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Veröffentlicht am: 10. Januar 2019

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Website-Umzug Teil 1: So importierst Du Content in Dein WordPress

Hast Du eine alte Website und willst künftig mit WordPress arbeiten? Diese Beitragsserie zeigt Dir, wie Du den Inhalt anderer Content-Management-Systeme oder statischer HTML-Seiten in WordPress importierst.

Eine bestehende Website in ein WordPress-System umzuziehen, ist keine leichte Aufgabe. Denn eine detaillierte Schritt-für-Schritt-Anleitung gibt es dafür nicht. Jede Website ist anders. Wir beschreiben Dir das grundsätzliche Vorgehen und geben einige Tipps. An einigen Stellen wirst Du aber einfach selbst herausfinden müssen, wie es in Deinem konkreten Fall am besten klappt.

Dieser Beitrag setzt voraus, dass Du Dich ein wenig mit HTML auskennst und Englisch verstehst – denn das benötigte Plugin mit seinen vielen Optionen gibt es nicht auf Deutsch. Ebenfalls wichtig: Es geht nur darum, den Content zu importieren. Das Design bleibt beim Import auf jeden Fall auf der Strecke. Das regelst Du nach dem Import über das WordPress-Theme.

Inhalte in WordPress importieren – so geht’s …

Der grundsätzliche Ablauf für den Import einer vorhandenen Website in WordPress setzt sich aus drei bis vier Schritten zusammen:

  1. Die bestehende Seite auf den Import vorbereiten
  2. Export der Website in statische HTML-Dokumente oder Grabben der Website mit HTTrack https://www.httrack.com/, wenn die alte Website in einem CMS liegt
  3. Importieren der HTML-Dokumente mit dem Plugin „Import HTML Pages“ https://wordpress.org/plugins/import-html-pages/ und die Nachbearbeitung: Formatierungen, Design-Anpassungen, Links und Bilder prüfen

Diese ersten drei Schritte wirst Du erfahrungsgemäß im Trial-and-Error-Verfahren mehrfach durchlaufen, bis es gut klappt. Denn insbesondere die Vorbereitung Deiner Seiten kann recht umfangreich sein. Da passieren leicht Fehler, die Du erst später aufgrund eines fehlgeschlagenen Imports erkennst.

Wichtigste Voraussetzung: Backups

Wichtigste Voraussetzung deshalb: Lege wie immer zunächst sowohl von der alten Website als auch von der neuen WordPress-Installation und -Datenbank ein Backup an, bevor Du Veränderungen vornimmst. Das wird Dir helfen, um nach einem fehlgeschlagenen oder unbefriedigenden Versuch noch einmal von vorne anfangen zu können.

Wie funktioniert das Plugin?

Das Plugin „Import HTML Pages“ https://wordpress.org/plugins/import-html-pages/ ist in der Lage, statische HTML-Dateien in WordPress zu importieren und wahlweise in Beiträge oder Seiten umzuwandeln. Damit das Plugin die inhaltliche Struktur dieser HTML-Seiten versteht, muss der HTML-Code bestimmte Elemente enthalten. Anhand dieser eindeutigen Tags erkennt das Plugin den eigentlichen Content sowie den Titel eines Beitrags.

HTML_Import_Plugin

Das Plugin „Import HTML Pages“ hilft beim Importieren von Content nach WordPress

Der wichtigste Schritt ist deshalb, die alte Website so vorzubereiten, dass das Plugin eine solche Struktur erkennen kann.

Vorbereitung

Für die Vorbereitungsarbeiten sind zwei Szenarien denkbar: Benutzt die alte Website ein Content Management System (CMS), solltest Du die im Folgenden beschriebenen Anpassungen über das Theme oder Template des CMS vornehmen.

Liegt die alte Website in Form von statischen HTML-Seiten vor, hilft für die Code-Anpassungen entweder ein seitenübergreifendes Suchen und Ersetzen oder Du musst die Seiten im ungünstigsten Fall manuell anpassen. Lade für beide Fälle die HTML-Dateien per SFTP vom Webserver  https://www.strato.de/faq/article/1968/So-verbinden-Sie-sich-mit-dem-STRATO-SFTP-Server.html auf Deine lokale Festplatte und bearbeite sie dort.

Seiten anpassen

Manchmal enthält der HTML-Code Deiner alten Website bereits eindeutige Markierungen für Titel und Content. Ist das der Fall, musst Du hier natürlich nichts anpassen.

Sieh‘ Dir also den alten Quellcode genau an. Da könnte zum Beispiel ein umfassendes DIV-Element mit id=“content“ sein, das jeweils den Beitragstext umschließt.

Screenshot_Beispiel_Tags

HTML-Code-Beispiel für Tags, die Titel und Content umschließen.

Wenn so etwas nicht vorhanden ist, musst Du es manuell ergänzen.  Eventuell erlaubt das alte CMS das Editieren des Templates, sodass Du diese Elemente lediglich einmal an zentraler Stelle im Template einfügen musst.

Für manuelle Anpassungen im HTML-Code spart seitenübergreifendes Suchen-Ersetzen viel Zeit – ist aber nicht in jeder Situation möglich. Hilfreich ist dabei das kostenlose Notepad++ https://notepad-plus-plus.org/ (Menü-Option Suchen – in Dateien suchen).

Screenshot_Notepad

Suchen und Ersetzen dateiübergreifend mit Notepad++

Suchen und Ersetzen

Mache Dich mit den vielfältigen Optionen des Plugins vertraut. E bietet vielfältige Features, die wir hier vor allem der Übersichtlichkeit halber nicht im Detail besprechen. Wir konzentrieren uns auf die grundlegende Struktur der zu importierenden HTML-Dateien.

Zwingend nötig sind HTML-Tags zur Erkennung des Contents und des Titels, also beispielsweise <div id=“meininhalt“> … </div> für den Content-Bereich oder <h1> … </h1> für den Titel der jeweiligen Seite. Welche Tags das sind, spielt keine Rolle. Sie müssen nur eindeutig sein und dürfen in den zu importierenden HTML-Seiten nicht mehrfach vorkommen.

Beim Suchen und Ersetzen musst Du oft kreativ werden. Es lohnt sich aber, ein wenig zu tüfteln, um die Dateien optimal für den Import vorzubereiten. Backups nicht vergessen! Im Falle eines Fehlers sind diese sehr komfortabel.

Im nächsten Schritt erzeugst Du aus den so vorbereiteten Inhalten statische HTML-Dateien, die Du im Schritt drei mit Hilfe des Plugins nach Wordprss importieren kannst.

Tags: Blog · bloggen · Website · Wordpress

Der Autor:

Autor: Franz Neumeier

Ich bin Franz Neumeier, war jahrelang Chefredakteur bei IT-Zeitschriften wie PC Professionell, Internet Professionell und Internet Magazin. Inzwischen habe ich mich als freier Autor vor allem auf Kreuzfahrt-Themen spezialisiert, betreibe mehrere Websites und schreibe für STRATO über verschiedene Themen, vor allem über WordPress und übers Bloggen.

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