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Veröffentlicht am: 29. Juli 2013

Peter Tuschy

Stellen bei STRATO (2): „Ich suche die richtig guten Leute“

Wir suchen Systemadministratoren in Berlin und Karlsruhe. Im zweiten Teil unserer Reihe verrät uns Peter Tuschy, warum die Arbeit in seinem Bereich so außergewöhnlich ist.

Zunächst zu dir: Was sind deine Aufgaben bei STRATO?
Ich bin Leiter des Rechenzentrums in Karlsruhe und verantwortlich für die Shared Webhosting Plattform (SWH) und HiDrive (in Berlin). Auf meiner Visitenkarte steht aktuell „Head of SWH Systems Administration“. Wenn ich irgendwann eine neue brauche, werde ich „Head of SWH and HiDrive Operations“ drauf schreiben lassen.

Unser Job ist es, Unix-Systeme mit Solaris oder Linux nach entsprechenden Projektanforderungen bereit zu stellen. Diese ergeben sich aus dem Produkt, was darauf laufen soll bzw. aus den Anforderungen der Entwickler, die die Software entwickeln. Das Bereitstellen umfasst das Aussuchen, Beschaffen und Installieren der Server. Und im Anschluss auch das Monitoring und die Pflege der Systeme. Dazu kommt auch noch die Konfiguration, das Monitoring und die Pflege von Loadbalancern, Firewalls und NAS Systemen.

Dabei schauen wir uns auch neue Technologien an: Storage-Systeme, Server, was an Server-CPUs ist gerade aktuell. Wir testen die Hardware und überlegen uns, wie wir welche Hardware optimal Einsetzen können. Als Beispiel fällt mir hier die SWH Storage Plattform Überholung ein. Da haben wir viele Storage Hersteller gefragt was Sie so zu bieten haben. Am Ende waren drei übrig die uns dann Hardware hingestellt haben zum Testen. Das waren glaub ich sechs oder sieben Racks die wir dann ca. zwei Monate ordentlich „verhauen“ haben. Dazu gehörten auch Redundanztests unter Volllast. Da probieren wir mit Vorsatz alles aus was so kaputt gehen kann.

Was kannst du zu den beiden offenen Stellen sagen?
Ich suche im Moment zwei Administratoren, einen in Berlin und einen in Karlsruhe. Wir setzen Server auf und sorgen dafür, dass alles rund um die Uhr online ist und dass keine Dienste ausfallen. Dazu gehören ausgeprägte Unix-Kenntnisse, auch in Solaris – wobei Linux bei uns immer wichtiger wird.

Wir administrieren unsere Systeme aus der Ferne mit Secure Shell (SSH) auf der Kommandozeile. Ein Terminal mit 80×24 Zeichen reicht für so ziemlich alle Aufgaben die im Ernstfall mal eben schnell erledigt werden müssen. Auch im Alltag arbeiten wir überwiegend mit SSH. Die Systeme sind so gebaut, dass ich alles fernsteuern kann – außer physikalisch Hardware tauschen.Manchmal brauchen wir auch was Buntes, wenn die Management Hardware eines Servers unbedingt mit einem Browser und Java bedient werden will. Kleines Beispiel (ohne bunt): Vor einigen Jahren saßen wir Abends beim Mexikaner. Plötzlich klingelten mehrere Telefone. Ein Host war umgefallen. Oli zog am schnellsten sein Handy und hat auf der Konsole geschaut, wie es der Maschine geht. Dann sagte er: „Die ist gerade mit einer Kernel-Panik abgestürzt und schreibt noch den Crashdump und wird gleich wieder booten.“

In Karlsruhe gehört die Affinität zur Hardware noch mehr dazu als hier bei uns. Dort hab ich auch einen richtigen Hardware-Freak. Bei dem kommt nichts ins Rack, was nicht vorher aufgeschraubt und genau untersucht wurde, wie es innen drin aussieht.

Wie müssen die Kandidaten denn ticken, damit sie ins Team passen?
Es sollten Leute sein, die Spaß an ihrem Job haben. Sie sollten kreativ darin sein zum Beispiel monotone Prozesse mit Skripten zu automatisieren oder auch das Management der Systeme zu verbessern. Und, wichtig: Sehr gründlich arbeiten. Wenn man bei SWH etwas kaputt macht, hat das potenziell Auswirkungen auf rund vier Millionen Domains. Da sollte man vorher überlegen, ob man jetzt gerade das Richtige tut.

Und was hat STRATO zu bieten?
Bei uns ist alles ein bisschen größer als man es in der Wildbahn da draußen in einem mittelständischen Unternehmen sieht. Ich hab gerade zwei Maschinen mit je 384 GB RAM bestellt, damit ein Entwickler eine Datenbank bauen kann die im RAM läuft. Wir reden bei unseren Plattformen von mehreren Milliarden Files, von rund vier Millionen Domains und ein paar Petabyte bei HiDrive. Wir haben multiple 10 Gigabit-Anbindungen in unseren Rechenzentren. Und diese Größe hat oft ganz andere und spannende Herausforderungen bei gleicher Software/Hardware.

