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Veröffentlicht am: 09. September 2015

Was passiert, wenn Du eine Website aufrufst?

Ob Google, Facebook, die Website Deines Lieblingsvereins oder die Deines Nachbarn: Wann immer Du eine Internet-Adresse im Browser eingibst, läuft derselbe Prozess ab.

Die IP-Adresse: Deine Anschrift und Hausnummer

Damit Computer im Internet Informationen austauschen können, besitzt jeder eine eindeutige Adresse – die IP-Adresse. IP steht für Internet Protokoll. Die IP-Adresse Deines Rechners kannst Du unter www.wieistmeineip.de herausfinden. Die IP-Adresse der STRATO-Website lautet zum Beispiel: 192.67.198.33 (IPv4) bzw. 2002:0:0:0:0:0:c043:c621 (IPv6).

Gibst Du „www.strato.de“ im Browser ein, wird dieser Text an Deinen Provider geschickt. Dort gibt es eine Art Telefonbuch, den DNS-Server. Der DNS-Server kennt die IP-Adresse 192.67.198.33 von „www.strato.de“ und schickt sie zurück an Deinen Computer. Damit weiß Dein Computer, mit welchem Server er sich verbinden soll.

Interessant: Nicht jeder DNS-Server kennt jede Adresse, aber ein weltweites Netzwerk von DNS-Servern ist in der Lage, letztlich jede IP-Adresse zu ermitteln. Der DNS-Server Deines Providers bedient sich bei Bedarf automatisch bei anderen, ihm übergeordneten DNS-Servern, ohne dass Du es bemerkst.

Die Datenübertragung: Ein ständiges Hin und Her

Dein Browser kennt also die IP-Adresse der Website, die Du sehen möchtest. Er schnürt ein Informationspaket aus Meta-Angaben und den eigentlichen Daten. Dazu gehören etwa  Deine IP-Adresse, die IP-Adresse der gewünschten Website, die Art des Gerätes, mit dem Du surfst, das Betriebssystem, der Browser und die Browser-Version. Diese Informationen sind wichtig, damit die Website korrekt dargestellt wird.

Das Datenpaket wandert nun über den Zugangspunkt Deines Providers und etliche Zwischenstationen bis zum Ziel-Rechner, auf dem die Website-Daten gespeichert sind. Dieser Web-Server wertet die empfangenen Botschaften aus und packt selbst Informationspakete mit Daten, die für die Darstellung der Website notwendig sind. Diese Pakete sind wie Puzzle-Teile. Sie werden einzeln verschickt und erst von Deinem Computer wieder zu einem Ganzen zusammengesetzt. Wenn alles richtig zusammengesetzt wurde, stellt Dein Browser die gewünschte Website korrekt dar.

Die Darstellung der Website: Eine Frage des Browsers

Wesentliche Bestandteile von Websites sind HTML-, CSS- und JavaScript-Dateien. HTML ist eine Beschreibungssprache für Websites. HTML-Befehle bestimmen beispielsweise die Struktur und die Bedienung der Website. In CSS-Dateien wird das Aussehen von HTML-Elementen definiert. JavaScript ermöglicht zum Beispiel Animationen und Interaktionen. Wenn Websites in verschiedenen Browsern ungleich aussehen, liegt es daran, dass Browser Darstellungsanweisungen unterschiedlich interpretieren.

Das Gedächtnis des Browsers: Eine Hilfe für später

Wenn Du eine Website zum zweiten und dritten Mal aufrufst, geht es meist schneller als beim ersten Besuch. Das liegt daran, dass der Browser Daten auf Deinem Computer zwischenspeichert. Dafür benutzt er den Browser-Cache. Der Browser prüft beim nächsten Besuch, ob sich die Website zwischenzeitig geändert hat, und lädt nur noch Teile nach.

Außerdem gibt es Cookies, eine Art digitaler Notizzettel. Dank Cookies lassen sich Website-Besucher und manche Einstellungen von Websites wiedererkennen. Besuchern wird dabei eine Sitzungsnummer zugewiesen, über die ein Webshop zum Beispiel den am Vortag gefüllten Warenkorb wiederherstellen kann. Wenn Du im „Privatmodus“ surfst, werden keine Cookies gespeichert.

Der Autor:

Autor: Sven Hähle

Mein Name ist Sven Hähle. Ich arbeite seit vielen Jahren als Fachjournalist und schreibe für diverse Zeitschriften und Online-Portale über Digitalkultur, eBusiness und Technik.

15 Kommentare

  1. Thomas sagte am 22. September 2015 um 16:00:

    Schöne Erklärung. Fehlt nur der Hinweis, dass die weltweit verteilten DNS-Server leider manipuliert werden können, indem Angreifer einfach andere IP-Adressen eingetragen, oder den Datenverkehr komplett über einen gefälschten DNS-Server umleiten. Z.B. in einem öffentlichen WLAN. Da kann der böswillige Betreiber oder ein Hacker dann alles schön mitschneiden und auch Logindaten abgreifen, sogar gefälschte SSL-Zertifikate unterjubeln. Schön, dass es mit DNSSEC bereits eine Lösung gibt, mit der solchen „CachePoisoning“ verhindert werden soll, bzw. dass den Nutzer davor schützen kann. Schade nur, dass Strato DNSSEC noch immer nicht unterstützt, obwohl es das Internet sicherer macht. DNSSEC kann übrigens bei allen deutschen Domains genutzt werden (und auch bei den meisten Domains mit anderen Endungen als .de), für DNSSEC ist kein SSL erforderlich. Es müssen nur die Provider und Domain-Registrare mitmachen -> Strato?!!!!

