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Veröffentlicht am: 08. November 2018

Ende 2018 treten die Geo-Unblocking-Regelungen auch im E-Commerce offiziell in Kraft

Geoblocking im E-Commerce: das Wichtigste zur EU-Verordnung

Hast Du schon von der Verordnung der EU zum Geoblocking gehört? Was es damit auf sich hat, erläutern wir hier.

Was ist Geoblocking?

Beim Geoblocking werden Inhalte im Netz für bestimmte Länder oder Regionen gesperrt. Ein fiktives Beispiel: Ein Nutzer aus Madrid tippt die URL „www.strato.de“ in seinen Browser ein. Auf Basis der IP-Adresse, die seinen Standort verrät, wird er automatisch auf das spanische Portal „www.strato.es“ umgeleitet. Auf das deutsche Portal hätte er also keinen Zugriff.

Was bedeutet das Verbot von Geoblocking im E-Commerce?

Ab dem 3. Dezember gilt die Geoblocking-Verordnung der Europäischen Union im E-Commerce. Das heißt: Eine automatische Umleitung wie oben beschrieben ist innerhalb der EU nicht mehr zulässig. Ein Online-Händler darf also den Zugriff auf seine Plattform und sein Angebot nicht mehr auf Kunden aus bestimmten EU-Ländern beschränken. Positiv formuliert: Potenzielle Kunden aus allen EU-Ländern dürfen auf den Online-Shop zugreifen und dort auch bestellen.

Die Verordnung gilt übrigens nicht für alle Online-Händler. Für einige Leistungen wie zum Beispiel Downloads von E-Books, Musik oder Online-Spiele sowie für Kleinunternehmen gibt es Erleichterungen.

Was die Verordnung nicht vorsieht, ist eine Lieferpflicht für analoge Waren in andere EU-Mitgliedsstaaten. Händler müssen nicht von sich aus dafür sorgen, dass sie Kunden in andere EU-Länder beliefern. Kunden können aber die Lieferung selbst organisieren oder die Ware beim Händler abholen.

Wie setzt STRATO die Geoblocking-Verordnung um?

Das Verbot von Geoblocking gilt auch für STRATO als Anbieter von Internetdiensten. Das heißt: Bei uns gibt es innerhalb der EU kein Geoblocking. Jeder Kunde aus einem EU-Land kann auf jedem unserer Portale bestellen. Dabei gilt zu beachten: Wenn Du etwa als deutschsprachiger Kunde auf unserer niederländischen Website „www.strato.nl“ bestellst, nutzt Du unsere Produkte ausschließlich auf Niederländisch – einschließlich dem Kundenservice.

Wie setze ich die Geoblocking-Verordnung in meinem eigenen STRATO Produkt um?

Wenn Du ein STRATO Hosting-Paket oder einen Server hast, haben wir eine gute Nachricht: Auf unserer Plattform selbst gibt es kein Geoblocking. Deine Website ist somit für jeden Besucher auf der Welt erreichbar. Etwas Anderes ist es, wenn Du aktiv technische Maßnahmen ergriffen hast, mit denen Du Geoblocking für Deine Website zulässt – hier bist Du selbst dafür verantwortlich, rechtskonform zu sein.

STRATO kann und darf keine Rechtsberatung geben

Bitte beachte: Wir sind keine Anwälte, sondern ein Anbieter von Internetdiensten. Als solcher darf STRATO keine Rechtsberatung leisten. Wir geben Dir gerne einen groben Überblick über die Geoblocking-Verordnung. Diese solltest Du jedoch nicht als Rechtsberatung verstehen. Für detaillierte Informationen und rechtssichere Aussagen solltest Du Dich immer an einen legitimierten Anbieter für Rechtsberatung wenden.

Weitere Informationen zur Geoblocking-Verordnung findest Du ebenfalls auf der Website des Europäischen Rats.

Der Autor:

Autor: Michael Poguntke

Hallo, ich bin Michael und Public Relations Manager bei STRATO.

16 Kommentare

  1. Gail sagte am 14. November 2018 um 16:35:

    Spätestens ab der Umsetzung der neuen Richtlinie sollten alle von STRATO angebotenen Shopsysteme die Möglichkeit bieten, für jedes Land individuelle Versandkosten vorgeben zu können.

