Willkommen im STRATO Blog. Hier gibt es News und Tipps rund ums Hosting.

 

Menu

Veröffentlicht am: 08. Oktober 2015

Dame sitzt vor einem Laptop

Was passiert beim Senden einer E-Mail?

Unglaublich: Mehr als 200 Milliarden E-Mails werden jeden Tag verschickt. Dabei läuft immer derselbe Vorgang ab.*

Das Schreiben einer E-Mail dauert meist länger als das Verschicken. Eine Ausnahme machen allenfalls E-Mails mit großen Dateianhängen, deren Zustellung länger dauern kann. Doch wie klappt das überhaupt reibungslos?

Hat der Anwender auf „Senden“ geklickt, teilt das Mail-Programm die Nachricht in einen Kopfbereich (Header) und den eigentlichen Inhalt (Body) auf. Im Header stehen Informationen wie Absender und Empfänger, Datum, Betreff und Antwort-Adresse. Die Header-Daten geben später auch Auskunft über den Weg, den die E-Mail im Internet genommen hat.

Der Body besteht nicht nur aus Text. Enthält die E-Mail Dateianhänge, etwa ein Bild und ein Word-Dokument, werden die Dateien vorab in reine Textinformationen codiert, so dass sie sich verschicken lassen.

Los geht’s: Anfrage beim E-Mail-Server

Zuerst nimmt das E-Mail-Programm Kontakt zum Mail-Server Ihres E-Mail-Anbieters auf. Wenn Du STRATO Kunde bist, kommt an dieser Stelle der Mail-Server von STRATO ins Spiel, für Google Mail ist der Mail-Server von Google verantwortlich usw.

Der Mail-Server untersucht, ob die Nachricht zu groß ist, um von ihm verschickt zu werden. Andernfalls sucht der Mail-Server Deines Providers nun über das sogenannte Domain Name System (DNS) den Mail-Server des Empfängers. Findet er diesen nicht, kann der Server des Senders die Mail nicht verschicken. Ist der lokale Teil der E-Mail-Adresse (vor dem @-Zeichen) falsch, geht die Nachricht mit einer Fehlermeldung retour. Wenn Domain und Adresse existieren, wird die E-Mail an den Mail-Server des Empfängers übermittelt. Auch dieser prüft, ob die E-Mail zu groß ist.

Sicherheitsprüfung für den Empfänger

Der STRATO Mail-Server des Empfängers leistet nun noch eine wichtige Aufgabe: Bevor er die Mail an den Empfänger übergibt, untersucht er sie automatisch auf Ungereimtheiten: Ist der Absender als Spam-Versender bekannt? Gibt es allgemeine Merkmale, die auf Spam hindeuten? Sollte der Mail-Server ausreichend Verdacht schöpfen, wird die Nachricht nicht zugestellt oder landet im Spam-Ordner. Selbstverständlich werden Nachrichten bei der Spam-Prüfung nicht durch Menschen gelesen, sondern nur technisch überprüft.

Außerdem verfügen viele Mail-Server über eine Viren-Prüfung. Findet der serverseitige Virenscanner einen Schädling im Mail-Anhang, wird entweder die Datei gesäubert und die Mail mit einem Hinweis versehen, oder der Empfang abgelehnt.

Endlich ist es soweit: Sie haben Post!

Hat alles geklappt, landet die E-Mail im Postfach des Empfängers. Die genannten Prozesse laufen im Hintergrund ab und benötigen normalerweise nur wenige Sekunden. Anders wären 200 Milliarden E-Mails am Tag auch gar nicht möglich.

 

* http://de.statista.com/statistik/daten/studie/252278/umfrage/prognose-zur-zahl-der-taeglich-versendeter-e-mails-weltweit/

Tags: E-Mail

Der Autor:

Autor: Sven Hähle

Mein Name ist Sven Hähle. Ich arbeite seit vielen Jahren als Fachjournalist und schreibe für diverse Zeitschriften und Online-Portale über Digitalkultur, eBusiness und Technik.

8 Kommentare

  1. R.Wenig sagte am 12. Februar 2016 um 14:49:

    Zwei Punkte würden mich zu diesem Thema noch interessieren:
    1. Im Wikipedia ist das SMAP-Protokoll beschrieben, bei dem der Client eine E-Mail nur einmal an den Server sendet und diese dort sowohl weitergeleitet als auch auf der serverseitigen Mailbox abgelegt werden kann. Dies würde das Datenvolumen beim Senden für alle Nutzer eine IMAP Mailbox halbieren (bisher SMTP + IMAP). Insbesondere bei langsamen Verbindungen wäre das hilfreich. Warum hat sich das nicht durchgesetzt?
    2. E-Mail scheinen vielen kostenlos und unbegrenzt verfügbar zu sein und sie schicken mit großer Leidenschaft riesige Dateien an viele Empfänger. Gibt es eigentlich eine aktuell Übersicht, was das Senden von E-Mail in etwa kostet? (Stromverbrauch und CO2 durchschnittlich für die gesamte Übertragung pro MB oder statistisch für die im Beitrag genannten 200 Mrd E-Mails/Tag)?

    Antworten
    • Philipp Wolf sagte am 12. Februar 2016 um 15:13:

      Hallo R.Wenig,

      bei SMAP müsste ich auch einmal recherchieren. Hierzu melde ich mich, sobald ich mehr weiß.

