Domain-Kauf: Das müssen Sie beachten

Domain-Kauf: Das müssen Sie beachten

Die Idee für Ihre neue Website ist längst geboren – was noch fehlt, ist eine passende Domain. Die können Sie neu registrieren – oder Sie erwerben eine bereits registrierte Domain, die zum Verkauf angeboten wird. Das ist eine einmalige Chance, eine besondere Adresse zu erhalten. Trotzdem sollten Sie nicht Hals über Kopf zuschlagen. Vorm Domain-Kauf müssen Sie wichtige Dinge klären.

Domain-Händler wie Sedo.de bieten eine interessante Auswahl an Web-Adressen. Welche soll man kaufen? Selbstverständlich muss die Domain thematisch zu Ihrer neuen Website passen, einprägsam sein und neugierig machen. Für die gelungene Platzierung in Suchmaschinen ist ein klug ausgesuchter Domain-Name ebenso wichtig. Doch die beste Adresse nützt nichts, wenn sie rechtliche oder technische Fallstricke aufspannt.

Ein weites Feld: Domain-Rechtsverletzungen

Bei Domain-Registrierungen gibt es eine ganze Reihe möglicher Rechtsverletzungen, die oft in kostenpflichtigen Abmahnungen enden. Sie betreffen meist den Domain-Namen selbst, die so genannte Second Level Domain. Viel seltener sind Rechtsstreite wegen womöglich falsch gewählter Domain-Endungen, den Top Level Domains.

Merken Sie sich als Faustregel: Der Domain-Name sollte keine Markennamen, keine Unternehmensnamen, keine Produktbezeichnungen und keine Namen prominenter Persönlichkeiten enthalten! Eine Ausnahme: Ihren eigenen Vor- und Zunamen dürfen Sie immer verwenden, auch wenn er einem berühmten Namen ähnelt oder gar gleich ist. Dagegen sollten Sie den Namen Ihrer eigenen Firma nur nutzen, wenn er keine Rechte Dritter verletzt. Beispielsweise wäre „Computer-Mustermann“ möglich, wohingegen „Apple-Computer-Mustermann“ allenfalls mit Einwilligung von Apple registriert werden sollte. Eine ausdrückliche Erlaubnis wäre Voraussetzung.

Offensichtlicher Betrug: Tippfehler-Domains

Ein Fehler wäre auch der Versuch, eine Domain zu kaufen, die sich nur durch einen Buchstabendreher von einem Markennamen unterscheidet. So genannte Tippfehler-Domains nutzen typische Fehleingaben, um Besucher von bekannten Websites abzulenken. So ein offensichtlicher Betrug wird früher oder später auffliegen und mit Sicherheit Rechtsstreitigkeiten nach sich ziehen. Denken Sie daran: Bei allen Domain-Rechtsverletzungen haftet der Inhaber der Domain, der bei der zuständigen Registrierungsstelle als solcher eingetragen ist.

Verwechslungsgefahr: Gleiches und Ähnliches

Des weiteren ist zu prüfen, ob es bereits Websites mit identischen oder ähnlichen Namen unter anderen Top Level Domains gibt. Idealerweise sollte das nicht der Fall sein, und falls doch, sollten diese Websites durchweg positive Inhalte haben. Bei der Überprüfung verfügbarer und bereits registrierter Domains hilft in der Regel die Domain-Abfrage eines Webhosters. Nach Eingabe der gewünschten Adresse werden verfügbare und bereits registrierte Top Level Domains angezeigt. Daraufhin können Sie alle schon registrierten Adressen inhaltlich kontrollieren, indem Sie diese im Browser aufrufen.

Die klassischen Domain-Endungen wie „.de“ oder „.com“ sind nicht nur weit verbreitet, sie erzielen oft auch gute Ergebnisse in Suchmaschinen. Dafür sind jedoch deutlich weniger attraktive Adressen mit diesen Endungen verfügbar als mit „exotischen“ Top Level Domains. Die neuen Top Level Domains wie „.berlin“, „.restaurant“ oder „.website“ sind nicht nur interessante Alternativen. Vielmehr bietet es sich an, beim Kauf einer „.de“- und „.com“-Domain auch passende Domains aus dem großen Fundus neuer Endungen zu reservieren. So wird der Name der Website mehrfach gesichert und die Haupt-Domain ist dank Weiterleitung unter mehreren Adressen erreichbar.

Vorab-Recherche: Verschiedene Dienste helfen

Der gute Ruf der Adresse entscheidet wesentlich über den Erfolg Ihrer Website. Ein schlechtes Image lässt sich kaum ausmerzen. Recherchieren Sie deshalb vorm Domain-Kauf, ob es mit Ihrer Wunsch-Domain negative Erfahrungen gibt. Googeln Sie nach der Adresse inklusive Domain-Endung und versuchen Sie herauszufinden, wie die Adresse bislang genutzt wurde. War die frühere Website vertrauenswürdig und bot sie positive Inhalte? Achten Sie auch darauf, wer der Domain-Inhaber war. War er seriös?

Wie eine Website früher aussah, lässt sich in vielen Fällen über www.archive.org/web prüfen. Geben Sie die Adresse ins Suchfeld ein und klicken Sie im Kalender einen Tag an. Folglich wird die Website in ihrem damaligen Aussehen angezeigt.

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  1. Avatar

    Katahrina sagte am

    Ich möchte gerne meine Domains von 1und1 zu Strato wechseln. Jetzt habe ich gesehen das es bei Strato Domain Pakete gibt wo inkl. 5 Domains angeboten werden. Kann ich diesen Paket nutzen wenn ich 5 Domains von 1und 1 zu Strato wechsel. Wie muss ich vorgehen? Die Authinfo Code habe ich schon angefordert von 1 und 1.

    Vielen Dank

    Antworten
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