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Veröffentlicht am: 08. September 2017

frischer Kaffee

Zum Tag des Kaffees: von Früchtetee und glücklichen Farmern …

STRATO und Kaffee – was hat das miteinander zu tun? Mit unserem Technikvorstand René Wienholtz haben wir einen echten Kaffeeliebhaber, -kenner und Barista an Bord. Wer Tipps für den richtigen Kaffeegenuss braucht, weiß, an wen er sich wenden muss – oder nimmt an Renés Kurs „Coffee for Geeks“ teil.

Heute, am Tag des Kaffees, meldet sich René mit einer Ode an die Kaffeebohne zu Wort:

Ein Coffee-Nerd stellt sich vor

René bei einer Tassee Kaffee

Ein echter Coffee-Nerd: STRATO Technikvorstand René.

Heute schreibe ich, René, einmal selbst. Warum? Wer in der Historie des STRATO Blogs sucht, der findet einen Beitrag von 2013, in dem wir zum Tag des Kaffees über selbigen und dessen Zubereitungsmethoden berichten. Ich gebe es unumwunden zu: Ich bin ein Coffee-Nerd im besten Sinne – mit eigenem Instagram-Feed und allem, was dazugehört. Und das bereits seit 2001, seitdem ich den Genuss des Kaffees für mich wiederentdeckt habe.

Schwimme auf der „Third Wave of Coffee“

In den nunmehr vier Jahren seit dem letzten Blog-Beitrag zu dem Thema hat sich in der Welt der Bohnenzubereitung extrem viel getan. Der Titel meines diesjährigen Beitrags weist bereits den Weg zum ersten Thema, das mir wichtig ist: „Third Wave Coffee“, also die Produktion hochqualitativen Kaffees.

Man nehme dazu Bohnen aus guter Herkunft  – am besten direkt und fair gehandelt mit den Farmern –, röste sie nur leicht und genieße eine frucht- und häufiger auch säuredominante Tasse des braunen Golds. Dieser Kaffee kann im ersten Antrunk auch an blumigen Früchtetee erinnern.

„Wenn ich Fruchtgeschmack will, trinke ich Saft oder eben Tee …“, schallt mir häufig entgegen. Zugegeben: Ja, einen typischen Kaffeetrinker, der eben runde Aromen im Spektrum von Schokolade, Nuss, Karamell und Toffee erwartet, wird ein Third-Wave-Erlebnis erst einmal wenig begeistern. Auch mir ging das so. Als Kaffee-Gourmet hat man aber irgendwann alles in dem klassischen Aromenspektrum durch. Hier ein wenig mehr Nuss, da ein wenig mehr Zartbitter, dort noch ein Hauch Waldhonig. Alles schön und gut, aber eben auch ab einem gewissen Erfahrungsgrad gewöhnlich.

Lerne die Kaffeebohne als Frucht lieben

Konzentriert man sich auf das Geschmackliche am Third-Wave-Konzept, so gilt es das zu betonen, was die Kaffeebohne eigentlich ist: eine Frucht. Durch das Rösten wird das Säuerlich-Fruchtige immer mehr verdrängt. Stattdessen treten Röstaromen in den Vordergrund. Wer kennt nicht die wirklich dunkle Röstung des Italieners von nebenan, die pechschwarz daherkommt und neben den oben genannten klassischen Aromen sogar manchmal einen Hauch Rauch und Holz mit sich bringt, wenn man sie als Espresso zu sich nimmt.

Röstet man weniger dunkel, bleiben die blumigen und fruchtigen Töne im Vordergrund. Die Röstung selbst verpasst dem Kaffee die Süße und vermindert Unerwünschtes wie zum Beispiel extreme Säure. Diese Art der Röstung eignet sich primär für Brühverfahren. In den letzten Jahren wird sie aber auch immer häufiger als Espresso bezogen.

Erhalte durch Säure im Kaffee den Wow-Effekt

Stichwort Säure: Diese kann man im Grunde in jeder hellen Röstung – mal mehr, mal weniger – wiederfinden. Vollständig ausblenden lässt sie sich nicht. Vielmehr ist sie sogar gewünscht, um die natürlichen Fruchtaromen zu erhalten.

ein alter Kaffee-Röster

Bei seinem Besuch in einer alten Kaffee-Rösterei in Barcelona hat René dieses Schmuckstück fotografiert.

Genau das ist es auch, was die meisten Menschen „schockiert“. In einigen Berliner Szene-Kaffeeläden beobachte ich oft das Gleiche: Die Tasse geht über den Tresen, es wird probiert und dem Verkostenden entfährt ein „Uhh, das Zeug ist ja sauer“. Korrekt. Wer allerdings „genauer hinschmeckt“, dem öffnen sich nach dem ersten Säureerlebnis komplett neue Welten. Plötzlich tauchen da Blaubeere, Jasmin, Himbeere, getrocknete Aprikose oder gar Paprika am Gaumen auf. Das ist der Wow-Effekt, mit dem man belohnt wird, trinkt man sich in diese Welt ein.

 

 

Fördere die Produzenten

Über das Geschmackliche des Third-Wave-Kaffees hinaus, ist es enorm wichtig, die Lebensbedingungen der Produzenten zu fördern. Wie zuvor kurz angerissen, wird angestrebt, dass der Röster möglichst in direkte Handelsbeziehungen zu den Farmern tritt. So lässt sich sicherstellen, dass ein fairer Anteil des teils hohen Preises der qualitativ hochwertigen Bohnen auch beim Bauern ankommt.

Häufig ist es leider immer noch so, dass die Farmer ihre Ware knapp über – oder manchmal sogar unter – dem Erzeugungspreis in Auktionen losschlagen können, die dann an Großkonzerne gehen. Das erklärt sicher die in Deutschland eher günstigen Kaffeepreise, führt aber eben auch zu qualitativ schlechterer Produktion und Hungerlöhnen. Auch „Fair Trade“-Siegeln oder ähnlichen Zertifizierungen stehe ich kritisch gegenüber, da bei diesen Labels der Mehrpreis, der dafür verlangt wird, mehrheitlich nicht beim Erzeuger ankommt.

Renés Tipps für Kaffeeliebhaber

Abschließend mein Aufruf an alle kaffeetrinkenden Leser:

  1. Begib Dich einmal in die Geschmackswelt der hellen Röstungen hinein.
  2. Gib nicht gleich beim ersten ungewöhnlichen sauren Antrunk auf, sondern konzentriere Dich auf das, was der Säure folgt.
  3. Bevorzuge beim Kaffeekauf gerne die sehr häufig um Qualität bemühten Kleinröster. Die pflegen einen transparenten Umgang mit der Herkunft des Kaffees und den Abgaben an die Bauern.

Also, traut Euch was in Sachen Kaffeegenuss! 🙂

Beste Grüße

René

Der Autor:

Autor: Lisa Kopelmann

Ich bin Lisa und Online-Redakteurin bei STRATO.

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