WordPress bei STRATO manuell installieren

WordPress bei STRATO manuell installieren

WordPress installieren ist bei STRATO Hosting-Paketen über den AppWizard mit einem Mausklick erledigt. Willst Du mehr Kontrolle über die Installation, nimmst Du sie mit dieser Anleitung einfach von Hand vor.

Die manuelle Installation von WordPress in einem STRATO Hosting-Paket verläuft in drei Schritten: Datenbank anlegen, WordPress vorbereiten sowie die Installation im Webspace inklusive der Anpassung einiger Optionen durchführen.

1. Datenbank anlegen

Es empfiehlt sich, sofern Du in Deinem Hosting-Account über genügend Datenbanken verfügst, für WordPress eine eigene Datenbank zu verwenden, statt sie mit anderen Anwendungen zu teilen. Aber Du kannst auch mit einer bereits vorhandene Datenbankarbeiten, denn WordPress nutzt für die Tabellen standardmäßig das Prefix wp_ und vermeidet so Kollisionen mit anderen Anwendungen.

Zum Anlegen einer neuen Datenbank klickst Du einfach auf den Button „+ Datenbank anlegen“ in Deinem Strato-Admin-Menü unter „Datenbanken und Webspace“ – „Datenbankverwaltung“.

Füge in der Datenbankverwaltung eine neue Datenbank für WordPress hinzu.

Die neue Datenbank wird nun in der Tabelle aufgelistet und die Informationen zur neu angelegten Datenbank werden angezeigt. Notiere Dir Datenbank- und Benutzernamen für die spätere WordPress-Installation.

Über die Tabelle kannst Du nun den Kommenar zur Datenbank sowie das Passwort ändern. Dazu setzt Du zunächst einen Haken im Kästchen der Datenbank-Zeile in der Tabelle und klickst dann auf „Passwort ändern“ beziehungsweise „Kommentar ändern“.

2. Datenbank-Passwort ändern

Ändere für eine höhere Sicherheit das Passwort der Datenbank und verwende dabei eine möglichst lange Kette aus Groß- und Kleinbuchstaben sowie Ziffern. Notiere das neue Passwort ebenfalls für später. Am besten schreibst Du das Passwort in einem Text-Editor und kopierst es in das Formular. So vermeidest Du Tippfehler auch bei komplizierten – und damit sicheren – Passwörtern.

Lege ein sicheres Passwort für Deine neue Datenbank fest.

Auf die gleiche Weise kannst Du auch den Kommentar zur Datenbank ändern, beispielsweise in „WordPress“, damit Du später identifizieren kannst, welche Datenbank zu Deiner WordPress-Installation gehört.

3. Server-Verzeichnis anlegen

Es ist der Übersicht wegen empfehlenswert, WordPress nicht ins Stammverzeichnis Deines Hosting-Pakets zu legen, sondern in ein Unterverzeichnis zu installieren. Dazu legst Du per SFTP – beispielsweise mit dem FTP-Client Filezilla, den wir später ohnehin noch benötigen – ein Verzeichnis „wordpress“ an.

Anschließend wechselst Du in den Bereich „Domains“ der Admin-Oberfläche Deines STRATO-Accounts, gehst dort auf „Domainverwaltung“ und klickst auf „verwalten“ hinter der Domain, unter der WordPress erreichbar sein soll. Falls Du WordPress in eine Subdomain installieren willst, findest Du selbige durch Klick auf das Plus-Zeichen vor der Hauptdomain. Unter „Einstellungen“ – „Umleitung einrichten“ richtest Du eine interne Umleitung ein, wählst als Verzeichnis das eben angelegte „wordpress“ aus und klickst dann auf „Umleitung aktivieren“.

In der Domainverwaltung legst Du fest, in welchem Verzeichnis Dein WordPress installiert werden soll.

4. WordPress herunterladen

Jetzt lädst Du die aktuellste Version von WordPress herunter: https://de.wordpress.org/download/. Falls Du eine englischsprachige Version bevorzugst, findest Du sie hier: https://wordpress.org/download/.

Entpacke die heruntergeladene ZIP-Datei auf Deiner lokalen Festplatte. Kontrolliere, dass dabei die Verzeichnisstruktur komplett erhalten geblieben ist. Sie enthält auf der obersten Ebene die Verzeichnisse wp-admin, wp-includes und wp-content sowie einige PHP-Dateien – darunter auch die wp-config-sample.php, mit der wir im nächsten Schritt arbeiten.

