Geld verdienen mit Bloggen

Geld verdienen mit Bloggen

Den Hauptjob an den Nagel hängen und nur vom Bloggen leben – das schaffen nur wenige. Ein nettes Zubrot lässt sich mit einem gut laufenden Blog aber allemal verdienen.

Banner-Netzwerke & Google Adsense

Für die meisten Blogs – auch mit geringem Traffic – ist Google Adsense die erste Anlaufstelle. Adsense bietet eine große Vielzahl an Bannerformaten, hilft bei der Optimierung und liefert zu jedem Website-Besucher individuell passende Anzeigen aus. Neben Adsense gibt es weitere Netzwerke wie beispielsweise AdScale (www.adscale.de).

Eine Besonderheit sind sogenannte vertikale Werbenetzwerke, die Banner zu bestimmten Themen vermitteln, beispielsweise MairDumont Digital oder Netzathleten. Sie bündeln den Traffic vieler kleiner Blogs, um Anzeigen bei großen Kunden zu akquirieren. Die Themen reichen von Lifestyle und Mode über Wohnen und Essen bis Reise und Kino.

Tipp: Oft ist es lukrativ, mit einem vertikalen Netzwerk zu arbeiten und Google Adsense als Fallback zu nutzen – also immer dann einspringen zu lassen, wenn das vertikale Netzwerk gerade keine passenden Banner parat hat.

Tipp: Häufig tracken Banner-Netzwerke das Nutzerverhalten. Auf diesen Umstand muss eine Datenschutzerklärung hinweisen. Gute Netzwerke liefern hierfür Mustertexte.

Anzeigen selbst verkaufen

Nachteil der Netzwerke: Sie behalten 20 und 50 Prozent der Erlöse als Provision. Dafür machen sie wenig Arbeit: Einmal den Code einbinden, fertig. Verkauft man Anzeigen direkt, bietet man diese idealerweise zu monatlichen Pauschalpreisen an, schon weil Kunden gerne mit einem Fixbetrag kalkulieren möchten.

Wieviel verlangt man für einen Banner? Einen Anhaltspunkt liefern die über Adsense erzielbaren Einnahmen: Direkt verkaufte Banner sollten mindestens 50 Prozent über diesen Werten liegen, dürfen im Einzelfall aber auch noch deutlich teurer sein.

Affiliate-Programme

Als Partner eines Affiliate-Programms wie Zanox, Affilinet, Belboon oder auch Amazon verdient man Geld für die Vermittlung von Verkäufen. Klickt ein User des Blogs beispielsweise auf einen Affiliate-Link bei Amazon und kauft dort etwas, schüttet Amazon eine Provision an den Blogger aus.

Das klingt einfach, in der Umsetzung sind aber ein paar Fußangeln zu beachten. Zunächst sollte für den Leser immer erkennbar sein, wenn ein Link ein Affiliate-Link (und damit Werbung) ist. Besonders gut funktionieren Affiliate-Links, wenn man Texte gezielt dahingehend schreibt, den Leser zum Kaufen zu bewegen – was aber in den meisten Blogs der Grundidee von Glaubwürdigkeit und Authentizität widerspricht.

Wie auch bei allen anderen Werbeformen ist regelmäßige Erfolgskontrolle essenziell. Vor allem, wenn man mit Affiliate-Bannern arbeitet, sollte man regelmäßig vergleichen, ob beispielsweise Adsense nicht mit stetigen Einnahmen mehr bringt als Affiliate-Banner, über die man möglicherweise monatelang keinen Umsatz macht. Denn bei Affiliate-Marketing trägt der Blogger gesamte Risiko, ob die User einen Banner überhaupt klicken und wenn ja, ob sie danach auch etwas kaufen.

Tipp zum Schluss: Wer mit Werbung auf seinem Blog Geld verdient, muss ein Gewerbe anmelden und die Einnahmen versteuern. Sobald das Blog Geld verdient und damit kommerziell ist, müssen auch strengere Anforderungen an das Impressum und wettbewerbsrechtliche Regeln eingehalten werden.

In zwei weiteren Folgen zum Thema „Geld verdienen mit Bloggen“ erklären wir Native Advertising, Gastbeiträge und Sponsoring sowie Content-Verkauf, eBooks und indirekte Einnahmequellen.

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  1. Avatar

    sagte am

    Hallo,
    sehr interessanter und guter Artikel. Ich habe auch gerade begonnen einen eigenen Blog zu erstellen und damit Geld zu verdienen.
    Ich denke es ist sehr wichtig zu sagen das man dem Leser auf jeden Fall einen Mehrwert bieten muss um langfristig Geld zu verdienen. Einfach einen Blog mit vielen SEO optimierten Artikeln und viel Werbung wird auf Dauer nicht erfolgreich werden.

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  2. Avatar

    sagte am

    Google AdSense ist natürlich sehr einfach in den eigenen Blog einzubauen und genauso einfach kann das Ganze dann auch nach hinten los gehen. Man muss kein Google Profi sein, sollte aber gewisse Kenntnisse mitbringen. Alles im allem ist dies hierfür ein schöner Artikel der die wichtigsten Fakten zum Einstieg vermittelt.

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  3. Avatar

    sagte am

    Abgesehen von der eher ideologischen Frage, ob man Google generell vertrauen will, sind direkt verkaufte Anzeigen natürlich die beste Variante, aber eben auch die aufwändigste. Und auch nur dann überhaupt erfolgversprechend, wenn man schon ein recht hohes Niveau an Traffic erreicht hat.

    Meiner Erfahrung nach kommt es aber bei der Frage, ob Affiliate oder Adsense besser funktioniert, auf mehrere Faktoren an, sodass eine pauschale Aussage dazu die Sache nicht richtig trifft.

    Adsense kann bei bestimmten Themen durchaus sehr lukrativ sein – zugegebenermaßen sind das in der Regel auch die Themen, bei direktem Bannerverkauf die besten Erlöse erzielen lassen. Aber wer sein Blog allein, womöglich noch als Hobby in der Freizeit schreibt, wird selten die Zeit habe, daneben auch noch die Vermarktung aktiv zu betreiben. Und auch Affiliate kostet in der Regel deutlich mehr Zeit als Adsense.

    Ob Affiliate erfolgreich ist, hängt zu einem gewissen Teil natürlich ebenfalls vom Blog-Thema ab – bei einem politischen Blog dürfte Affiliate beispielsweise eher schwierig sein. Vor allem beeinflusst erfolgreiches Affiliate aber die Art, wie man schreibt und welche Themen man auswählt. Sprich: Affiliate ist vor allem dann erfolgreich, wenn man mehr oder weniger aktiv “verkauft”. Das ist nicht jedermanns Sache.

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  4. Avatar

    sagte am

    Hallo …;

    ich sehe Google-Adsense ganz klar LEDIGLICH als eine (‘eher’ schlechte) Alternative (zu allem anderem) an … und d. ist weniger im positiven Sinne gemeint; Anzeigen hingegen selbst zu verkaufen dürfte meiner Meinung nach immer eine goldrichtige Entscheidung darstellen.

    Als guten Mittelweg empfehle ich allerdings primär d. Affiliate-Programme; denn leider dürfte sich (m. E.):

    1. Die Wahl d. ‘Google-Adsense’-Programms (grundsätzlich) als ‘eher’ kontraindiziert erweisen, weil d. ‘GoogleNET’ in jeglicher Hinsicht nur bedingt vertraut werden sollte; und
    2. Werbeplätze selbst zu vermarkten sich ‘ein wenig’ aufwändig gestalten könnte.

    Ciao, Sascha.

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