    Antworten
    • Michael Poguntke sagte am 15. November 2018 um 10:21:

      Hallo Gail,

      ab dem Webshop Now Plus kannst Du bis zu fünf Versandregionen anlegen. So kannst Du zum Beispiel alle EU-Länder in einer Gruppe zusammenfassen und einen Preis angeben. Versanddienstleister wie DHL haben ja einen einheitlichen Tarif für den Versand in EU-Länder. Eine Einstellung, dass man für jedes Land individuelle Versandkosten konfiguriert, gibt es so im Webshop leider nicht.

      An dieser Stelle ansonsten auch noch mal der Hinweis, dass die Verordnung keine Lieferpflicht für analoge Waren in andere EU-Mitgliedsstaaten vorsieht.

      Viele Grüße
      Michael

      Antworten
  2. Volker Prof. Dr. Schneider sagte am 14. November 2018 um 19:40:

    Hallo, ich denke, meine Website kann überall eingesehen werden. Ich gehe davon aus, dass das Strato-Sicherung funktioniert. Die Website ist frei nutzbar für Lehrer, Gewinne werden nicht erzielt. Ich denke, ich muss mich nicht um die neue Verordnung Sorgen machen.
    Besten Dank soweit. Mit freundl. Grüssen, V. Schneider

    Antworten
  3. Olaf Wilhelm Gerken sagte am 15. November 2018 um 9:22:

    Guten Tag,

    wir haben einige Länder außerhalb der EU via Geoblocking vom Zugriff ausgeschlossen,…z.B. China, Indien, Indonesien, da dort unsere Produkte gerne kopiert werden. Das soll also kein Problem mit der Verordnung geben.
    Was ist aber mit folgendem Zitat gemeint:
    „Händler müssen nicht von sich aus dafür sorgen, dass sie Kunden in andere EU-Länder beliefern. Kunden können aber die Lieferung selbst organisieren oder die Ware beim Händler abholen.“
    Soweit wir informiert wurden, müssen wir für jedes Land, aus welchem sich ein Kunde im Shop anmelden kann, die entsprechenden Versandkosten benennen. Das ist bei der Größe unserer Produkte (z.B. Esstische bis 5 m Länge) nicht möglich,… dieses funktioniert nur per Preisanfrage bei verschiedenen Spediteuren. Wenn die Verordnung wie oben beschrieben in Kraft tritt, sollte es doch möglich sein jeden EU-Staat in die Kundenanmeldung aufzunehmen, sofern in der Versandkostentabelle ausgewiesen wird, dass die Ware selbst abgeholt werden muss?

    Antworten
    • Michael Poguntke sagte am 15. November 2018 um 10:17:

      Hallo Olaf,

      ich darf Dir leider diese Frage nicht eindeutig beantworten, da ich sonst eine Rechtsberatung geben würde. Ich wage aber vorsichtig zu sagen, dass sich Dein Verständnis vom Sachverhalt mit meinem eigenen deckt. Vielleicht hilft Dir das weiter …

      Viele Grüße
      Michael

      Antworten
  4. Hans Boebs sagte am 15. November 2018 um 10:19:

    Hallo Michael,
    ich sehe hier aber noch einen Widerspruch.
    Einerseits heißt es: „Potenzielle Kunden aus allen EU-Ländern dürfen auf den Online-Shop zugreifen und dort auch bestellen“.
    Andererseits: „Was die Verordnung nicht vorsieht, ist eine Lieferpflicht für analoge Waren in andere EU-Mitgliedsstaaten.“

    Wenn ich dafür sorgen muss, dass jemand in meinem shop bestellen kann, werde ich diesen jemand doch wohl auch beliefern müssen. Alles andere wäre doch glatter Betrug. Der Kunde bestellt, bezahlt vorab und dann teile ich ihm mit, dass er die Ware selbst abholen müsse ???

    De facto bin ich also doch gezwungen, Bestellung und Lieferung in die gesamte EU zu organisieren, oder ?
    Beste Grüße

    Hans

    Antworten
    • Michael Poguntke sagte am 15. November 2018 um 11:22:

      Hallo Hans,

      ich muss vorsichtig sein mit einer klaren Antwort, da ich sonst ganz schnell dabei bin, eine Rechtsberatung zu erteilen.

