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Veröffentlicht am: 07. Oktober 2013

Text Schieb spricht

Schieb Schreibt: Die neuen Top-Level-Domains kommen

Diesmal erklärt unser Gastautor Jörg Schieb die neuen Top-Level-Domains wie .gmbh oder .berlin, die demnächst vergeben werden und mehr Ordnung und Übersicht ins Internet bringen sollen. Welche Endungen stehen zur Verfügung, welche Chancen ergeben sich daraus und wer profitiert eigentlich von neuen Internetendungen?

Von Jörg Schieb

Wer heute nicht im Internet zu finden ist, der ist unsichtbar. Doch es reicht nicht, einfach nur im Netz vertreten zu sein. Ideal ist eine möglichst prominente Adresse, die sich jeder gut merken und schnell eingeben kann. Denn niemand tippt gerne bandwurmlange Adressen ein, die das Risiko für Vertipper bergen. Es ist also nicht nur wichtig, überhaupt im Netz vertreten zu sein, es hat durchaus auch eine Bedeutung, unter welcher Adresse man residiert.

Das Wichtigste kommt zum Schluss

Webangebote aus Deutschland enden in der Regel auf .de, internationale Angebote oft auf .com. Auch andere Endungen wie .mobi, .net oder .biz sieht man gelegentlich. Die Endung – also das, was hinter dem letzten Punkt kommt – ist besonders wichtig. Diese Endung wird „Top-Level-Domain“ genannt. In der Anfangszeit des Internets gab es nur .com, .org, .edu oder .gov. Später kamen die Endungen der Länder hinzu, etwa .de, .ch oder .tv (für Tuvalu). Jedes Land verfügt über eine eigene Top-Level-Domain und verwaltet sie auch.

Doch längst sind alle wohl klingenden und vor allem kurzen Domains registriert. Es wird immer schwieriger, passende Domains zu finden. Abgesehen davon wird das Angebot im Internet immer breiter: Es gibt Shops, Portale, News-Angebote, Blogs und vieles mehr. Es wäre daher gut, wenn man die Inhalte direkt am Domainnamen erkennen könnte. Deshalb wurden schon vor einigen Jahren weitere Endungen wie .biz oder .mobi eingeführt, etwa für mobile Inhalte.

Mehrere Hundert neue Endungen sind geplant

Doch auch das reicht längst nicht mehr aus. Deshalb plant die ICANN (Internet Corporation for Assigned Names and Numbers), die darüber wacht, welche Adressen wir im Internet verwenden dürfen, sogenannte „neue Top Level Domains“ einzuführen. Es soll und wird künftig Endungen wie .shop, .blog oder .berlin geben. Derzeit sind Hunderte neue Endungen in Planung, die Schritt für Schritt eingeführt werden sollen.

Jede neue Top Level Domain wird von einem sogenannten „Sponsor“ betrieben, in der Regel eine Firma. Wer eine neue Top-Level-Domain betreiben möchte, musste sich bis 2012 bei der ICANN bewerben. Allein die Bewerbung kostete eine Gebühr von 185.000 Dollar. Eine Zugangserschwernis, die dafür sorgen sollte, dass nur ernsthafte Bewerbungen eingehen und auch genügend Kapital vorhanden ist, um später die Infrastruktur betreiben zu können. Darüber hinaus muss sichergestellt sein, dass keine Namens- oder Markenrechte verletzt werden. Es gibt eine Menge zu beachten, auch bei Endungen wie .berlin oder .bayern.

Die ersten neuen Top-Level-Domains sollen voraussichtlich Anfang 2014 an den Start gehen, danach werden genehmigte neue Top-Level-Domains nach und nach eingeführt und von Webhostern verbindlich zur Bestellung angeboten. Die ICANN erledigt die vorliegenden Bewerbungen blockweise, deshalb werden nicht alle neuen Top-Level-Domains gleichzeitig ans Netz gehen. Aber sie gehen ans Netz, und dadurch ergeben sich neue Chancen für alle, die im Internet vertreten sind oder vertreten sein wollen.

Neue Chancen für wohlklingende Domains

Die neuen Top-Level-Domains bieten neue Chancen, an gute, leicht einprägsame Internetadressen zu kommen, die optimal zum eigenen Angebot passen. Bei Endungen wie .blog oder .shop kann sich jeder denken, welche Inhalte sich dahinter verbergen. Unter einer .berlin-Adresse wird niemand ein Angebot aus Köln erwarten. Die neuen Endungen bringen also deutlich mehr Übersicht. Und während meyer.de längst vergeben ist, besteht zumindest eine gewisse Chance, neue Domains wie meyer.shop oder meyer.blog zu registrieren.

Sobald die neuen Endungen offiziell am Start sind, können Sie bei Webhostern verbindlich bestellt werden. Die Hoster sind bei der administrativen Abwicklung behilflich. Wer eine schicke Internetadresse mit neuer Top-Level-Domain ergattern will, darf allerdings nicht trödeln. Sobald verbindliche Bestellungen zugelassen sind, sollte man loslegen, damit andere einen nicht überholen. So gute Chancen, eine gute Domain zu ergattern, gab es jedenfalls schon lange nicht mehr.

Über den Autor:

Jörg Schieb ist Buchautor und Journalist aus Düsseldorf, unter anderem arbeitet und moderiert er für das WDR Fernsehen, den WDR Hörfunk, wdr.de, Deutschlandradio Kultur, Stiftung Warentest und viele andere.

Tags: Domains · neueTLDs

Der Autor:

Autor: Jörg Schieb

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