Webshop-Analyse Teil 1: Wie läuft der Laden?

Webshop-Analyse Teil 1: Wie läuft der Laden?

Erfolgreiche Shop-Betreiber wissen über ihre Kunden Bescheid. Die richtigen Maßnahmen verhelfen ihnen zu mehr Umsatz.

Welche Waren sich am besten verkaufen, welche Kosten für den Shop-Betrieb anfallen, was am Ende übrig bleibt – diese Zahlen kennt jeder Online-Händler. Einfach gesagt: Einnahmen und Ausgaben sind klar. Doch wie kommt es dazu? Was macht Besucher zu Kunden, während andere den Shop nach Sekunden verlassen? Weshalb werden manche Warenkörbe stehen gelassen, andere sofort bezahlt?

Wie sich Online-Käufer verhalten und warum, lässt sich mit verschiedenen Methoden untersuchen. Dabei greifen betriebswirtschaftliche und technische Erkenntnisse. Die Webshop-Analyse hilft, Kunden besser kennenzulernen und den Shop an ihre Bedürfnisse anzupassen. Nur so werden aus Interessenten Käufer.

Webshop-Analyse ist ein laufender Prozess. Clevere Internet-Händler haben ihre Kundschaft immer im Blick und können sofort reagieren, wenn es irgendwo hakt.

Schwachstellen im Shop finden und ausmerzen

Die erste Aufgabe der Webshop-Analyse besteht darin, Schwachstellen im Shop zu finden und zu beseitigen. Ziel ist eine optimale Bedienbarkeit – englisch: Usability.

Betreiber kleiner Webshops können ihren Shop von Freunden und Bekannte testen lassen. Stellen Sie den Probanden Aufgaben, zum Beispiel: „Kaufe eine dunkle Damenjeans in Größe 38“. Die Tester sollen alles laut sagen, was ihnen in den Sinn kommt. Beobachten Sie dabei ihr Verhalten. Was klappt gut? Wo stolpern mehrere Testpersonen?

Ganz wichtig sind Kundenmeinungen. Sie lassen sich beispielsweise mit Feedback-Formularen sammeln. Ein Gutschein für den nächsten Einkauf kann als Anreiz dienen, an Umfragen teilzunehmen.

Professionelle Usability-Labors führen ausgeklügelte Befragungen durch. Diese Dienstleistungen kosten viel Geld und lohnen sich nur für große Online-Shops. Mit Spezial-Software werden Mausbewegungen, Klicks und sogar Augenbewegungen aufgezeichnet.

Gutes Design: Grundregeln für Online-Shops

Die professionellen Analysen haben aber auch einen Nutzen für kleine Shops. Sie liefern allgemeingültige Erkenntnisse über die Gewohnheiten beim Betrachten von Webshops. Bekannt ist: Wer zum ersten Mal einen Shop besucht, beschäftigt sich überwiegend mit Menüs und Schaltflächen. Erst wenn der Bedienung vertraut wird, werden die Inhalte angesehen.

Interessant: Texten wird viel mehr Zeit gewidmet als Bildern, und gute Formulierungen sind sehr wichtig. Überschriften werden stärker beachtet, kurze Absätze häufiger gelesen als lange. Für Bilder gilt: Je größer sie sind, desto länger werden sie betrachtet.

Bitte beachten Sie dazu auch unseren Crash-Kurs Webdesign.

Den Bestellvorgang analysieren und erleichtern

Besondere Aufmerksamkeit gilt den Produktseiten. Interessenten beachten Produktbilder noch vor dem Preis, entsprechend aussagekräftig müssen sie sein. Mehrere Bilder zu einem Produkt und Fotos von Farbvarianten steigern die Kaufbereitschaft.

Nicht nur der Shop-Betreiber wünscht sich, dass der Kunde schnell zur Kasse findet – auch der Kunde will nicht lange suchen. Experimente beweisen, dass mit zunehmender Verweildauer auf der Website mehr Bestellvorgänge abgebrochen werden. Deshalb ist es wichtig, den Bestellvorgang zu erleichtern. Wenige, unkomplizierte Bestellschritte erhöhen die Usability.

Achtung: Jeder zweite Bestellvorgang wird zwischen Aufruf des Warenkorbs und Bezahlung beendet – trotz Kaufinteresse. Vermeiden Sie in dieser Phase alles, was von der Bezahlung ablenkt, vor allem Hinweise auf Sonderaktionen, Gewinnspiele und Umfragen. Auch die Registrierung vor dem Kauf schreckt viele potenzielle Käufer ab. Vertrauen schaffen dagegen Hinweise zur sicheren Bezahlung und viele Bezahlmethoden sowie Garantie- und Service-Leistungen.

Ausblick: Kennzahlen-Analyse und Lösungen

Wenn sich der Shop optimal nutzen lässt, kann man sich um Marketing-Maßnahmen kümmern. Dabei kommen verschiedene Kennzahlen wie Traffic und Verweildauer zum Tragen. Diesem Thema widmen wir uns nächste Woche.

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  1. Avatar

    Rpd.Berlin sagte am

    Schade dasses noch immer keinen Webshop für der für eine Vermietung Vorlagen anbietet.
    Ich habe es einmal versucht meine Rollstuhlvermietung über einen Onlineshop zu erstellen ,war sehr mühsam und unbefriedigend. In dem „neuen“ System von Ihnen sehe ich auch keine Möglichkeit. Schade

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    • Avatar

      Philipp Wolf sagte am

      Hallo Rpd.Berlin,

      ich bedaure, dass Du keine zufriedenstellende Lösung zur Vermietung gefunden hast. Danke für Dein Feedback. Wir geben das an die Kollegen weiter.

      Viele Grüße
      Philipp

      Antworten

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