5. WordPress installieren

Zur Konfiguration legst Du zunächst eine Kopie der Datei wp-config-sample.php an und nennst sie wp-config.php. Anschließend öffnest Du diese Datei mit einem Text-Editor, beispielsweise der Freeware Notepad++ oder notfalls dem Windows-eigenen Editor Wordpad. Hier änderst Du einige Konfigurationseinstellungen:

Trage an den entsprechenden Stellen die zuvor notierten Werte für Datenbankname (anstatt database_name_here) Benutzername (anstatt username_here) und Passwort (anstatt password_here) ein. Als MySQL-Serveradresse trägst Du rdbms.strato.de (anstatt localhost) ein.

Öffne die Datei wp-config.php in einem Text-Editor und passe die Werte wie beschrieben an.

Achte darauf, dass Du die Datei ansonsten nicht veränderst und auch die einfachen Anführungszeichen um die eingetragenen Werte erhalten bleiben.

6. Sicherheit erhöhen

Um die Sicherheit Deiner WordPress-Installation zu erhöhen, solltest Du außerdem im Bereich „Sicherheitsschlüssel“ entsprechende Zahlen- und Buchstaben-Kolonnen jeweils an Stelle von put your unique phrase here einsetzen. Das machst Du entweder manuell mit beliebigen Zahlenkombinationen, oder Du lässt einen Satz Sicherheitsschlüssel über die URL https://api.wordpress.org/secret-key/1.1/salt/ generieren, die Du dann über Kopieren-und-Einfügen übernimmst.

Nun speicherst Du die angepasste Datei wp-config.php.

7. WordPress hochladen

Verbinde Dich per FTP-Client mit Deinem Webspace. Die FTP-Zugangsdaten findest Du in der Admin-Oberfläche von STRATO unter „Verwaltung“ – „FTP-Zugänge verwalten“, indem Du auf das kleine „i“-Symbol hinter „Passwörter festlegen“ klickst. Gegebenenfalls kannst Du hier auch einen neuen FTP-Account speziell für Deine WordPress-Installation anlegen.

Lade sämtliche Dateien aus Deinem lokalen WordPress-Verzeichnis in das oben angelegte Verzeichnis in Deinem Webspace hoch – in unserem Beispiel also „wordpress“. Wenn in diesem Verzeichnis nach dem Upload die drei Ordner wp-admin, wp-includes und wp-content sowie einige PHP-Dateien einschließlich der zuvor angepassten wp-config.php liegen, hast Du alles richtig gemacht.

8. WordPress installieren

Die eigentliche Installation von WordPress läuft ganz automatisch. Rufe einfach die folgende URL im Browser auf: https://www.deinedomain.de/wp-admin/install.php – wobei Du natürlich www.deinedomain.de durch Deine eigene Domain ersetzt.

Lediglich ein paar grundlegende Daten musst Du eingeben, bevor die Installation startet: Den Namen Deines Blogs, Deine E-Mail-Adresse sowie einen Benutzernamen plus Passwort. Der Benutzername, den Du hier anlegst, bekommt Administrations-Rechte. Einer der wichtigsten Sicherheits-Tipps für WordPress ist daher, einen Benutzernamen zu wählen, der nicht ohne weiteres für Fremde erkennbar ist und keinesfalls „admin“, „Administrator“ oder Ähnliches lauten sollte. Außerdem solltest Du ein sehr sicheres Passwort verwenden.

Lege auch für Deine WordPress-Installation einen sicheren Benutzernamen und ein sicheres Passwort fest.

Unter dem Punkt „Sichtbarkeit für Suchmaschinen“ entscheidest Du, ob Suchmaschinen Dein Blog indexieren dürfen. Obwohl Du das in den meisten Fällen natürlich willst, um bei Google & Co. gefunden zu werden, solltest Du dies zunächst verhindern und das Häkchen hier setzen. Erst nachdem Du Dein Blog fertig eingerichtet und die ersten zwei, drei Beiträge geschrieben hast, solltest Du diese Option dann ändern und das indexieren erlauben. So verhinderst Du nämlich, dass Google womöglich schon Deine ersten inhaltslosen Test-Beiträge und Hallo-Welt-Versuche indiziert.

Aber Vorsicht: Wenn Du die Option bei der Installation deaktivierst, musst Du später unbedingt daran denken, das wieder rückgängig zu machen, denn sonst sperrst Du Google dauerhaft aus. Um diese Option später zu ändern, gehst Du in der WordPress-Admin-Oberfläche in den Bereich „Einstellungen“ – „Lesen“.

