nächster Blog-Beitrag automatisch auch bei Google+ erscheinen.

Hat man die passende Funktion bei Hootsuite erst einmal gefunden, ist die Einrichtung ganz einfach.
Hat man die passende Funktion bei Hootsuite erst einmal gefunden, ist die Einrichtung ganz einfach.

Linkedin: mit dem Klassiker IFTTT ein Kinderspiel

Ein Klassiker für die Automatisierung im Internet ist IFTTT – „If this then that“. Ganz ähnlich wie bei Dlvr.it liest dieser kostenlose Online-Service Deinen RSS-Feed aus und postet neue Beiträge auf nahezu alle nur vorstellbaren Social-Media-Plattformen, die Du konfigurierst.

Das Business-Netzwerk Linkedin, quasi das internationale Pendant zu Xing in Deutschland, wird nur von wenigen Diensten unterstützt, deshalb ist IFTTT erste Wahl, wenn es ums automatische Posten von Blogbeiträgen bei Linkedin geht.

Die Einrichtung eines so genannten Rezepts („Recipe“) läuft Schritt für Schritt und ist so gut erklärt, dass wir uns hier eine detaillierte Anleitung sparen können: Einfach unter My Recipes auf Create a Recipe klicken und den Anweisungen folgen. Aus der Vielzahl der möglichen Quellen wählst Du das orangefarbene RSS-Logo und klickst auf New feed item. Von da ab ist alles selbsterklärend.

Allerdings macht IFTTT in letzter Zeit gelegentlich Probleme mit eigentlich fehlerfreien RSS-Feeds, sodass das automatische Posten mit einer Fehlermeldung abbricht. Ist dies bei Dir der Fall, prüfe zunächst, ob Dein RSS-Feed valide ist (dazu später mehr) und greife notfalls auf die Alternative Dlvr.it zurück, wenn bei IFTTT gar nichts geht.

Einrichten eines RSS-Feeds als Datenquelle für automatisches Posten via ITTT
Einrichten eines RSS-Feeds als Datenquelle für automatisches Posten via ITTT

Xing: Bordmittel reichen aus

Besonders einfach macht es das deutsche Business-Netzwerk Xing seinen Kunden: Es hat ein eigenes RSS-Import-Feature, über das automatisch alle neuen Blog-Beiträge aus Deinem RSS-Feed in der Timeline landen.

Klicke dazu auf Deinen Namen, um Dein Xing-Profil zu bearbeiten und wähIe dort die Option Weitere Profile im Netz. Unter RSS Feeds klickst Du auf Hinzufügen und trägst die URL vom RSS-Feed des Blogs ein. Alle Beiträge aus dem Feed werden dann bei Xing als „empfohlene Links“ automatisch angezeigt.

Automatisches Posten bei Xing – nur die entsprechende Funktion zu finden, ist nicht ganz einfach
Automatisches Posten bei Xing – nur die entsprechende Funktion zu finden, ist nicht ganz einfach

Damit Dlvr.it und IFTTT Deinen RSS-Feed lesen können: Feed-Validierung

Damit automatisches Posten von Beiträgen mit Dlvr.it und IFTTT via RSS-Feed funktioniert, muss der RSS-Feed Deines Blogs standardkonform und fehlerfrei sein. Normalerweise ist das kein Problem, wenn Du den Standard-Feed von WordPress verwendest.

Bei selbst erstellten RSS-Feeds oder nicht ganz sauber programmierten Themes kommt es schonmal vor, dass der RSS-Feed nicht ganz in Ordnung ist. Das führt fast zwangsläufig zu Problemen mit Diensten, die auf Deinen RSS-Feed zugreifen.

Wenn Dlvr.it oder IFTTT also nicht fehlerfrei arbeiten, prüfe sicherheitshalber, ob Dein Feed standardkonform ist. Dafür musst Du nur die URL Deines Feeds beim Feed Validation Service des W3C eintragen und auch den Check-Button klicken. Ist hier alles in Ordnung, weißt Du zumindest, dass mögliche Probleme nicht von Fehlern im Feed herrühren.

