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Veröffentlicht am: 12. August 2013

Mann mit Linse

NSA, BND, Prism & Co.: Warum Datenschutz so wichtig ist (1. Teil)

Seit Wochen schwirrt das Thema Datenschutz durch die Medien. Was die NSA und andere Geheimdienste letztlich genau überwachen, ist immer noch unklar. In unserer Artikelserie bei STRATO bloggt beleuchten wir in den kommenden Wochen, wie jeder zu einem bewussteren Umgang mit seinen Daten gelangt und warum das wichtig ist.

„Ich habe nichts zu verbergen“ – dieser Satz ist beinahe schon sprichwörtlich, geht es um die Haltung vieler zu den Abhörenthüllungen zum US-Geheimdienst. Falsch! Die ursprüngliche Idee hinter Datenschutz lautet: Niemand sollte an die Daten Dritter gelangen, ohne dass diese zugestimmt haben – und schützenswerte Daten Dritter entstehen ständig. Wir surfen daheim und bei der Arbeit, melden uns bei Social-Media-Seiten an, Zahlen beim Onlineshopping mit Kreditkartendaten oder sind mobil mit dem Smartphone im Netz.

Kritischstes Thema derzeit ist der Schutz eigener Daten vor dem Zugriff von Staaten. In Deutschland heißt das beispielsweise, dass es einen richterlichen Beschluss und einen konkreten Verdacht braucht, bevor die Verbindungsdaten eines Nutzers zu Ermittlungszwecken herangezogen werden dürfen. Gespeichert werden dürfen diese nur für kurze Zeit. Diese Regel beruht auf dem anerkannten Rechtsgedanken, die Bürger vor Missbrauch und Willkür zu schützen.

Mit den eigenen Daten bei Unternehmen sparsam zu sein, schützt beispielsweise vor Werbeflut und Weiterverkauf der Daten. Wer das noch nicht allzu schlimm findet, braucht wenig Phantasie für unangenehme künftige Entwicklungen: Geringere Versicherungsprämien für Menschen, die per Selftracking beweisen, dass sie fleißig trainieren oder schlechte Kredite für Bankkunden, die in Straßenzügen mit schlechtem Schufa-Score-Durchschnitt leben.

Datenschutz ist für Kunden auch als Schutz vor Identitätsdiebstahl durch Hacker sinnvoll – wenn Diebe Kredit- oder Kontodaten stehlen und damit auf Einkaufstour gehen, droht nicht nur Geldverlust, sondern auch ein schlechter Schufa-Eintrag. Wenn dann der echte Inhaber der Karte versucht, im Elektronikmarkt auf Raten zu kaufen, droht eine Ablehnung, ohne dass der Kunde die Gründe dafür nachvollziehen kann. Seine Daten unterwegs und im eigenen WiFi-Netzwerk gegen Hacker zu schützen, ist also sehr sinnvoll. Auch wer an Rechnern mit mehreren Usern sitzt, sollte seine Daten schützen, sonst sind Login-Daten und Passwörter vom nächsten Benutzer einsehbar.

All diese Szenarien zeigen: Jeder User hat eben doch etwas zu verbergen oder mindestens zu schützen.

Wer mehr lesen will, findet an vielen Stellen im Internet weiterführende Informationen:

Datenschutz – Ein Blick in die Geschichte

Auch wenn Internet und Datenschutz heutzutage beinahe täglich diskutiert werden: Das öffentliche Bewusstsein für Datenschutz ist recht jung. Das erste Datenschutzgesetz der Welt wurde 1970 in Hessen verabschiedet. Heute gilt das sogenannte „Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung“ – wobei sich auch hier einige Experten fragen, wie weit es mit diesem Grundrecht angesichts der geheimdienstlichen Totalüberwachung her ist. In der Theorie beruht es jedenfalls auf zwei Pfeilern: Der Zweckbindung und der Sparsamkeit. Das heißt, dass Daten nur zu einem bestimmten Zweck passend und nur im notwendigen Umfang erhoben werden dürfen – beispielsweise dürfen bei Online-Bestellungen von Kinokarten keine Angaben zum Familienstand abgefragt werden.

Über den Autor:

Der Autor der Datenschutz-Serie ist Gastautor bei STRATO bloggt und arbeitet in Süddeutschland als freier Journalist zu IT- und Kultur-Themen, unter anderem für Tageszeitungen, Webseiten und die Nachrichtenagentur dpa.

Haben Sie Fragen oder Themenwünsche? Bitte schreiben Sie diese in die Kommentare.

Der Autor:

Autor: Christina Witt

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