Zum Abschluss klickst Du auf „WordPress installieren“. Anschließend kannst Du Dich nun mit Deinem eben angelegten Benutzernamen und Passwort einloggen.

9. Permalinks konfigurieren

Bevor Du Deinen ersten Beitrag schreibst, solltest Du mit Bedacht eine sogenannte Permalink-Struktur auswählen, die Du in Deinem WordPress-Blog verwenden willst – also die Struktur für die URLs Deiner Beiträge. Die entsprechende Option dazu findest Du unter „Einstellungen“ – „Permalinks“.

Schreibe einen kurzen Beitrag und probiere anschließend verschiedene Varianten aus um herauszufinden, welche Dir persönlich am meisten liegt. Für die meisten Blogs ist „Beitragsname“ eine gute Wahl.

Screenshot WordPress manuell installieren
Lege am besten eine URL-Struktur fest, bevor Du erste Beiträge veröffentlichst.

Das Festlegen auf eine Permalink-Struktur gleich zu Beginn ist deshalb wichtig, weil spätere Änderungen nur schwer möglich sind. Denn änderst Du die Permalink-Struktur, verändern sich auch die URLs aller bereits geschriebenen Beiträge automatisch – und sind somit nicht mehr unter den bei Suchmaschinen erfassten URLs erreichbar.

10. Standard-Benutzer anlegen

Zu guter Letzt sollte auch eine wichtige Sicherheitsvorkehrung bei keiner WordPress-Installation fehlen: Benutze den zuvor bei der Installation angelegten Admin-Zugang ausschließlich dann, wenn Du wirklich Administratoren-Aufgaben ausführst und benutze diesen Account nur von gesicherten PCs aus. Falls Du den Admin-Account doch einmal von einem Internet-Café aus nutzen musst, ändere hinterher von zu Hause aus Dein Passwort.

Für das Schreiben von Blogbeiträgen und Kommentaren solltest Du Dir dagegen einen zweiten Account mit eingeschränkten Benutzerrechten anlegen. Das machst Du über „Benutzer“ – „Neu hinzufügen“. Als Rolle (=Benutzerrechte) weist Du Diesem Benutzer den Status „Redakteur“ zu.

Screenshot WordPress manuell installieren
Lege einen zweiten Nutzer-Account an, der keine Administrations-Rechte bekommt.

Auf diese Weise ist der Admin-Account weniger exponiert. Sollte tatsächlich ein Hacker einmal irgendwo Dein Passwort abgreifen, bekommt er mit den Redakteurs-Benutzerrechten wenigstens keinen Komplettzugriff auf Dein WordPress und Du kannst über den Admin-Account immer noch das Schlimmste verhindern.

WordPress lässt sich bei STRATO übrigens in allen Hosting-Paketen auf die beschriebene Weise installieren, ebenso wie auf den dedizierten, gemanagten und virtuellen Servern.

Möchtest Du das gelernte gleich ausprobieren?

Hier geht’s zu den Hosting-Paketen.

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Hinweis: Der ursprüngliche Beitrag ist im STRATO Blog zum ersten Mal am 24. Juni 2015 erschienen. Diesen Beitrag haben wir aktualisiert.

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  1. Avatar

    Johannes Ulrich Gehrke sagte am

    Hi,

    Guter Artikel nur, zwei Anmerkungen:

    (1) Mann muss keine WP-Config.php anlegen. Lässt man das weg, wird man beim Aufrufen der WP-Installation nach allen DB-Angaben gefragt, oder der SALT Key wird auch gesetzt – Ist leichter für Anfänger.

    (2) Um die Sicherheit zu erhöhen, sollte man die wp-config.php in den Höheren Ordner zu WordPress legen. Beispiel: httpdocs/wordpress/wp-config.php -> httpdocs/wp-config.php – Dadurch ist die Config-Datei nicht aus dem Web erreichbar.

    (:

    mfg
    Johannes

    Antworten
    • Avatar

      Oliver Meiners sagte am

      Hallo Johannes,

      vielen Dank für Dein Feedback und für Deine guten Hinweise.

      Unser Autor Franz würde Punkt (2) allerdings nur einem solchen Anwender empfehlen, der wirklich genau weiß, was er tut. Für weniger erfahrene Anwender kann eine solche Maßnahme nämlich auch zu Problemen führen.

      Viele Grüße
      Oliver

      Antworten
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