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Veröffentlicht am: 27. Februar 2018

Oops - Fehlerseite

Blog-Pflege: Kaputte Links finden und entfernen

Links, die auf eine Fehlerseite führen, sind für Deine Leser ärgerlich. Für Suchmaschinen sind sie ein Indiz für eine schlecht gepflegte Website und somit unter Umständen ein Grund für schlechteres Ranking in den Suchergebnissen. Wir erklären Dir, wie Du kaputte Links auch in älteren Blog-Beiträgen ohne großen Aufwand entdeckst und reparierst.

Die Tücken kaputter Links stecken, wie so oft, im Detail. Und es gibt nur wenig gute und zugleich kostenlose Software oder Plugins, die zuverlässig fehlerhafte Links finden.

STRATO Linkchecker

Für einen schnellen Check und für kleinere Websites und Blogs eignet sich der STRATO Linkchecker. Gibst Du hier die URL der Homepage Deines Blogs oder einer Unterseite ein, crawlt er bis zu 250 Unterseiten ab und prüft die enthaltenen Links.

STRATO Linkchecker

STRATO Linkchecker

Als Ergebnis bekommst Du eine Liste aller vorhandenen Links, getrennt nach internen und externen Links und – falls ein Link Probleme macht – den entsprechenden Fehlercode dazu. Typisch sind beispielsweise die Codes 404 oder 410 für Seiten, die nicht mehr existieren.

Liste der Links: Fehlerhafte Links sind mit dem zugehörigen Fehlercode gekennzeichnet.

Liste der Links: Fehlerhafte Links sind mit dem zugehörigen Fehlercode gekennzeichnet – in diesem Beispiel Fehler 400.

Sehr hilfreich ist die Option, die gefundenen Link-Daten in die Zwischenablage zu kopieren oder als Datei zu speichern, um sie später weiterzuverarbeiten.

Zusätzlich liefert die Landingpage des Linkcheckers viele Tipps und Hilfestellungen zur internen und externen Verlinkung und zur Suchmaschinenoptimierung mit Links. Für die Optimierung der Linkstruktur sehr interessant ist eine Statistik zur Häufigkeit jedes individuellen Links. So kannst Du feststellen, welche Inhalte in Deinem Blog intern am häufigsten verlinkt sind (oder eventuell zu wenig).

Wächst Dein Blog auf mehr als 250 Seiten an und hast Du sehr viele Links in Deinen Beiträgen, ist es sinnvoll, für die Linkprüfung größere Geschütze aufzufahren.

Plugin: Broken Link Checker

Das Plugin Broken Link Checker ist der Quasi-Standard für die automatische Linkprüfung in WordPress. Gleich vorweg gesagt: Ganz unproblematisch ist dieses Plugin nicht, denn diese Art von Linkprüfung benötigt viel Systemressourcen und macht Deinen Blog unter Umständen deutlich langsamer. Dazu später mehr.

Einmal installiert läuft das Plugin ständig im Hintergrund und prüft immer wieder alle Links in Deinem Blog in einem vorgegebenen Zeitabstand auf Gültigkeit. Findet es einen fehlerhaften Link, zeigt es das im WordPress-Dashboard an und benachrichtigt Dich per E-Mail, wenn Du dieses Feature aktivierst.

Im Backend des Plugins kannst Du dann die betreffenden Links direkt noch einmal manuell prüfen, den Link per Mausklick entfernen oder durch einen korrekten Link ersetzen, ohne dass Du dazu den zugehörigen Blogbeitrag überhaupt öffnen musst.

Fehlerhafte Links bearbeitest Du, ohne die zugehörigen Beiträge in WordPress zu öffnen.

Fehlerhafte Links bearbeitest Du, ohne die zugehörigen Beiträge in WordPress zu öffnen.

Übrigens: Wenn der angezeigte Fehlercode nicht 404 oder 410 lautet, solltest Du Links immer noch einmal manuell prüfen. Denn auch wenn ein Server einmal für kurze Zeit nicht erreichbar war, inzwischen aber wieder funktioniert, taucht ein solcher Link in der Liste des Broken Link Checker eventuell auf. Bei Error 404 und 410 dagegen ist klar: Die Seite gibt es nicht mehr.

