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Veröffentlicht am: 13. August 2014

Neue Top-Level-Domains: Goldgräberstimmung ade?

Es ist noch keine sechs Monate her, dass deutsche Provider die ersten neuen Domain-Endungen – die sogenannten Top-Level-Domains (nTLDs) – eingeführt haben. Erst 150 von über 500 frei registrierbaren nTLDs sind aktuell bestellbar. Die Einführung wird sich noch Monate, wenn nicht sogar Jahre hinziehen. Trotzdem ist es für Medien Zeit, ein Zwischenfazit zu ziehen. Und das – so die c’t – könnte weder für Domainvermittler wie STRATO (Registrare), noch für Registrierungsstellen wie dotBERLIN (Registries) positiv ausgehen.

c‘t: „In der Branche macht sich Katzenjammer breit“

In der aktuellen Ausgabe der c’t (8.8.2014 / Seite 132) zieht Redakteur Holger Bleich ein erstes Fazit über die neuen Top-Level-Domains: Wie kommen sie an? Was bringen sie? „In der Branche macht sich Katzenjammer breit“, schreibt Bleich. „Die Goldgräberstimmung ist der Erkenntnis gewichen, dass man seinen Kunden mit luftigen Versprechungen nicht unbegrenzt Geld aus der Tasche ziehen kann.“

Für die Branche mag das stimmen, aber wie ist es bei uns?

Wir waren nicht in Goldgräberstimmung

Waren wir vor Einführung der neuen Top-Level-Domains im besonderen Maße euphorisch? Nein. Wir waren nie in Goldgräberstimmung. Auch Katzenjammer macht sich bei uns nicht breit. Im Gegenteil: Schon auf unserer Pressekonferenz am 29. Januar 2014 in Berlin –kurz vor Einführung der neuen Domain-Endungen – haben wir unsere Thesen über die Zukunft der neuen Top-Level-Domains vor den anwesenden Journalisten kommuniziert und diese waren alles andere als von Lobhudelei geprägt.

Das beweist die Zukunftsthese 7 von STRATO CEO Christian Böing, der schon damals eine angemessene Einschätzung zu den nTLDs abgab: „Die Hosting-Branche wird in den nächsten Jahren von den neuen Top-Level-Domains profitieren, aber der große Domain-Boom bleibt aus. Die Zahl der Domain-Bestellungen wird sich nicht verdoppeln. Früher war die Einführung einer neuen Top-Level-Domain wie eine Gelddruckmaschine. Das ist heute nicht mehr der Fall.“

Und genauso ist es bisher gekommen. Domains, die uns schon damals als aussichtsreich erschienen, haben zwar nicht den großen Boom ausgelöst, aber dennoch zu vielen neuen Domain-Registrierungen geführt. Am meisten verkauft haben wir .berlin, .tips und .photography. Im August sind die Städte-Domains .koeln und .hamburg die Top-Seller, wobei .koeln wegen des günstigen Preises wie erwartet deutlich vor .hamburg liegt.

Grund zum Katzenjammer gibt es aus unserer Sicht also nicht – zumal die beliebtesten Domains erst noch kommen: .blog, .web und .shop stehen auf der Domain-Wunschliste von STRATO ganz oben. Sie sollen 2015 starten.

Luftige Versprechen der Registrare?

Zurück zu Bleichs Zitat über die „luftigen Versprechen“. Nun, der ein oder andere Registrar mag luftige Versprechungen gegeben haben. Mit verwirrenden Begriffen wie „unverbindliche Vorbestellungen“ haben Registrare Kunden angelockt und ihnen suggeriert, sie könnten schon lange vor dem echten Bestellstart eine Domain bestellen. Dabei war und ist bei vielen Domains noch nicht einmal klar, ob sie wirklich eingeführt werden. Wie können Kunden also etwas vorbestellen, das vielleicht niemals angeboten wird?

Gar nicht. Deshalb haben wir uns bei STRATO für einen anderen Weg entschieden und im letzten Jahr die Domain-Wunschliste eingeführt. Für die mehr als 300 neuen Domain-Endungen, die erst noch eingeführt werden, können Interessenten dort ihr Interesse bekunden und so als Erste vom Start der verbindlichen Bestellung einzelner Domain-Endungen erfahren. Dem Kunden wird dabei nicht suggeriert, sich schon Domains für neue Endungen sichern zu können, die vielleicht nie eingeführt werden. Nach dem festen Sichern von Domains klingt der Name „Wunschliste“ ebenfalls nicht.

Auch beim Thema SEO lockten viele Registrare mit halben Wahrheiten: Sicher ist es eben nicht, dass Suchmaschinen .berlin-Domains bei der regionalen Suche nach Berliner Unternehmen bevorzugen. Aber die Chancen stehen gut, dass für Google zukünftig die neuen Domain-Endungen bei der Bewertung der Relevanz eine Rolle spielen – insbesondere, wenn sie sich noch stärker durchsetzen sollten.

Der Autor:

Autor: Christina Witt

2 Kommentare

  1. Michael sagte am 16. August 2014 um 15:06:

    Na ja, der Bericht liest sich aber schon so, als wäre zu mindestens der Geschäftsführer von Strato in Goldgräberstimmung gewesen und durch allerlei Marketingstrategien sollte gerade die .berlin TLD künstlich aufgepusht werden.

    Es stellt sich immer noch die Frage, wozu brauchen wir diese Domains eigentlich? Das Rankingversprechen ist nicht beweisbar und wer soll denn da noch durchsteigen? .köln .berlin .reise usw. de/com/net usw. reichen doch aus oder?

    Antworten
    • Christina Witt sagte am 19. August 2014 um 10:10:

      Hallo Michael,

      wir waren selbstverständlich positiv gestimmt und haben einen positiven Effekt durchaus kommen sehen, aber eine Goldgräberstimmung ist doch noch einmal etwas anderes.

      An der Marketingaktion für .berlin haben wir uns beteiligt, um auch unseren Kunden einen günstigen Preis für .berlin anbieten zu können. Wer seine .berlin-Domain nach dem Aktionsjahr nicht behalten möchte, kann sie wieder kündigen.

      Was die Komplexität der neuen Domain-Welt angeht, hast Du absolut recht. Es ist sehr schwer, bei all den vielen Domain-Namen noch den Überblick zu behalten. Deshalb arbeiten wir kontinuierlich daran, die Übersicht auf unserer Domain-Website zu verbessern.

      Wir werden gemeinsam sehen, welche Domains sich zukünftig durchsetzen. Uns war es zunächst erst einmal wichtig, unseren Kunden eine hohe Domain-Vielfalt anzubieten, damit sie aus dem Angebot selbst wählen können. Hier im Blog berichten wir monatlich über neue Domains. Wir hoffen, das hilft etwas, sich im Dschungel der neuen Domains zurecht zu finden.

      Antworten

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