Wenn auch nicht perfekt, so ist dieser Feed doch standardkonform und sollte keine Probleme machen.
Wenn auch nicht perfekt, so ist dieser Feed doch standardkonform und sollte keine Probleme machen.

Damit Facebook alles richtig macht: Open Graph Meta Tags

Generell ist beim automatischen wie manuellen Posten von Links zu Blog-Beiträgen auf Social-Media-Plattformen ein Aspekt essenziell: Dein Blog muss Überschrift, Teaser-Text und Bild so bereitstellen, dass Facebook und Co. sie zuverlässig erkennen können. Denn sonst zeigen sie beispielsweise falsche oder gar keine Bilder an.

Die Lösung für dieses Thema heißt „Open Graph Meta Tags“. Das sind Meta-Tags im HTML-Quellcode Deines Blogs, die genau diese Informationen bereitstellen. Von Hand musst Du dazu nichts einstellen, denn es gibt gute Plugins, die diese Aufgabe für Dich übernehmen. Bewährt haben sich beispielsweise Facebook Open Graph, Google+ and Twitter Card Tags. Professionelle Themes haben diese Funktion sogar schon integriert und auch gute SEO-Plugins wie Yoast SEO bringen solche Funktionen mit.

Bevor Du also ein Open-Graph-Plugin installierst, schaue erst einmal in den Quelltext eines Beitrags auf Deinem Blog und suche nach Einträgen die mit <meta property=“og: beginnen (siehe Screenshot). Sind sie vorhanden, musst Du wahrscheinlich nichts mehr tun.

Open-Graph-Tags stellen sicher, das Facebook und Co. die richtigen Daten zu Deinem Blogbeitrag finden.
Open-Graph-Tags stellen sicher, das Facebook und Co. die richtigen Daten zu Deinem Blogbeitrag finden.

Achte auf Urheberrechte beim automatischen Posten

Das automatische Posten bei Facebook, Twitter und Co. hat noch einen kleinen Haken, der unter Umständen zu einem teuren Problem werden kann: Urheberrechte an Bilder. Wenn Du nämlich Bilder als Artikelbilder verwendest, für die Du lediglich die Veröffentlichungsgenehmigung vom Fotografen hast, muss das Bild mit einem  Urhebervermerk versehen sein. Auf Deinem Blog ist das beispielsweise in der Bildunterschrift kein Problem.

Ob beim Beschneiden eines Bildes durch Facebook ein Urhebervermerk erhalten bleibt, grenzt an Glücksspiel.
Ob beim Beschneiden eines Bildes durch Facebook ein Urhebervermerk erhalten bleibt, grenzt an Glücksspiel.

Holt sich aber Facebook das Artikelbild automatisch von Deinem Blog, geht die Bildbeschreibung verloren und das Bild landet dort ohne den vorgeschriebenen Urhebervermerk. Du solltest den Vermerk also in solchen Fällen direkt ins Bild schreiben – und selbst dann kann das noch schief gehen. Denn Facebook & Co. beschneiden Artikelbilder oft noch. Hier musst Du also ausprobieren, wo genau der Vermerk im Bild platziert sein muss, damit er auch wirklich angezeigt wird. Und Du solltest in diesen Fällen kontrollieren, ob der Urhebervermerk erhalten geblieben ist. Wenn Du juristisch auf der absolut sicheren Seite sein willst, ist das leider unumgänglich.

Die beste Alternative ist: Verwende für solche Zwecke nur Deine eigenen Fotos und keine Bilder von Dritten. Denn dann bist Du ziemlich sicher vor rechtlichen Problemen.

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  1. Avatar

    Black Friday Shopper sagte am

    Super Artikel. Mit dem Plugin Yoast sind die Beschreibungen für Facebook und co. zum Glück schon hinterlegt. Werde das Plugin dlvr jetzt mal testen für die kommende Black Friday Zeit! 😀

    Antworten
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