      Der Sachverhalt ist aber genau so, wie wir ihn im Beitrag beschreiben: keine Lieferpflicht für analoge Waren in andere EU-Mitgliedsstaaten. Du hast natürlich die Option, den Besteller bereits vor Abschluss darauf hinzuweisen, dass Du nicht in andere EU-Länder lieferst. Wie Du damit umgehst, ist letztlich Dir überlassen.

      Zur technischen Umsetzung: Ab dem Webshop Now Plus kannst Du bis zu fünf verschiedene Versandregionen auswählen und zum Beispiel die EU als eine Versandregion festlegen. Lieferdienste wie DHL bieten ja einen einheitlichen Tarif für die verschiedenen EU-Länder.

      Viele Grüße
      Michael

      Antworten
  5. Karl-Heinz sagte am 22. November 2018 um 16:05:

    Da gibt es auch noch die WEEE, die ganz besonders Anbieter von Elektroartikel interessieren dürfte. Für jedes Land benötigt man eine eigene Registrierung für die Elektroschrottentsorgung. Das ist weder finanziell noch praktisch – gerade für kleinere Betriebe – durchführbar. Einfach gesagt gilt jetzt: Kucken ja, verkaufen nein. (ausser man hat für das betreffende Land eine Registrierung) So hebelt die WEEE Geoblocking zumindest beim Thema Lieferungen teilweise aus. Und macht sich ein Kunde strafbar, wenn er die Lieferung selber organisiert? Oder der Händler?

    Antworten
    • Michael Poguntke sagte am 22. November 2018 um 17:01:

      Hallo Karl-Heinz,

      speziell zur WEEE können wir nichts sagen, hier kann Dir ein Experte zum Thema besser helfen. Ebenso wenig können wir beurteilen, was rechtskonform ist und was nicht – da muss ich Dich leider an einen legitimierten Anbieter für Rechtsberatung verweisen.

      Viele Grüße
      Michael

      Antworten
  6. Herr Weidlich sagte am 23. November 2018 um 0:55:

    Schade, dass ich auch bei Strato inzwischen nur noch geduzt werde, wie es überhaupt immer öfter befremdlicherweise der Fall ist.
    Ich fände es schön, wenn ich auch bei Strato.de, wie es hier in Deutschland üblich ist, gesiezt würde.
    Ich duze Sie ja auch nicht einfach, wenn ich Sie nicht näher kenne!

    Antworten
    • Michael Poguntke sagte am 23. November 2018 um 9:31:

      Guten Tag Herr Weidlich,

      wir duzen unsere Kunden meistens hier, da wir den Nachnamen nicht kennen. Ich bedaure, wenn das bei Ihnen zu Unmut führt. Auf Wunsch siezen wir natürlich auch gerne!

      Ein schönes Wochenende Ihnen!
      Michael Poguntke

      Antworten
  7. Rainer Göhring sagte am 29. November 2018 um 6:18:

    Werter Herr Poguntke, was ist eine analoge Ware?

    Antworten
    • Michael Poguntke sagte am 29. November 2018 um 12:09:

      Guten Tag Herr Göhring,

      ich spreche von analogen Waren, um den Unterschied zu digitalen Waren zu verdeutlichen. Digitale „Waren“ sind zum Beispiel Downloads wie E-Books oder andere Dateien. Alles Andere sind nach meinem persönlichen Verständnis analoge Waren, sprich: Alles, was man anfassen kann. 🙂

      Beste Grüße
      Michael Poguntke

      Antworten
  8. Gerd S. sagte am 29. November 2018 um 9:52:

    Seit wann wurde die Höflichkeitsform in Deutschland abgeschafft? Ich bin nicht mehr minderjährig und will nicht von wildfremden Leuten gedutzt werden. Ich empfinde das als Respektlosigkeit

    Antworten
    • Michael Poguntke sagte am 29. November 2018 um 12:03:

      Guten Tag,

      wir duzen unsere Kunden hier im Blog unter anderem, da uns häufig der Nachname nicht bekannt ist. Selbstverständlich siezen wir Sie sehr gerne, wenn Sie das bevorzugen. Ich bedaure Ihren Unmut und wünsche Ihnen einen schönen Tag!

      Michael Poguntke

      Antworten

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