      Zu Deiner zweiten Frage kann ich Dir leider keine genaue Angabe machen. Bei STRATO achten wir auf den Klimaschutz (mehr dazu hier: https://www.strato.de/ueber-uns/), allerdings gehen verschiedene Anbieter auch verschieden damit um. Deswegen ist es zum Beispiel nicht so leicht, etwa über den CO2-Ausstoß allgemein eine Aussage zu machen.

      Viele Grüße
      Philipp

      Antworten
    • Philipp Wolf sagte am 12. Februar 2016 um 15:34:

      Hallo R.Wenig,

      was ich Dir zu SMAP sagen kann: Das Protokoll ist mehr als Idee zu verstehen und noch nicht einmal ganz im Experimentalstadium angekommen. Daher konnte es sich auch noch nicht durchsetzen.

      Viele Grüße
      Philipp

      Antworten
  2. Jürgen sagte am 9. Juni 2016 um 14:42:

    Woran liegt es denn dann in diesem Zusammenhang das , wenn ich über einen virtuellen Server bei STRATO mt Sendmail Mails versende – diese bei großen Providern wie GMX oder Web. de im Spam landen ?

    Nach welchen Kriterien werden denn die Mails auf Spam geprüft ?

    Und warum wird die gleiche E-MAil – wenn ich sie nicht über meinen Strato Mail Account sondern direkt über Google versende nicht als Spam erkannt?

    Antworten
    • Nicole Stutterheim sagte am 10. Juni 2016 um 15:42:

      Hallo Jürgen,

      wir nehmen das auf und haken für Dich nach. Sobald ich was weiß, melde ich mich mit einem Update.

      Viele Grüße
      Nicole

      Antworten
    • Nicole Stutterheim sagte am 13. Juni 2016 um 15:03:

      Hallo Jürgen,

      solltest Du E-Mail-Adressen von GMX und Web.de in unseren Produkten nutzen, kann es aktuell zu Einschränkungen bei der Zustellung an andere GMX- und Web.de-Postfächer kommen. Die Ursache ist eine Mailserver-Umstellung bei GMX und Web.de, die dazu führt, dass E-Mails von GMX und Web.de nicht wie gewohnt im Posteingang eintreffen, sondern im Spamordner.

      Warum treten die Einschränkungen auf?
      Im Rahmen der Mailserver-Umstellung setzen GMX und Web.de auf die von Mail-Experten stark umstrittene Technik „Sender Policy Framework“ (SPF). GMX und Web.de möchten damit das Spamaufkommen auf ihren Servern senken. Das kann bei anderen Providern wie STRATO dazu führen kann, dass verschickte E-Mails fälschlicherweise bei GMX oder Web.de im Spam-Ordner eintreffen. STRATO setzt die umstrittene Technik nicht ein.

      Was kann ich tun, um die Einschränkungen zu umgehen?
      Um den aktuellen Einschränkungen bei der Zustellung an andere GMX- und Web.de-Postfächer zu begegnen, empfehlen wir Dir Folgendes: Weise Deine Kontakte mit E-Mail-Adressen bei GMX und Web.de darauf hin, dass E-Mails gegebenenfalls im Spamordner eintreffen.

      Weitere Informationen zur Mailserver-Umstellung von GMX und Web.de (SPF-Regelung) findest Du unter https://www.heinlein-support.de/blog/news/gmx-de-und-web-de-haben-mail-rejects-durch-spf/.

      Viele Grüße
      Nicole

      Antworten
  3. C.Langa sagte am 28. Juni 2016 um 21:36:

    Kann ich prüfen oder prüfen lassen, ob eine über Strato verschickte Email zugestellt wurde?

    Antworten
    • Philipp Wolf sagte am 29. Juni 2016 um 17:28:

      Hallo C.Langa,

      im Webmail bzw. mit Mailprogrammen kannst Du einstellen, dass Du eine Lesebestätigung für eine E-Mail beim Empfänger anforderst. Ohne die Lesebestätigung würdest Du eine Bounce-Mail erhalten, wenn die Mail nicht angekommen ist.

      Hilft Dir das weiter?

      Viele Grüße
      Philipp

      Antworten

Hinterlasse eine Antwort

Bitte beachte, dass sich Dein Kommentar auf den Artikel beziehen sollte. Wenn Du ein persönliches Kundenanliegen besprechen möchtest, wende Dich bitte an unseren Kundenservice auf Facebook, Twitter oder über Hilfe & Kontakt.
Wir freuen uns, wenn Du uns Deinen Namen hinterlässt. So wissen wir, wie wir Dich bei unserer Antwort ansprechen können.
Wenn Du Deine E-Mail-Adresse einträgst, wirst Du per Mail über unsere Antwort informiert. Sie wird zum Schutz Deiner Daten aber nicht veröffentlicht. Beide Angaben sind freiwillig.

Hier bloggen

Lisa Kopelmann
Ist Ansprechpartnerin für den Blog und berichtet über aktuelle STRATO Themen

Michael Poguntke
Schreibt über den Online-Speicher HiDrive, den Homepage-Baukasten, Webshops und Server

Thomas Ritter
Berichtet über Neuigkeiten aus dem Unternehmen

Bianca Restorff-Adrion
Schreibt über Karriere & die Menschen bei STRATO

Christian Lingnau
Bloggt über WordPress & andere CMS

Franz Neumeier
Gibt Tipps zum erfolgreichen Bloggen

Sven Hähle
Kennt sich bei Domains hervorragend aus

Patrick Schroeder
Erzählt die Stories unserer Kunden