Blog-System Ghost: Erster Eindruck

Blog-System Ghost: Erster Eindruck

Mit Ghost soll bloggen einfacher werden. Der erste Eindruck ist jedoch ernüchternd: Grundlegende Funktionen fehlen und vom Dashboard ist auch noch nichts zu sehen.

Groß war der Hype in den vergangenen Wochen: Ex-Wordpress-Entwickler John O’Nolan hatte ein neues, einfacheres Blog-System angekündigt. Ghost sollte Social Media Kanäle ohne Plugins integrieren und ein flexibles Dashboard bieten. Über die Crowdfunding-Plattform Kickstarter sammelte er Geld für seine Idee. Vergangenen Freitag war es dann soweit: 6.000 Spender dürfen das System testen. Wir sind dabei.

Installation

 

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Die Installation per Konsole ist einfacher als es aussieht.

Für den Test haben wir Ghost lokal unter Windows 8 eingerichtet. Dafür muss zunächst Node JS installiert werden. Nach dem Login unter ghost.org wird die Software runtergeladen und entpackt. Die anschließende Installation erfolgt über die Node Kommandozeile. Wie Sie dabei vorgehen, wird hier beschrieben.

Einstellungen

Nun geben wir 127.0.0.1:2368/ghost in den Browser ein und melden uns an. Das schlicht gehaltene Backend erinnert ein wenig an das von WordPress. Mit dem Unterschied, dass es bei Ghost nur drei Menüpunkte gibt: „Content“, „New Post“ und „Settings“. In den Einstellungen können Blog-Titel und Beschreibung eingegeben werden. Außerdem lassen sich ein Logo und ein Header-Bild („Cover“) hochladen.

Design

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Minimalistisch: das Standard-Theme „casper“.

Noch kann das Template nicht gewechselt werden. Wie dieser Screenshot zeigt, ist der Code für Design-Vorlagen aber ähnlich wie bei WordPress. Für Entwickler bedeutet das, dass sie WordPress-Themes ohne Aufwand für Ghost konvertieren können. Es ist somit nur eine Frage der Zeit, bis neue und bekannte Designs zum Einsatz kommen.

Bloggen

Backend von Ghost: links schreiben, rechts gucken.

Bloggen geht mit Ghost wirklich schnell: Texte werden auf der linken Seite eingegeben, rechts daneben erscheint die Vorschau in Echtzeit. Mit der Auszeichnungssprache Markdown lassen sich die Inhalte formatieren. Wer sonst mit Rich-Text-Editoren arbeitet, muss sich an diesen Minimalismus aber erst gewöhnen.

Vorläufiges Fazit

Ghost steckt noch in den Kinderschuhen. Vom angekündigten „revolutionären“ Dashboard mit Statistiken und Widgets ist nichts zu sehen. Doch auch Grundlegendes wie eine (einfache) Möglichkeit zum Bilder-Upload oder die Kommentarfunktion lassen auf sich warten. Einfach ist das System in der aktuellen Version (0.3.0) somit vor allem deshalb, weil es nur wenige Optionen gibt. Noch ist WordPress für Blogger die bessere Wahl.

Linktipp

  • Serendipity: http://blog.strato.de/die-alternative-zu-wordpress-serendipity/
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  1. Avatar

    Indy sagte am

    Hallo,

    der wirklich interessante Punkt hier ist dieses Node.js. Seht Ihr wirklich keine Chance dieses in den einfachen Webpacketen zur Verfügung zu stellen?

    Mit besten Grüßen
    indy

    Antworten
    • Avatar

      Christina Witt sagte am

      Hallo Indy,

      danke für Dein Feedback. Wir geben das weiter und fragen mal nach.

      LG
      Christina

      Antworten
    • Avatar

      Christina Witt sagte am

      Hallo Indy,

      in unseren Web-Paketen müssen wir die PHP-Script-Laufzeit begrenzen, unter anderem aus Sicherheitsgründen. node.js würde dann alle 2 Minuten in einen Time-Out laufen und deshalb wenig Sinn haben. Allerdings kannst Du node.js auch auf einem virtuellen Server oder einem Managed Server installieren.

      LG
      Christina

      Antworten
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