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Veröffentlicht am: 02. August 2013

Aktualisiert am: 03. Januar 2017

STRATO Mitarbeiter tauscht eine Festplatte an einer redundanten Speicherplattform aus, auf der die Daten der Online-Festplatten STRATO HiDrive gespeichert sind

Gastbeitrag: So speichern Sie Ihre Daten sicher in der Cloud

Das Vergleichsportal für Cloud Speicher, trusted,  hat im Mai eine Umfrage veröffentlicht, in der die wichtigsten Kriterien bei der Wahl eines Cloud Speicher Anbieters genannt wurden. 615 Teilnehmer nahmen an der Umfrage teil, und für 94 Prozent war der Datenschutz das wichtigste Auswahlkriterium. Ein Gastbeitrag von Stephan Martin. 

87 Prozent der User gaben des Weiteren an, dass für sie der Speicherplatz und für 84 Prozent der Preis mit ausschlaggebend ist. Führt man sich aber vor Augen, dass die Umfrage noch vor den Enthüllungen rund um den NSA-Skandal und das Prism-Programm gemacht wurden, kann man davon ausgehen, dass das Thema Datenschutz noch mehr an Bedeutung zugenommen hat. Erst durch die neusten Enthüllungen wurden vielen Benutzern neben den zahlreichen Vorteilen der Cloud Speicher auch die potentiellen Risiken bewusst.

Wie kann man seine Daten am besten schützen?

Viele Nutzer wollen auf die Vorteile eines Cloud Speichers nicht mehr verzichten – ungeachtet aller negativen Schlagzeilen, die es gerade gibt. Zu praktikabel ist es, immer und überall auf seine Daten zugreifen zu können, sei es um den Eltern die letzten Bilder der Kinder zu zeigen oder weil man gemeinsam mit anderen an Dateien arbeitet. Wer einige wenige Hinweise beachtet, kann die Vorteile der Cloud weiterhin nutzen. Wir geben Ihnen hier einige Tipps, auf was Sie achten sollten:

1. Anbieter aus Deutschland / der EU

Ein wichtiger Schritt, um seine Daten sicher zu speichern, ist bei der Auswahl eines Anbieters darauf zu achten, wo die Firma ihren Sitz hat. Firmen aus den USA unterliegen zum Beispiel dem Patriot Act, d.h. dass sie anders als in Deutschland auch ohne richterliche Verfügung die Daten den Behörden in den USA zur Verfügung stellen müssen. Demnach sollte man sich bei der Wahl eines Online Speichers nicht gerade für einen der Platzhirsche aus den USA entscheiden, wenn man sensible Daten speichern möchte.

Aber auch innerhalb der EU ist Vorsicht geboten: So weist der Datenschützer Thilo Weichert explizit darauf hin, dass der Datenschutz bei Anbietern aus Großbritannien nicht auf demselben Niveau ist wie in Deutschland. Wer diesbezüglich also auf der sicheren Seite sein möchte, sollte sich für einen deutschen Anbieter entscheiden.

Mit Vorsicht zu genießen ist auch die Aussage, wenn Anbieter damit werben, dass ihre Server in der EU bzw. explizit in Deutschland stehen. Wie bereits oben erwähnt, ist nicht der Standort der Server ausschlaggebend damit z.B. Behörden aus den USA keinen Zugriff auf die Daten erhalten sondern der Sitz der Firma. Wenn Sie sich also für einen Anbieter mit dem Sitz in den USA und Serverstandorten in der EU interessieren, sollten Sie sich dessen bewusst sein. Die sicherste Variante ist also, sich für einen Anbieter aus Deutschland mit eigenen (und am besten zertifizierten) Rechenzentren in Deutschland zu entscheiden.

2. Verschlüsselung mit privatem Schlüssel

Die meisten Anbieter werben damit, dass sie Ihre Daten verschlüsselt übertragen und auch auf ihren Servern verschlüsselt speichern. Das alles hilft aber nicht viel, wenn sich Dritte Zugriff auf den Server und dann auch zum Schlüssel für die Entschlüsselung verschaffen. Diese unberechtigte Person muss nicht immer ein Hacker sein, sondern auch ganz normale Systemadministratoren haben so Zugriff auf Ihre Daten.

Es gibt aber einen sicheren Weg, seine Daten komplett vor dem Zugriff unberechtigter Personen und Organisationen zu schützen. Verschlüsselt man seine Daten vor dem Transfer in die Cloud mit einem nur Ihnen bekannten Schlüssel (= privater Schlüssel), kann man diese sicher vor dem Zugriff dritter Personen schützen. War dies früher ein mühsamer Prozess und nur fortgeschrittenen Benutzern vorbehalten, haben sich hier inzwischen Anbieter darauf spezialisiert, leicht zu bedienende Lösungen für die gängigsten Cloud Speicher zu entwickeln. So bietet die Firma Boxcryptor beispielsweise eine leicht zu integrierende Lösung an, die auch problemlos für den STRATO HiDrive Cloud Speicher genutzt werden kann.

