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Veröffentlicht am: 17. Januar 2018

Das Büro am Instituto.

Update MoçamBIT: Von E-Learning und Servern, die Stromausfällen trotzen

Seit mittlerweile gut sieben Jahren engagiert sich STRATO für die IT-Ausbildung im ostafrikanischen Mosambik. Am Anfang haben wir dafür einen Container mit der für ein PC-Labor benötigten Hardware verschifft. Inzwischen ist das Projekt schon einige Schritte weiter.

Aktuell werden rund 200 Berufsschullehrer am ISDB (Institut Superior Dom Bosco, ISDB) ausgebildet. Aus einer kleinen Bildungsinitiative ist so in den letzten Jahren ein eigenständiges Entwicklungsprojekt geworden – auch dank starker Partner wie dem Solidaritätsdienst International e.V. (SODI), dem Ausbildungsverbund der Berliner Universitäten (AFIB) und der Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ).

Das MocamBIT-Team.

Das aktuelle MoçamBIT-Projektteam im Herbst 2017.

Dringend benötigt: Berufsschullehrer

Der Bedarf an Bildung in Mosambik ist riesig, noch immer arbeiten rund 80 Prozent der Bevölkerung in der Landwirtschaft. Das Land gehört nach wie vor zu den ärmsten der Welt.

Im Mittelpunkt von MoçamBIT steht deshalb zunächst die Ausbildung qualifizierter Berufsschullehrer, die ihr Wissen an Schüler weitergeben können und so als Multiplikatoren dienen. Traditionell gibt es keine Ausbildung von Fachlehrern an mosambikanischen Universitäten. Diese Lücke werden wir mit dem Projekt sicherlich nicht komplett schließen können. Das ISDB gehört jedoch zu den wenigen Einrichtungen im ganzen Land, die überhaupt Berufsschullehrer ausbilden. In der Hauptstadt Maputo gibt es dank des Institutes und der fachlichen Unterstützung inzwischen eine gute Basis für die Berufsausbildung.

Mit E-Learning vergrößert sich die Reichweite

Eine Herausforderung ist es, mit dem Angebot auch die Menschen in den ländlichen Gebieten zu erreichen. Zum Vergleich: Mosambik ist mehr als doppelt so groß wie Deutschland. Viele Straßen im Land sind unbefestigt und in relativ schlechtem Zustand, sodass die Wege oft lang und mitunter gefährlich sind. Überraschender Weise ist die recht junge Mobilfunkinfrastruktur jedoch deutlich besser entwickelt als hierzulande. Kurzum: Internet gibt es mitunter selbst tief im Landesinneren Mosambiks.

Seit dem vergangenen Sommer arbeiten wir am Aufbau einer E-Learning-Plattform – eine echte Chance für die Region. Das Ziel der Projektverantwortlichen ist es, das Einzugsgebiet zu vergrößern und so noch mehr angehende Lehrer, aber auch Schüler mit Distance-Learning-Angeboten ausbilden zu können. Hierzu gibt es eine enge Zusammenarbeit mit dem Cisco Networking Academy Programm.  Die Materialen für unterschiedliche Themen werden dort bereits in verschiedenen Sprachen angeboten – darunter auch Portugiesisch, welches in Mosambik neben unzähligen Stammessprachen und Dialekten gesprochen wird.

Das ISDB wird 2018 offiziell als Cisco Networking Academy akkreditiert und damit berechtigt sein, die E-Learning-Materialien zu verwenden. Das Hosting der Plattform läuft über die Serverumgebung, die mit Hardwarespenden von STRATO im vergangenen Jahr aufgebaut wurde.

Screenshot der E-Learning-Plattform.

Screenshot des E-Learning-Materials zum Thema Linux.

Redundanz hilft gegen die rauen Betriebsbedingungen

In Mosambik sind die Anforderungen an die Technik anspruchsvoll: Häufig fällt der Strom aus und auch die Staubbelastung ist hoch. Diesen Herausforderungen können wir nur bedingt mit Notstromaggregaten begegnen. Die gesamte Konfiguration muss sehr robust sein – nach dem Prinzip „keep it silly simple“. Aufwändige Clustertechnologien wären unter diesen Bedingungen zu fehleranfällig.

Da nicht immer ein Admin vor Ort ist, laufen die wichtigsten Server deshalb seit diesem Sommer redundant. Außerdem haben wir die Möglichkeit der Fernwartung implementiert: Backups sind nun automatisiert und es gibt eine leicht bedienbare Monitoring-Lösung zur Überwachung des Netzwerks. Auch der Netzwerkadministrator am Instituto wurde weiter trainiert, sodass er das Tagesgeschäft nun selbst übernehmen kann. Falls es doch einmal hakt, gibt es seit 2017 eine WhatsApp-Gruppe und weitere Kommunikationskanäle, über die alle Projektbeteiligten beratend zur Seite stehen. Und im Notfall können wir sogar von Berlin aus per Remote-Steuerung auf die Systeme schalten. Wichtiger Grundsatz dabei: So wenig Hilfe wie möglich, soviel Hilfe wie nötig.

Neues Jahr, neue Ziele

Parallel zum Ausbau der technischen Infrastruktur unterstützt MoçamBIT auch weiter bei den Inhalten der Ausbildung: Gemeinsam mit der Schulleitung arbeiten wir in 2018 weiter an den Curricula für die Ausbildung zum Berufsschullehrer für Netzwerkadministration und Softwareentwicklung. Auch die Ausbildung weiterer Fachrichtungen ist in Planung. Und auch der Unterricht im Instituto selbst bleibt ein Thema: Wir unterstützen bei der Einrichtung von Praxislaboren und greifen dabei auch auf die Expertise des Oberstufenzentrums IMT in Berlin zurück, an dem auch die STRATO Azubis ausgebildet werden.

Zusätzlich plant MoçamBIT für 2018 etwas ganz Besonderes: Mit der Unterstützung verschiedener Partner wollen wir ein Stipendienprogramm entwickeln und so einem Schüler eine dreijährige IT-Ausbildung in Berlin ermöglichen.

Du willst genauer wissen, was wir in den vergangenen Jahren in Mosambik auf die Beine gestellt haben? Im Projektblog mocambit.org sind alle Einzelheiten dokumentiert.

Der Autor:

Autor: Bianca Restorff-Adrion

Hallo, ich bin Bianca Restorff-Adrion und Corporate Communications Manager bei STRATO.

2 Kommentare

  1. Cristino Guambe sagte am 25. Januar 2018 um 10:17:

    2017 was so good to be with you. Like it.

    Antworten

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