    Antworten
    • Christina Witt sagte am 24. September 2015 um 17:03:

      Hallo Thomas,

      wir fragen intern mal nach, wie der Stand zu DNSSEC ist und melden uns dann hier.

      LG
      Christina

      Antworten
    • Christina Witt sagte am 28. September 2015 um 11:42:

      Hallo Thomas,

      hier noch die Antwort, die wir Dir schuldig sind:
      Wir wissen, dass DNSSEC ein wichtiges Thema ist und haben es auf dem Schirm. Allerdings ist DNSSEC insbesondere für Domain-Service Anbieter, die mehrere Millionen Domains verwalten, ein sehr aufwändig umzusetzendes Thema.

      LG
      Christina

      Antworten
      • David sagte am 12. Dezember 2015 um 11:17:

        Hallo Christina,

        das Strato es in 5 Jahren nicht schaft DNSSec einzuführen ist schon ein Armutszeugnis.
        Mit DANE wird es dann wohl ähnlich lange dauern, für Leute die auf Sicherheit wert legen ist Strato also dann wohl eher nichts? Ich bin ernsthaft am Überlegen ob wir uns einen neuen Anbieter suchen sollen.

        Grüße,
        David

        Antworten
        • Christina Witt sagte am 15. Dezember 2015 um 9:28:

          Hallo David,

          uns ist Sicherheit wirklich sehr wichtig: Allerdings haben wir eine der größten Hosting-Plattformen weltweit, die zwar eine Menge Vorteile bringt, wo der Aufwand für die Implementierung von DNSSEC leider sehr hoch ist. Das liegt daran, dass bei der Entwicklung von DNSSEC nicht in erster Linie an die großen Hoster gedacht wurde. Wir haben das Thema aber für die Zukunft auf der Agenda.

          Liebe Grüße
          Christina

          Antworten
          • Stefan Weiser sagte am 2. Februar 2016 um 13:44:

            Hallo Christina,

            gibt es wenigstens schon Tests in kleineren Subnetzen (so würde ich eine professionelle Umsetzung angehen). Wo steht man da? Ein Ablauf wäre ja folgender:
            1. Entwicklung der Infrastruktur
            2. Test an eigener Testumgebung
            3. Beta-Test im kleinen Kundenkreis (kann man auch ausschreiben, machen technikaffine Kunden sicher gerne mit)
            4. Roll-out bei den Kunden

            Gibt es schon ein internes Projekt? Mir liegt auch einiges daran und man kann DNSSEC und DANE seitens Marketing ziemlich ausschlachten.

            Viele Grüße
            Stefan

          • Christina Witt sagte am 3. Februar 2016 um 17:39:

            Hallo Stefan,

            danke für Deine Frage zu DNSSEC. Wir können Dir an dieser Stelle leider nicht mehr aus dem Nähkästchen plaudern, als wir es schon getan haben. Du kannst Dir aber sicher sein, dass sich unsere Kollegen und Kolleginnen aus der Technik mit allen aktuellen Themen frühzeitig befassen. Danke für Deine Anregungen.

            Liebe Grüße
            Christina

      • DNSSEC-News sagte am 24. Mai 2016 um 16:56:

        Hallo, das BSI hat vor kurzem die neue technischen Richtline für E-Mail-Diensteanbieter veröffentlicht, in der DNSSEC/DANE als Standard vorausgesetzt werden: https://www.bsi.bund.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/Presse2016/BSI-TR_03108_20052016.html

        Antworten
        • Nicole Stutterheim sagte am 25. Mai 2016 um 16:29:

          Hallo „DNSSEC-News“,

          wir arbeiten eng mit dem BSI zusammen. Daher kennen wir die neuen technischen Richtlinien für E-Mail-Diensteanbieter und freuen uns darauf, uns dahingehend weiterzuentwickeln.

          Viele Grüße
          Nicole

          Antworten
  2. Dietrich sagte am 12. Februar 2017 um 19:25:

    Und? War die Freude vergeblich oder hat die persönliche Weiterentwicklung geklappt?
    Grüße, Dietrich

    Antworten
    • Nicole Stutterheim sagte am 13. Februar 2017 um 17:41:

      Hallo Dietrich,

      wir haben hierzu derzeit leider kein Update für Dich. Sobald es ein Update gibt, werden wir aber über unsere Kanäle selbstverständlich darüber informieren.

      Viele Grüße
      Nicole

      Antworten
  3. Dietrich sagte am 18. Dezember 2017 um 15:17:

    Ich fasse diese 2 Jahre Thread zusammen: Wer DNSsec haben möchte, muss sich einen anderen Provider suchen. STRATO beherrscht nur das Vertrösten, aber nicht die technische Entwicklung.
    Grüße, Dietrich

    Antworten
    • Lisa Kopelmann sagte am 18. Dezember 2017 um 16:21:

      Hallo Dietrich,

      ich kann Dir versichern, dass die Kolleginnen und Kollegen regelmäßig prüfen, inwiefern wir unsere Angebote und Services optimieren können. Dabei schauen wir uns auch DNSSEC an. Für uns als Großprovider ist das jedoch ein sehr umfangreiches Projekt. Wir prüfen auch, welche Themen für unsere Kunden am relevantesten sind und setzen diese nach entsprechender Priorisierung um.

      Ich bedaure, dass ich hier keine Neuigkeiten für Dich habe.

      Viele Grüße
      Lisa

      Antworten

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