Seit Anfang Juni ist eine neue – und komplett überarbeitete – Version von Boxcryptor verfügbar. Die bisherige 1.x Version ist auch in Zukunft als Boxcryptor Classic verfügbar. Beide Version sind allerdings nicht miteinander kompatibel. Bei der neuen 2.0 Version wird allerdings ein Importer mitgeliefert, mit dem die Dateien aus der 1.x Version in das neue Format importiert werden können.

Um unterwegs auf die verschlüsselten Dateien zuzugreifen, ist Boxcryptor auch für Android und iOS verfügbar. Mit diesen Apps können unterwegs die verschlüsselten Dateien aus der Cloud heruntergeladen und auf dem Gerät entschlüsselt werden. Des Weiteren können auch neue Dateien via Smartphone oder Tablet verschlüsselt in die Cloud geladen werden.

Sollte man sich für einen Anbieter wie Boxcryptor entscheiden, muss man sich dessen bewusst sein, dass die Entschlüsselung der Daten nur mit dem selbst gewählten Passwort möglich ist. Das Passwort ist ausschließlich Ihnen bekannt und sind die Daten damit einmal verschlüsselt, ist es unmöglich diese ohne das Passwort wieder zu entschlüsseln.

Ihr persönliches Passwort sollten Sie demnach gut auswählen (Buchstaben, Zahlen, Sonderzeichen, Groß und Kleinbuchstaben) und auch sorgfältig aufbewahren. Am besten notieren Sie sich Ihr Passwort handschriftlich und bewahren es an einem sicheren Ort auf, damit Sie es zur Hand haben, falls Sie es z.B. nach einem längeren Urlaub vergessen haben.

Streng genommen ermöglicht eine Verschlüsselung Ihrer Daten mit einem privaten Schlüssel auch die sichere Nutzung von Cloud Speichern, deren Anbieter nicht ihren Sitz in der EU/Deutschland haben. Allerdings ist die Unsicherheit vieler User durch die neusten Enthüllungen so hoch, dass sie lieber auf Nummer sicher gehen und beide oben genannten Ratschläge – einen Anbieter aus Deutschland und die Verschlüsselung mit einem privaten Schlüssel – berücksichtigen. Frei nach dem Motto: Doppelt hält besser.

Welche Daten soll ich verschlüsseln?

Die Verschlüsselung der Daten mit einem „privaten Schlüssel“ ist sicherlich der beste Weg, seine Daten umfassend zu schützen. Allerdings müssen unserer Meinung nach nicht alle Daten immer verschlüsselt werden. Man sollte sich vorab überlegen, welche Daten man verschlüsseln möchte und welche nicht. Persönliche Daten wie z.B. ein digitales Tagebuch möchte man sicherlich umfassend schützen. Auf der anderen Seite muss man Bilder, die man aus dem Urlaub schon auf Facebook gepostet hat, sicherlich nicht mit einem privaten Schlüssel sichern.

Über den Autor
stephan-martinStephan Martin ist bei trusted für das Marketing verantwortlich und Experte für Cloud Speicher. trusted beschäftigt sich seit 2010 mit dem Thema Cloud Speicher und ist das führende Vergleichsportal in Deutschland. Weitere Informationen zu trusted erhalten Sie unter www.trusted.de.

Aktualisierung am 3.01.2017, Philipp: Das Vergleichsportal hat sich von „vetalio“ zu „trusted“ umfirmiert. Entsprechend haben wir die Benennungen aktualisiert.

Der Autor:

Autor: Christian Lingnau

Ich heiße Christian Lingnau und bin freier Redakteur für Hosting-Themen, insbesondere WordPress.

Ein Kommentar

  1. Peter sagte am 8. August 2013 um 15:24:

    Verschlüsselung ist ein ungeliebtes Kind, weil die meisten Programme in die tägliche Praxis einfach nicht zu intergrieren sind.

    Mit Boxcryptor ist das grundsätzlich anders.

    Abgesehen von der ein wenig veränderten Verzeichnis- und Laufwerksstruktur, an die man sich aber schnell gewöhnt, ändert sich in der täglichen Arbeit nichts. Wie gewohnt greift man auf die verschlüsselten Daten zu und merkt davon gar nichts, weil alles im Hintergrund läuft.

    Beim Systemstart einmal das Passwort eingetippt, läßt sich problemlos mit den verschlüsselten Daten arbeiten.

    So liegen diese Daten nicht nur auf dem Arbeitsplatz verschlüsselt vor, sondern auch auf der lokalen Sicherung und dem HiDrive. Mehr Sicherheit geht nicht, wenn man das Passwort täglich beim Arbeitsbeginn eintippt.
    Damit wären die Daten auch bei Hardwarediebstahl sicher.

    Boxcryptor kann nur jedem empfohlen werden…

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