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Veröffentlicht am: 24. September 2013

Ghost Logo

Blog-System Ghost: Erster Eindruck

Mit Ghost soll bloggen einfacher werden. Der erste Eindruck ist jedoch ernüchternd: Grundlegende Funktionen fehlen und vom Dashboard ist auch noch nichts zu sehen.

Groß war der Hype in den vergangenen Wochen: Ex-Wordpress-Entwickler John O’Nolan hatte ein neues, einfacheres Blog-System angekündigt. Ghost sollte Social Media Kanäle ohne Plugins integrieren und ein flexibles Dashboard bieten. Über die Crowdfunding-Plattform Kickstarter sammelte er Geld für seine Idee. Vergangenen Freitag war es dann soweit: 6.000 Spender dürfen das System testen. Wir sind dabei.

Installation

 

strato-ghost-installation-728

Die Installation per Konsole ist einfacher als es aussieht.

Für den Test haben wir Ghost lokal unter Windows 8 eingerichtet. Dafür muss zunächst Node JS installiert werden. Nach dem Login unter ghost.org wird die Software runtergeladen und entpackt. Die anschließende Installation erfolgt über die Node Kommandozeile. Wie Sie dabei vorgehen, wird hier beschrieben.

Einstellungen

Nun geben wir 127.0.0.1:2368/ghost in den Browser ein und melden uns an. Das schlicht gehaltene Backend erinnert ein wenig an das von WordPress. Mit dem Unterschied, dass es bei Ghost nur drei Menüpunkte gibt: „Content“, „New Post“ und „Settings“. In den Einstellungen können Blog-Titel und Beschreibung eingegeben werden. Außerdem lassen sich ein Logo und ein Header-Bild („Cover“) hochladen.

Design

strato-ghost-design-728

Minimalistisch: das Standard-Theme „casper“.

Noch kann das Template nicht gewechselt werden. Wie dieser Screenshot zeigt, ist der Code für Design-Vorlagen aber ähnlich wie bei WordPress. Für Entwickler bedeutet das, dass sie WordPress-Themes ohne Aufwand für Ghost konvertieren können. Es ist somit nur eine Frage der Zeit, bis neue und bekannte Designs zum Einsatz kommen.

Bloggen

Backend von Ghost: links schreiben, rechts gucken.

Bloggen geht mit Ghost wirklich schnell: Texte werden auf der linken Seite eingegeben, rechts daneben erscheint die Vorschau in Echtzeit. Mit der Auszeichnungssprache Markdown lassen sich die Inhalte formatieren. Wer sonst mit Rich-Text-Editoren arbeitet, muss sich an diesen Minimalismus aber erst gewöhnen.

Vorläufiges Fazit

Ghost steckt noch in den Kinderschuhen. Vom angekündigten „revolutionären“ Dashboard mit Statistiken und Widgets ist nichts zu sehen. Doch auch Grundlegendes wie eine (einfache) Möglichkeit zum Bilder-Upload oder die Kommentarfunktion lassen auf sich warten. Einfach ist das System in der aktuellen Version (0.3.0) somit vor allem deshalb, weil es nur wenige Optionen gibt. Noch ist WordPress für Blogger die bessere Wahl.

Linktipp

  • Serendipity: http://blog.strato.de/die-alternative-zu-wordpress-serendipity/

Der Autor:

Autor: Christian Lingnau

Ich heiße Christian Lingnau und bin freier Redakteur für Hosting-Themen, insbesondere WordPress.

12 Kommentare

  1. Arno Niehm sagte am 15. Oktober 2013 um 14:35:

    Ich würde mich über eine (einfache) Anleitung freuen, wie man Ghost auf seinem Strato-Server installiert.

    Antworten
    • Christian sagte am 15. Oktober 2013 um 19:09:

      Hallo Arno, noch ist Ghost ja nicht veröffentlicht. Aber die Idee ist gut. Vielleicht machen wir das nach dem Release. Gruß, Christian

      Antworten
  2. ePirat sagte am 16. Oktober 2013 um 0:27:

    Es ist sehr wohl möglich dort sehr einfach Bilder hochzuladen, dazu müssen Sie nur den Markdown-Bilder Code eingeben ![] und können auf der rechten Seite im Preview Fenster einfach das entsprechende Bild hochladen.

    Antworten
    • Christian sagte am 16. Oktober 2013 um 10:55:

      Bei unserem Test (v 0.3.0) funktionierte das nicht. Kann sein, dass es jetzt anders ist. Es gab ja inzwischen zwei Updates, mit denen auch Bugs bzgl. Bilder-Uploads behoben wurden.

      Antworten
  3. B. sagte am 31. Oktober 2013 um 23:49:

    Hallo!

    Ein IT Kollege von mir meinte, dass Hoster wie Strato ihren Kunden für die ganz normalen Datenbank-Pakete wie meins (PowerPlus glaub ich) eher keine Anbindung für eine Installation von Ghost (also vom Strato-User selbst gehosted auf Strato-Server) anböten würden / könnten, da unter der Last die Server in die Knie gehen würden, wenn das einige installierten.

    Kann das sein – ist dem so? Können Sie uns zum jetzigen Zeitpunkt eine Info geben? Danke!

    Antworten
  4. Sumit sagte am 6. November 2013 um 17:47:

    Also ich suche aktuell auch nach einer Anleitung wie ich Ghost auf meinem Strato Packet installiere. Ich war „early-bird“ backer auf Kickstarter und habe schon seit Monaten Zugriff auf Ghost aber leider nicht die Zeit gehabt es auszuprobieren.

    Antworten
  5. Remo sagte am 7. Januar 2014 um 21:59:

    Und das soll schlank sein? Da bekommt aber das Wort schlank eine ganz neue Note. Ich verstehe nicht, wieso sich Ghost als „schlanke WordPress-Alternative“ anpreist. Eher ist es die komplizierteste WordPress-Alternative der Welt!

    http://chamaeleonmedia.ch/allgemein/wordpress-alternative-ghost/

    Antworten
  6. Indy sagte am 18. Juni 2015 um 22:56:

    Hallo,

    der wirklich interessante Punkt hier ist dieses Node.js. Seht Ihr wirklich keine Chance dieses in den einfachen Webpacketen zur Verfügung zu stellen?

    Mit besten Grüßen
    indy

    Antworten
    • Christina Witt sagte am 19. Juni 2015 um 17:14:

      Hallo Indy,

      danke für Dein Feedback. Wir geben das weiter und fragen mal nach.

      LG
      Christina

      Antworten
    • Christina Witt sagte am 22. Juni 2015 um 20:59:

      Hallo Indy,

      in unseren Web-Paketen müssen wir die PHP-Script-Laufzeit begrenzen, unter anderem aus Sicherheitsgründen. node.js würde dann alle 2 Minuten in einen Time-Out laufen und deshalb wenig Sinn haben. Allerdings kannst Du node.js auch auf einem virtuellen Server oder einem Managed Server installieren.

      LG
      Christina

      Antworten

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