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Veröffentlicht am: 21. November 2014

Text Schieb spricht

Schieb schreibt: Warum Big Data besser ist als sein Ruf

Ob Klimaforschung, Medizin oder Verkehr – Big Data bietet große Chancen. Gastautor Jörg Schieb über eine Entwicklung, die besser ist als ihr Ruf.

Von Jörg Schieb
Immer mehr Daten aus immer mehr unterschiedlichen Quellen blitzschnell verarbeiten, genau das verspricht Big Data. Weil Speicherplatz heute kaum noch etwas kostet, lassen sich mühelos gigantische Datenmengen speichern. Gleichzeitig werden Computer immer leistungsfähiger, für die große Datenmengen kein Problem darstellen. Sie können die angehäuften Daten leicht, schnell und kostengünstig verarbeiten. Auf diese Weise lassen sich wichtige Erkenntnisse gewinnen, etwa in Wissenschaft und Forschung, aber auch in der Wirtschaft.

Sinnvolle Einsatzgebiete von Big Data

Allerdings ist der Begriff “Big Data” mittlerweile eher negativ belegt und für die meisten deshalb einen faden Beigeschmack. Der Grund liegt auf der Hand: Große Konzerne, Onlinedienste und Werbewirtschaft durchleuchten User und Kunden. Tatsächlich werden häufig viel zu viele Daten gespeichert und verarbeitet, und das für den Nutzer auch noch völlig intransparent. Doch es gibt auch positive Einsatzgebiete von Big Data. Klassisches Beispiel ist die Klimaforschung: Klimaforscher sammeln riesige Datenmengen und werten sie mit Hilfe der schnellsten Computern der Welt aus, um Klimamodelle durchzurechnen. Je mehr Daten, je schneller die Rechner, um so besser.

Auch in der medizinischen Diagnostik sind Forscher und Wissenschaftler auf Big Data angewiesen: Supercomputer werten Diagnosen, Messergebnis oder Laborwerte aus und helfen so, neue Medikamente zu entwickeln oder ihre Wirkungsweise zu optimieren. Selbstverständlich sind die Daten hier in der Regel anonymisiert, verletzen also keine Privatsphäre. Doch nur mit Hilfe von Big Data lassen sich neue Erkenntnisse gewinnen – zum Vorteil aller.

Schweizer sparen Energie und Nerven

Auch im Bereich Verkehrsplanung kann Big Data sinnvoll sein. Das demonstriert ein Projekt der Swisscom besonders eindrucksvoll. Der Kommunikationsanbieter aus der Schweiz analysiert mit der Mobility Insights Platform für das Schweizer Bundesamt für Straßen Astra die Bewegungsdaten von Mobilfunknutzern aus dem eigenen Netz.

Mit Hilfe von Big Data wird das Verkehrsaufkommen berechnet – und teilweise auch vorhergesagt. Dazu werden die Bewegungsdaten von Autofahrern, Radfahrern und sogar Fußgängern ausgewertet – in Echtzeit. Mit Hilfe solcher Daten lassen sich Verkehrsströme besser steuern, etwa Ampelphasen kontrollieren oder auch die Nutzung von Fahrbahnen regulieren. Das Straßenamt kann auf diese Weise die Verkehrsströme optimieren.

Mehr Erkenntnisse durch Open Data

Auch Open Data ist ein positives Beispiel für den sinnvollen Einsatz großer Datenmengen. Öffentliche Einrichtungen oder Behörden stellen immer öfter ermittelte Daten zur freien Verfügung, damit sie von Dritten weiter verarbeitet werden können. Manche Anwendung kombiniert die Daten aus verschiedenen Quellen und stellt so nützliche neue Daten oder Erkenntnisse zur Verfügung. Bestes Beispiel dafür sind Apps, die vorhandene Daten über Onlinekarten von Google Maps, Bing Maps oder Open Streetmap legen.

Open Data ist besser als sein Ruf. Der verantwortungsvolle Einsatz von Big Data kann helfen, Prozesse zu optimieren, die Umwelt zu schonen, die Straßen zu entlasten, die Folgen von Krankheiten zu lindern oder Ressourcen zu schonen. Hier sollte der Schwerpunkt von Big Data liegen, denn davon profitieren wir alle. Der missbräuchlichen Verwendung großer Datenmengen, und die gibt es leider auch, müssen wir Einhalt gebieten. Das ist aber nur mit Hilfe entsprechender Gesetze möglich, die den Datenschutz von Usern und Konsumenten verbessern. Europaweit.

Der Autor:

Autor: Jörg Schieb

2 Kommentare

  1. Peter Lamparth sagte am 22. November 2014 um 11:07:

    Kann ja sein, dass Ihr im Netz toll seid, aber eine persönliche Kommunikation ist wohl nicht gewünscht. Weder per Telefon noch per FAX kann man Euch erreichen, nicht mal per normaler email, ganz toll.
    Dann schick ich halt wieder einen Brief per Post!!!
    Peter Lamparth

    Antworten
    • Christin Berges sagte am 25. November 2014 um 10:34:

      Hallo Herr Lamparth, Sie können uns persönlich kontaktieren. Gehen Sie dazu einfach auf unsere neue Kontaktseite unter https://www.strato.de/faq/ und klicken Sie unter “Sie finden nicht, was Sie suchen?” auf den Button “Kundenservice”. Wählen Sie anschließend das Thema aus, wozu Sie Hilfe benötigen. Durch einen erneuten Klick auf den Button “Experten kontaktieren” haben Sie anschließend die Möglichkeit, eine E-Mail über unser Formular zu schreiben, unsere Hotline anzurufen oder unsere Experten auf Twitter und Facebook um Hilfe zu bitten.

      Antworten

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