Das Performance-Problem des Broken Link Checker

Wie schon angesprochen, bremst das Plugin die Ladezeit Deines Blogs unter Umständen erheblich. Um zu verstehen warum, muss man wissen, wie das Plugin arbeitet. Und zu dessen Ehrenrettung: Es geht technisch einfach in WordPress nicht anders.

Im Gegensatz zu PC-Software läuft ein Plugin in WordPress nicht dauerhaft. Stattdessen löst – technisch etwas vereinfacht ausgedrückt – jeder Seitenaufruf eines Lesers eine Aktion aus: Das Plugin wird kurz aktiv, prüft ein paar Links und stoppt anschließend wieder. Denn jeder Webserver hat Grenzen für die Laufzeit und die Ressourcennutzung von Skripten, um eine Überlastung des Servers zu vermeiden.

Das bedeutet jedoch, dass der Server immer dann, wenn er eigentlich ohnehin Arbeit hat – nämlich einem Leser einen Blogbeitrag anzeigen – zusätzlich einen Nebenjob erledigen muss. Das bremst, unvermeidlich.

Mildern lässt sich dieser Effekt, indem Du dem Broken Link Checker in den Optionseinstellungen (Einstellungen – Link Checker)  engere Grenzen setzt:

Reiter Allgemein: den Wert für Linkprüfung alle X Stunden erhöhen.

Reiter Erweitert: die Werte für Server-Auslastungsgrenze und gewünschte Ressourcen-Auslastung reduzieren und die Protokollierung deaktivieren.

Allerdings benötigt das Plugin dann auch deutlich länger für einen Prüfdurchgang. Hast Du viele Links, aber wenig Traffic auf Deinem Blog, schafft das Plugin die Linkprüfung womöglich gar nicht vollständig.

Konfiguration des Open Link Checker

Konfiguration des Open Link Checker

Der Broken Link Checker findet nicht alle Links

Ein weiteres Problem: Sind die Links nicht direkt im Beitragstext enthalten, sondern werden beispielweise automatisiert durch ein Plugin eingefügt oder Ähnliches, findet Broken Link Checker diese Links – je nach Programmierung des Plugins – oft nicht. Das ist kein Fehler des Plugins, sondern wäre technisch nur mit noch viel höherem Ressourcenverbrauch zu lösen.

Der Tipp deshalb: Lass den Broken Link Checker nicht dauerhaft laufen, sondern aktiviere ihn nur alle paar Wochen, um einen Durchlauf zu machen. Korrigiere fehlerhafte Links und deaktiviere das Plugin anschließend wieder. So nutzt Du die komfortablen Funktionen des Plugins, ohne Deine Website dauerhaft langsamer zu machen.

Links ohne Plugin prüfen

Es gibt aber noch einen anderen Weg, Links zu prüfen – nämlich von außen. Das kannst Du über entsprechende Dienste im Internet, aber auch über Software am PC oder Mac erledigen.

Zahlreiche Online-Anbieter verkaufen automatisierte Link-Checks gegen eine monatliche Gebühr, stellen aber eine vom Umfang her reduzierte Version kostenlos bereit, mit der Du manuell die Links Deines Blogs prüfen lassen kannst.

Online Broken Link Checker

Die umfangreichsten kostenlosen Leistungen bekommst Du bei Online Broken Link Checker. Der Service prüft eine unbegrenzte Zahl an Links auf maximal 3.000 Unterseiten. Du musst lediglich die URL Deiner Homepage eingeben und der Dienst spuckt nach einer Weile eine Liste mit fehlerhaften Links, dem Fehlercode und einem Link zu der Seite Deines Blogs aus, auf welcher Du den kaputten Link findest.

Online Broken Link Checker

Online Broken Link Checker

Für kleine und mittelgroße Blogs ist das der bequemste Weg, Links von extern zu prüfen. Allerdings solltest Du genau darauf achten, dass Du das Limit von 3.000 Seiten nicht überschreitest. Denn 3.000 Seiten sind nicht gleichbedeutend mit 3.000 Blogbeiträgen, weil auch die zahlreichen Archiv-, Kategorie- und Tag-Seiten zählen. Überschreitest Du das Limit, wiegst Du Dich in falscher Sicherheit, obwohl mehr oder weniger viele Deiner Seiten gar nicht geprüft wurden.

