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Veröffentlicht am: 12. November 2014

Festplattem Speicherplattform

Rechenzentrum ist nicht gleich Rechenzentrum

Immer mehr ausländische Unternehmen bauen Rechenzentren in Deutschland. Beim Datenschutz zählt jedoch mehr als der Standort.

Deutschland ist ein zunehmend beliebter Standort für Rechenzentren. Sichere Internetanbindungen, eine zuverlässige Stromversorgung und Rechtssicherheit schaffen optimale Rahmenbedingungen für in- und ausländische Unternehmen. Verstärkt wird der Trend durch den NSA-Skandal: „Datenschutz made in Germany“ entwickelt sich gerade für US-amerikanische IT-Dienstleister zum Verkaufsargument. So planen mit Amazon, Oracle und VMWare gleich drei Branchenriesen den Bau von Rechenzentren in Deutschland. Doch welche Datenschutzbestimmungen gelten dann eigentlich?

Datenschutz in den USA

In den Vereinigten Staaten ist Datenschutz nur geringfügig durch Gesetze oder Bestimmungen geregelt. Über den sogenannten Patriot Act können US-Behörden ohne richterliche Anordnung auf Server amerikanischer Unternehmen zugreifen. Davon betroffen sind nicht nur einheimische Firmen, sondern auch ihre ausländischen Töchter – selbst dann, wenn gesetzliche Bestimmungen des jeweiligen Landes dies untersagen. Microsoft versucht zum Beispiel vor Gericht zu verhindern, in Irland gespeicherte E-Mails herausgeben zu müssen.

Safe Harbor

Dank der „Safe Harbor“ genannten Entscheidung der EU-Kommission dürfen Unternehmen wie Google, Dropbox und Facebook personenbezogene Daten in die USA übermitteln, obwohl das Datenschutzniveau dort nicht europäischen Standards entspricht. Doch Safe Harbor beruht auf dem Prinzip der Selbstregulierung. Datenschützer kritisieren die Übereinkunft, weil die Einhaltung der Bestimmungen kaum kontrolliert wird.

Datenschutz bei STRATO

Rechenzentren und Firmensitz von STRATO stehen in Karlsruhe und Berlin. Die Speicherung und Verarbeitung von Daten finden hierzulande statt. STRATO ist deshalb an die strengen deutschen Datenschutzbestimmungen gebunden, wie sie unter anderem im Bundesdatenschutzgesetz geregelt sind. Darüber hinaus wird STRATO seit 2004 jährlich aufs Neue für exzellente IT-Sicherheit, Datenschutz und Verfügbarkeit vom TÜV nach DIN ISO 27001 zertifiziert.

„Ohne Beschluss eines deutschen Gerichts geben wir keine Inhalte von Kunden raus“, sagt Karin Dreher, Datenschutzbeauftragte von STRATO. Immer wieder gäbe es Anfragen auch von ausländischen Behörden. „Wir antworten in solchen Fällen, dass sie dazu bei ihren deutschen Kollegen ein Amtshilfeersuchen stellen müssen. Das ist aber noch nie passiert.“

Fazit

Der Standort eines Rechenzentrums allein sagt wenig aus über das Datenschutzniveau. Die Rechtslage ist nur dann eindeutig, wenn darüber hinaus der Unternehmenssitz in Deutschland liegt. Anwender sollten darauf achten, dass die Einhaltung von Datenschutzbestimmungen von einer unabhängigen Stelle kontrolliert wird.

Der Autor:

Autor: Christian Lingnau

Ich heiße Christian Lingnau und bin freier Redakteur für Hosting-Themen, insbesondere WordPress.

Ein Kommentar

  1. grep sagte am 10. Dezember 2014 um 20:57:

    Hallo …,

    die US-Amerikaner (z. B.) stillen Ihr (größer werdendes) Sicherheitsbedürfnis (u. a.) mit (immer mehr) Waffen, wir Europäer hingegen (u. a.) mit unseren (immer besser werdenden und) strenge(re)n Datenschutzgesetzen.

    In Übersee scheint man unser diesbzgl. Bedürfnis nach mehr Privatssphäre nicht verstehen, nicht teilen zu können …; leider!

    Daher liegt es nun auch an uns Europäern von unseren tollen Gesetzen entsprechend gebrauch zu machen.

    Alle (Markt-)Macht welche (insbes. )die (großen) (US-)Konzerne über uns erlangen (können), beziehen diese – i. d. R. – auch; dass ist meist’ nicht (nur) zu unserem Vorteil, ganz im Gegenteil.

    Jeder Einzelne von uns, kann somit privates auch privat halten …, mit Hilfe unserer ausgezeichneten (Datenschutz-)Gesetze.

    Ciao, Sascha.

    Antworten

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