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Veröffentlicht am: 17. Februar 2014

Text Schieb spricht

Schieb schreibt: Das Internet der Dinge: 2014 kommt das Überall-Netz

Diesmal erklärt unser Gastautor Jörg Schieb, warum dieses Jahr das Internet der Dinge (Internet of Things) so wichtig wird, warum Google in den Markt investiert und wie das Internet konkret immer mehr in unseren Alltag eindringt.

Von Jörg Schieb

Das „Internet der Dinge“ (Internet of Things) ist der klare Trend des Jahres. Klarer Beleg dafür: Google kauft für 3,2 Milliarden Dollar (2,3 Milliarden Euro) die Firma Nest Labs, einen Hersteller von Rauchmeldern und Thermostaten. Der Onlinekonzern will zum einen von der Design-Kompetenz des Unternehmens profitieren, sich aber gleichzeitig Zutritt in das Zuhause von Millionen Menschen verschaffen. Haushaltsgeräte eignen sich hervorragend dazu, Daten zu sammeln, denn wir alle benutzen sie – und zwar täglich.

Hübsch verpackte Internet-Geräte

Nest Labs baut hübsch designte Geräte, fast schon Apple-like. Das liegt vor allem an Nest-Gründer Tony Fadell. Der hat früher bei Apple gearbeitet und die ersten iPods gestaltet. Er weiß, wie man Alltagsgegenstände schick verpackt. Und darum geht es Google: Der Onlineriese will zukünftig nicht nur Smartphones und Tablets bauen (und verkaufen), sondern auch Haushaltsgeräte – und die sollen natürlich schick aussehen, damit wir sie gerne in unsere Wohnungen lassen. Das Internet dringt in unseren Alltag ein. Und mit Alltag meine ich: In die Geräte, die wir tagtäglich benutzen. Im Haus verteilte Sensoren regeln nicht nur Anlagen, sondern sammeln rund um die Ihre Daten.

Grundsätzlich sind auch vernetzte Toaster denkbar: Die Toast-Zeit bestimmt die App. Und die wiederum erhält die nötigen Daten aus dem Netz. Auch Grill, Herd oder Backofen könnten App-gesteuert werden. Waschmaschinen und Trockner mit WLAN-Anschluss gibt es längst. Samsung hat sogar schon eine eigene Kommunikations-Software namens „Tizen“ am Start, die das Vernetzen der Haushaltsgeräte ermöglicht und überwacht. Auf der CES (Consumer Electronics Show) in Las Vegas wurde sogar eine elektrische Zahnbürste namens Kolibree vorgestellt, die dem Smartphone das Putzverhalten verrät.

Das Internet kommt ins Auto

Auch ins Auto drängt das Internet vor. Gerade erst hat Google gemeinsam mit verschiedenen Autoherstellern die Open Automotive Alliance gegründet. Das Ziel: Googles Mobil-Betriebssystem Android ins Autos zu bringen und Mobilgeräte damit zu verbinden. Smartphones, Tablets, Smartwatches und andere Geräte wie Google Glass sollen dann Kontakt zum Auto herstellen können, etwa, um die Musikanlage zu steuern, um das Navigationssystem mit Daten zu füttern oder den Bordcomputer abzufragen. Es sind aber auch Apps in Planung, die einem den Weg zum geparkten Auto weisen, wenn man in einer fremden Stadt unterwegs ist.

Apple hat ganz ähnliche Pläne und kooperiert dazu mit anderen Autoherstellern. Die nächste Version 7.1 von iOS enthält bereits erste Funktionen, die direkt und konkret fürs Auto gedacht sind. Schon dieses Jahr werden erste Fahrzeuge auf den Markt kommen, die komplett vernetzt sind.

Internet der Dinge produziert eine Menge wertvoller Daten

Alle vernetzten Geräte könnten Daten sammeln und Onlinediensten zur Verfügung stellen. Die wiederum können Profile der Nutzer anlegen und konkretisieren: Wann geht der Hausbewohner arbeiten, wann frühstückt er, wann sieht er fern, was isst er gerne und wann geht er schlafen? Landet alles im Profil – und soll helfen, den Alltag komfortabler zu machen. Auch lässt sich Energie sparen. Aber: Man verrät eben auch eine Menge über sich. Gewollt und ungewollt.

Die zunehmende Vernetzung des Alltags dient dem Komfort, doch es entstehen auch regelrechte Datenberge, die Experten als „Big Data“ bezeichnen. Spätestens seit den Enthüllungen von Edward Snowden kann man den Bedenkenträgern kaum noch widersprechen: Je mehr Daten anfallen, umso transparenter wird der einzelne. Zum einen für die Unternehmen, denen man vertraut, aufgrund des ungehemmten Zugriffs auf diese Daten durch US-Dienste aber eben auch für Regierungen. Es wird immer wichtiger, seine Daten deutschen Providern anzuvertrauen, wo möglich.

 

Über den Autor:

Jörg Schieb ist Buchautor und Journalist aus Düsseldorf, unter anderem arbeitet und moderiert er für das WDR Fernsehen, den WDR Hörfunk, wdr.de, Deutschlandradio Kultur, Stiftung Warentest und viele andere.

 

 

Tags: internet

Der Autor:

Autor: Jörg Schieb

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