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Veröffentlicht am: 26. November 2013

Text Schieb spricht

Schieb schreibt: Das Internet der Zukunft

Diesmal erklärt unser Gastautor Jörg Schieb, wie das Internet in zehn Jahren aussehen könnte: Wir werden überall online gehen können, uns über günstigere Mobilfunktarife freuen und internettaugliche Gadgets benutzen. Eine kleine Zeitreise ins Jahr 2023 – und darüber hinaus.

Von Jörg Schieb

Längst haben wir uns daran gewöhnt, immer online gehen zu können. Ein Trend, der sich weiter fortsetzen wird. In zehn Jahren gibt es überall Internet, durch öffentliche WLANs und Mobilfunknetze. Selbst in unwirtlichen Gebieten wird niemand auf Internet verzichten müssen. Nicht umsonst experimentiert Google gerade mit Spezial-Ballons (Project Loon), die man in die Höhe steigen lässt, um von dort dauerhaft riesige Gebiete wie das australische Outback mit Onlineanbindung zu versorgen.

Schneller ins Netz – und günstiger

Die Mobilnetze werden schneller und günstiger. Weil die Konkurrenz durch öffentliche WLANs zunimmt, werden die mitunter horrenden Preise für mobile Datennetze spürbar fallen, vor allem für LTE. Das ist gut so, denn schnelle Datennetze brauchen wir auf jeden Fall. Denn in zehn Jahren ist es selbstverständlich, dass wir auch große Datenmengen mobil übertragen. Videos zum Beispiel. Selbst Live-Videos, etwa aufgenommen mit einer Datenbrille wie Google Glass. Von solchen Gadgets wird es in zehn Jahren jede Menge geben.

In zehn Jahren werden noch viel mehr Geräte als heute internettauglich sein. Das „Internet of Things“ (IoT) kommt. Kameras, Autos, Fernseher, Haushaltsgeräte, Joggingschuhe: Künftig ist überall ist Internet eingebaut. Entweder, um mobil Daten übertragen zu können – Fotos, Videos und Audios landen immer öfter direkt im Netz. Oder, um jederzeit gesteuert und kontrolliert werden zu können, etwa Geräte im Haushalt. Internetanbindung wird so selbstverständlich wie ein Ein-/Ausschalter.

Internet of Things: Alles ist mit allem vernetzt

Wir werden uns daran gewöhnen, dass alles mit allem vernetzt ist. In der Regel werden wir das sogar wollen, weil es den Komfort erhöht. Für alles gibt es eine App. Das bedeutet aber auch, dass wir gigantische Datenmengen übertragen werden, die alle in der Cloud landen, damit sie dauerhaft und überall zur Verfügung stehen – und damit sich unsere Geräte die Daten teilen können. Musik? In der Wolke. Familien-Videos? In der Wolke. Fotos? Sowieso in der Wolke. Trainingsdaten? Klar, in der Wolke…

Fernsehsendungen werden wir nicht mehr aufzeichnen müssen – das machen die Sender für uns. Die Bedeutung der Mediatheken nimmt zu. Wir können zwar auch in zehn Jahren noch live fernsehen, auch und immer öfter übers Netz und nicht zwingend auf dem Fernseher. Vor allem aber können wir verpasste Sendungen zeitversetzt online abrufen. Nicht mehr nur einen kleinen Teil der Sendungen, sondern alle. Auf Fernseher, PC, Notebook, Tablet oder Smartphone.

Werbung wird noch persönlicher – in Wort und Bild

Der Preis für so viel Flexibilität: Online-Anbieter erfahren noch mehr über uns. Weil immer mehr Geräte vernetzt sind, fallen auch immer mehr Daten an. Wo gehen wir ins Kino, wann heizen wir, was kaufen wir ein? Big Brother weiß Bescheid – und nutzt sein Wissen. Individuell auf uns zugeschnittene Werbung wird weiter perfektioniert. Außerdem bekommen wir Werbung zu hören und zu sehen, die uns direkt mit Namen ansprechen, oder Werbevideos, in denen die Gesichter von Freunden zu sehen sind, die unsere Gewohnheiten aufgreifen. Und das nicht nur zu Hause auf PC oder Tablet, sondern auch unterwegs auf dem Smartphone oder zu Hause auf dem Fernseher.

Wir werden trotzdem Gebrauch von den Möglichkeiten machen. Denn es ist schon praktisch, von unterwegs die Heizung zu steuern, jederzeit den Stromverbrauch kontrollieren zu können oder online einzukaufen. Apropos: Onlineshopping wird zunehmen. Offline-Shopping verändert sich ebenfalls, geht online: Wir gehen an einem Restaurant vorbei und bekommen ein Menü zum Sonderpreis kredenzt. Wir passieren ein Schuhgeschäft, das Handy vibriert und wir sehen die neuen Traumschuhe. Und an der Kinokasse anstehen ist auch nicht mehr nötig: Das Smartphone weiß, dass wir in der Lounge stehen. Ein Fingertippen, schon ist der Eintritt bezahlt.

Das Web in 10 Jahren

Auch das Web verändert sich. Die zunehmende Vernetzung wird auf Webseiten sichtbar: Alles ist mit allem vernetzt. Fotos, Videos, Infoschnipsel, Audios, Clips aus sozialen Netzwerken erscheinen auf Webseiten, die sich per Mausklick oder Fingertippen individuell gestalten lassen. Der Benutzer kann bestimmen, wie seine Lieblingsseite aussieht, alles im Baukastenprinzip zusammenstellen. Trends wie 3D werden sich allerdings nicht durchsetzen. Schon allein deswegen, weil das Web immer mehr mobil genutzt wird, unterwegs.

Heute schon gibt es „Responsive Design“: Webseiten passen ihr Layout automatisch an das Gerät an, das wir nutzen. In Zukunft passen Webseiten Layout und Inhalt aber auch automatisch auf unseren Aufenthaltsort und unsere Umgebung an. Wetter, Temperatur, Beleuchtung: Kann alles eine Rolle spielen, auch, ob wir alleine oder in Gesellschaft sind, zu Hause oder unterwegs. Wir werden sicher nicht alles mögen, was uns erwartet. Aber manches schon – und an das andere gewöhnen wir uns.

Über den Autor:

Jörg Schieb ist Buchautor und Journalist aus Düsseldorf, unter anderem arbeitet und moderiert er für das WDR Fernsehen, den WDR Hörfunk, wdr.de, Deutschlandradio Kultur, Stiftung Warentest und viele andere.

 

 

Tags: web

Der Autor:

Autor: Jörg Schieb

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