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Veröffentlicht am: 01. April 2015

Skizze STRATO Rechenzentrum im Weltall

STRATO plant erstes Rechenzentrum im Weltall

Der Berliner Webhoster STRATO schreibt Geschichte: Als erster Rechenzentrumsbetreiber überhaupt wagt das Unternehmen einen großen Schritt für die Menschheit und baut das erste Rechenzentrum (RZ) im All. Eine neuartige Art der Datenübertragung macht das RZ abhörsicher.

Wie funktioniert das Rechenzentrum im All?

„Die größte Energiequelle überhaupt ist die Sonne – naheliegend, dass wir uns das Licht zu Nutze machen“, erklärt STRATO Technikvorstand René Wienholtz. Auf der sonnenzugewandten Seite des Rechenzentrums-Planetoiden (siehe Grafik) bringt STRATO 20.000 Photovoltaik-Anlagen an. „Wir verfolgen unsere Green-IT-Strategie konsequent weiter und profitieren von staatlichen Zuschüssen. Was wir hier sparen, geben wir natürlich an unsere Kunden weiter“, sagt Wienholtz. Die Abwärme der Server wird über 1,5 Mio. Lamellen auf der sonnenabgewandten Seite abgeleitet.

Die Datenübertragung ins All hat STRATO in intensiven Studien überprüft. Um die nötige Bandbreite bereitstellen zu können, hat sich ein hochleistungsfähiges Mikrowellensystem bewiesen. Für die Unternehmenszentrale in Berlin arbeitet STRATO aktuell an einem überdimensionalen Maser, einem gebündelten Mikrowellen-Strahler, der auf dem Dach angebracht werden soll. Neben der entsprechenden Leistung hat der Maser einen weiteren Vorteil: Er kann von der NSA nicht abgehört werden.

Aus Nostalgiegründen baut STRATO einen Notstrom-Generator in das Rechenzentrum ein. „Ach, von manchen Dingen konnten wir uns nur schlecht trennen. Wir sehen das Monstrum als Glücksbringer. Wer weiß, wozu er gut ist: Der riesige Auspuff könnte bei Benutzung auch als Steuerdüse zur Ausrichtung der RZ-Station dienen“, sagt Wienholtz.

Was sind die Vorteile von einem Rechenzentrum im All?

Ein Rechenzentrum im Weltall hat laut STRATO viele Vorteile. Dank der Schwerelosigkeit ist die Hardware weniger anfällig für Defekte – die mechanischen Teile der Server wie z.B. Lüfter halten nahezu unendlich. Naturkatastrophen, Anschläge, Einbrecher – von den alltäglichen Gefahren auf der Erde ist das Rechenzentrum gut 50.000 Meter entfernt. Bei der Standortsuche hat die Marketingabteilung wesentlich Einfluss genommen: „An der Stratosphäre führte kein Weg vorbei“, sagt Wienholtz, „die Kollegen werkeln schon fleißig an einem Konzept für den ersten Werbespot im All. Für unseren Werbestar, Mr. Internet, haben wir bereits einen Raumfahrtanzug in Auftrag gegeben – natürlich in Übergröße, damit auch nix kneift.“

Wer arbeitet im Rechenzentrum im All?

Um die STRATO Mitarbeiter auf Alltauglichkeit zu prüfen, hat STRATO ein Boot-Camp organisiert. 10 Parabelflüge stehen auf dem Programm. Die Auswahlkriterien sind simpel: Wer die Flüge ohne Anzeichen von Übelkeit übersteht, darf nach dem letzten Flug gleich seinen Arbeitsvertrag unterschreiben. Leider haben sich nicht alle Mitarbeiter als alltauglich erwiesen. STRATO ist aktuell auf der Suche nach geeigneten Fachkräften.

Um die Mitarbeiter ins All zu fliegen, verhandelt Wienholtz aktuell mit der NASA: Zwei der vier derzeit in Museen ausgestellten Space Shuttles sollen wieder fit gemacht werden und in den Besitz des Hosters übergehen. „Wenn der Deal steht, malen wir die Schiffe in STRATO Orange an. Das ‚N’ ersetzen wir dann durch ein ‚S’“. (SASA: STRATO Space Association)

Was kostet ein Server und wie finanziert STRATO ein Rechenzentrum im All?

Ein Server im All ist natürlich nicht ganz billig. Er kostet ab 25.000 Euro aufwärts, monatlich. Wienholtz ist sich trotzdem sicher, dass die Produkte Abnehmer finden: „Unsere Zielgruppe ist klar: Weltuntergangsbeschwörer, Wiedergeburtsgläubige, ein-ewiges-Leben-ist-möglich-Visionäre und Abhör-Gegner.“ Die Kalkulation für das RZ will er nicht offenlegen. Nur so viel: Ein anonymer Spender mit den Initialen G.L. habe das Projekt erst möglich gemacht.

Wann wird das Rechenzentrum im All fertig?

Die Eröffnung ist für September 2029 geplant. „Viel länger darf es nicht dauern. Wir haben für die Eröffnungsfeier Felix Baumgartner engagiert. Er schneidet das rote Band durch und springt dann zurück zur Erde. Mit über 60 hat er gesagt, macht er das nicht mehr.“ Heiß diskutiert wird aktuell, wie das RZ heißen soll. „Ich bin ja für eine unemotionale Buchstaben/Zahlenkombination. NCC-1702 klingt doch nett.“

Da intern keine Einigkeit bei der Namensgebung besteht, hat sich STRATO dazu entschlossen, seine Kunden zu fragen. Im Blog können Kunden in den Kommentaren ihre Vorschläge posten. Der Gewinner springt mit Felix Baumgartner im Tandem zurück zur Erde.*

* Der Gewinn ist nicht übertragbar und kann nicht ausgezahlt werden. Mit der Teilnahme am Gewinnspiel verpflichtet sich der Teilnehmer zum Sprung und erteilt STRATO die Erlaubnis Fotos auf Facebook und Twitter zu veröffentlichen.

Der Autor:

Autor: Christin Berges

3 Kommentare

  1. Henrik sagte am 1. April 2015 um 11:13:

    Schöner Aprilscherz 😉

    Antworten
  2. Dr. Siegfried Krüger sagte am 1. April 2015 um 12:53:

    Als Bremer Bürger bin ich natürlich allen Initiativen im All besonders verbunden und habe mir erlaubt, die hier ansäsige Firma OHB, die für die Herstellung und Plazierung der Galileo-Satelliten verantwortlich zeichnet, auf die Initiative der Strato AG hinzuweisen. Ein joint venture ist für beide Seiten sicher ein Gewinn.

    Antworten
  3. Meftun MEDE sagte am 4. April 2015 um 0:02:

    Das beste am scherz war das “abhörsicher”…:) Danke für *APRIL APRIL*

    Antworten

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