Wie wichtig sind Ausbildung und Berufserfahrung?
Unsere Arbeit ist so hochgradig speziell, dass es nicht wirklich eine Ausbildung für einen Unix-Systemadministrator gibt. Es gibt Schulungen für dieses Unix, für jenes Unix… die sind alle unterschiedlich gut oder schlecht. Und ein Informatikstudium heißt noch lange nicht, dass derjenige für mich wirklich gut geeignet ist. Das ist sicher keine schlechte Voraussetzung. Auch ein Abschluss als Red Hat Certified Engineer (RHCE) ist eine gute Grundlage.

Klar, jemanden mit 10 Jahren Erfahrung nehme ich mit Kusshand. Dem muss ich nicht so viel beibringen. Aber genauso bin ich interessiert an jungen, motivierten Leuten die sagen: Ich will was lernen. Das hängt sehr stark am Interesse für die IT-Technik.

Vor kurzem hatte ich ein Bewerbungsgespräch mit einer jungen Frau. Der fingen die Augen an zu leuchten als ich von Servern mit 144GB RAM erzählt habe. Ich bin gerne bereit Zeit zu investieren, wenn ich erkenne dass jemand lernfähig und –willig ist. Dazu gehört aus meiner Sicht auch, dass man sich tatsächlich privat für die Materie interessiert. Wer sich außerhalb der Arbeit nicht dafür interessiert, wird wahrscheinlich nie richtig gut werden. Und ich suche die richtig guten Leute.

Vielen Dank für das Gespräch!
Haben wir Ihr Interesse geweckt? Zu unseren Stellenangeboten geht es hier.

Der Autor:

Autor: Christian Lingnau

Ich heiße Christian Lingnau und bin freier Redakteur für Hosting-Themen, insbesondere WordPress.

2 Kommentare

  1. Markus Müller sagte am 29. Juli 2013 um 18:33:

    Hallo,

    ich betreibe jetzt seit mehreren Jahren einen V-Server bei STRATO, vornehmlich zu Testzwecken.
    Nachdem ich diverse IT-Jobs, unter anderem im Helpdesk durchlaufen hatte, habe ich eine LPI I & II Zertifizierung gemacht, da mein Interessenschwerpunkt schon immer im Unix-Bereich lag und Windows allenfalls in einer Virtualisierung auf meinen Rechner kommt (wenn es sich nicht vermeiden lässt). Da ich danach keinen Einstieg als Junior-Sysadmin finden konnte habe ich wieder nahezu zwei Jahre im Service-Bereich meine Zeit vergeudet.
    Worauf ich hinaus möchte: meine persönliche Erfahrung ist das es recht schwer ist, im Anschluß an solche Formen der Weiterbildung einen Einstieg in ein konkretes Arbeitsumfeld zu schaffen. Wirklich gut wird man erst, wenn man den Praxisbezug in mittleren bis großen Serverlandschaften bekommt und ein Umfeld von Kollegen, mit denen eine qualifizierte Kommunikation möglich ist.
    Wie sieht es denn bei SRATO mit entsprechenden Praktika aus? Ich zitiere mal aus dem Artikel: „Unsere Arbeit ist so hochgradig speziell, dass es nicht wirklich eine Ausbildung für einen Unix-Systemadministrator gibt. Es gibt Schulungen für dieses Unix, für jenes Unix… die sind alle unterschiedlich gut oder schlecht. Und ein Informatikstudium heißt noch lange nicht, dass derjenige für mich wirklich gut geeignet ist.“
    Ich habe jetzt über ca. 2 Jahre immer mal wieder auf Ihre Karriereseite geschaut, an entsprechende Praktika kann ich mich jedoch nicht entsinnen.
    Natürlich hätte ich mich auf eine Stellenausschreibung bewerben können; gerade als Systemadministrator sollte man aber selber gewisse Mindestansprüche an die eigene Qualifikation stellen, folglich habe ich eine Bewerbung aufgrund meiner fehlenden Praxis als nicht angemessen erachtet.
    Meine persönliche Sicht ist dort ist eine Lücke, die geschlossen werden sollte.

    Mit freundlichen Grüßen
    Markus Müller

    Antworten
    • Peter Tuschy sagte am 30. Juli 2013 um 13:47:

      Hallo Markus,

      bewirb Dich doch einfach auf eine der Adminstellen. Ich mache mir gern selbst ein Bild von Bewerbern.
      Ein Praktikum ist nicht wirklich sinnvoll, da ich wegen der Sicherheitszertifizierung ISO 27001 einen Praktikant nicht wirklich an Live Systeme ran lassen kann. In der kurzen Praktikumszeit kannst Du das Recht nicht „erwerben“ auf produktiven Systemen zu arbeiten. Das Praktikum besteht dann nur aus Trockenübungen und nutzt weder Dir noch der Strato.

      Gruss
      Peter Tuschy

      Antworten

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