Link-Checker-Software mTrawl

Für größere Blogs bietet sich Desktop-Software an, die den gleichen Job erledigt wie die Online-Dienste, nur genauer konfigurierbar und vor allem völlig uneingeschränkt ist. Suchst Du im Internet nach Tipps zum Aufstöbern von „broken links“, findest Du diverse Workshops, die das mit Hilfe der Open-Source-Software Xenu Link Sleuth beschreiben. Das Tool ist ein absoluter Klassiker, aber für ein normales WordPress-Blog viel zu kompliziert zu bedienen.

Erfreulicherweise gibt es mit mTrawl den kostenlosen Ableger einer kommerziellen und sehr leistungsfähigen Online-App zum Optimieren von Websites. mTrawl hat eine einfache und übersichtliche Bedienoberfläche und tut zuverlässig, was es soll: kaputte Links finden. mTrawl gibt es für Windows und Mac.

In mTrawl kannst Du über Scope (rechts vom URL-Eingabefeld) genauer definieren, ob das Tool Deinen kompletten Blog prüfen soll, oder nur einzelne Seiten oder Teilbereiche. Nebenbei prüft das Tool optional auch auf fehlerhaft eingebundene Bilder.

Liste der gefundenen Problem-Links in mTrawl

Liste der gefundenen Problem-Links in mTrawl

Über More scope settings … schließt Du bestimmte Links oder Domains von der Prüfung aus. Das ist sinnvoll, um die Ergebnisliste übersichtlich zu halten, wenn das Tool beispielsweise massenhaft Fehler bei Links zu Google Adsense, Amazon-Affiliate, Facebook oder Ähnlichem auflistet. Hast Du beispielsweise unter jedem Beitrag Social-Media-Sharing-Links, könnte das zu einer Vielzahl von Fehlalarmen führen und die Ergebnisliste der kaputten Links sehr unübersichtlich werden lassen. Mache einen Testlauf, übernimm dann solche Links oder Zieldomains in die Exclude-Liste und führe den Scan erneut durch.

Ausschluss-Liste für URLs und Domains

Ausschluss-Liste für URLs und Domains

Nach dem Prüfdurchlauf zeigt mTrawl die als fehlerhaft identifizierten Links, praktischerweise sortiert nach den Seiten, auf denen sie vorkommen. So kannst Du mehrere kaputte Link in einem Blog-Beitrag auf einen Rutsch korrigieren. Anders als bei der Plugin-Lösung musst Du hier aber den betreffenden Beitrag in WordPress zum Bearbeiten öffnen.

Link-Check regelmäßig wiederholen

Mit welcher der beschriebenen Methoden Du die Links in Deinem Blog prüfst, hängt von mehreren Faktoren ab:

Bei den Lösungen ohne das Plugin musst Du freilich daran denken, den Link-Check regelmäßig zu wiederholen. Alle zwei bis drei Monate sind dafür ein sinnvoller Rhythmus, damit potenziell kaputte Links nicht zu lange online bleiben.

Ein Tipp zum Schluss: Jede Link-Prüfung führt zu starkem, künstlich generiertem Traffic auf Deinen Blog – ob nun das Plugin intern Ressourcen beansprucht oder externe Tools und Dienste intensiv auf Deine Blogbeiträge zugreifen. Deshalb ist es sinnvoll, eine Linkprüfung nicht zu Zeiten zu machen, wo Du viele Besucher auf Deinem Blog hast. Stoße eine Linkprüfung daher beispielsweise eher am Samstagmorgen um 7 Uhr oder auch mal spät abends an, um Deine Besucher nicht unnötig auszubremsen.

Tags: Wordpress

Der Autor:

Autor: Franz Neumeier

Ich bin Franz Neumeier, war jahrelang Chefredakteur bei IT-Zeitschriften wie PC Professionell, Internet Professionell und Internet Magazin. Inzwischen habe ich mich als freier Autor vor allem auf Kreuzfahrt-Themen spezialisiert, betreibe mehrere Websites und schreibe für STRATO über verschiedene Themen, vor allem über WordPress und übers Bloggen.

2 Kommentare

  1. LinkCheck sagte am 26. Oktober 2018 um 13:58:

    Sehr interessanter Beitrag zum Thema Broken-Linkbuilding. Das ist eine gute Linkbuilding-Strategie um die eigene Backlinkstruktur zu bereinigen oder auch zu erweitern. Sehr gute Zusammenfassung!

    Antworten

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