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Veröffentlicht am: 19. April 2016

Frühjahrsputz in WordPress: alte Blogbeiträge löschen oder aktualisieren

Ein gut gepflegtes Blog kommt bei Deinen Lesern gut an und hat bessere Chancen bei Google. Der Workshop zeigt Dir Schritt für Schritt, wie Du alte Beiträge ohne Risiko löschen, aktualisieren oder zusammenfassen kannst.

In jedem Blog sammeln sich im Laufe der Jahre erstaunlich viele Beiträge an. Nicht alle aber sind mehr aktuell oder finden noch Leser. Höchste Zeit, die alten Beiträge auszumisten: löschen, zusammenfassen, aktualisieren.

Hier geht’s zur PDF-Anleitung zum Download

Ein konsequenter Frühjahrputz im Blog lohnt sich, denn viele Leser finden Dein Blog über eine Google-Suche. Landen Sie dabei auf einem veralteten Beitrag, sind Deine Chancen gering, einen neuen Stammleser zu gewinnen.

Außerdem wirst Du beim Sichten der alten Beiträge immer wieder Ideen für neue Themen finden – Und Du entdeckst ältere Texte, die sich zu einem neuen zusammenfassen oder durch Aktualisierungen aufpeppen lassen. So bekommst Du mit relativ wenig Zeitaufwand neue Beiträge.

Positiver Effekt für Suchmaschinen-Optimierung

Ganz nebenbei wirkt sich das auch auf Dein Google-Ranking aus. Wenn Google nämlich registriert, dass User ein Suchergebnis anklicken und kurz darauf wieder zur Suchmaschine zurückkommen, ist das ein Indiz dafür, dass sie bei Dir nichts Passendes gefunden haben. Und wenn Google dagegen wahrnimmt, dass Beiträge aktualisiert werden, das Blog also gut gepflegt wird, ist das ein positives Signal.

Noch einen weiteren SEO-Effekt kann das Löschen alter Beiträge haben: Google indiziert keine alten, ohnehin nutzlosen Beiträge, sondern konzentriert sich auf Deine aktuellen, wertvollen Beiträge.

Wann solltest Du alte Beiträge löschen?

Alte Beiträge sind obsolet, wenn sie keinen aktuellen Nutzen haben: Dazu gehören zum Beispiel News, deren Inhalte heute irrelevant sind. Wenn der Beitrag etwas beschreibt, das so nicht mehr existiert – etwa eine Kritik zu einem inzwischen geschlossenen Restaurant;  oder die Besprechung eines Buches, zu dem es längst eine Neuauflage gibt; oder eine alte Veranstaltungsankündigung.

Bevor Du einen oder mehrere Beiträge löschst, solltest Du kontrollieren, ob der Text trotzdem noch Leser hat. Wenn nicht, würdest Du Traffic verschenken. Rankt ein Beitrag bei Google noch so gut, dass er Dir Besucher bringt, solltest Du den Beitrag aktualisieren anstatt ihn zu löschen. Dazu gibt es weiter unten noch mehr.

Wie viele Zugriffe ein einzelner Beitrag noch hat, findest Du mit Hilfe Deines Traffic-Analyse-Tools heraus, beispielsweise Google Analytics. Dort suchst Du nach dem entsprechenden Beitrag und lässt Dir anzeigen, wie oft der Beitrag beispielsweise in den vergangenen drei Monaten abgerufen wurde.

Mit Google Analytics stellst Du fest, ob ein Beitrag aktuell noch Leser hat.

Mit Google Analytics stellst Du fest, ob ein Beitrag aktuell noch Leser hat.

Die entsprechende Information findest Du in Google Analytics unter Verhalten – Website-Content – Alle Seiten. Dort gibst Du den hinteren Teil der URL des betreffenden Beitrags in das Suchfeld ein und passt den Zeitraum rechts oben entsprechend an. Schon zeigt Dir Analytics an, wie oft der Beitrag aufgerufen wurde.

Besonders bequem: Das Analytify-Plugin zeigt Dir Analytics-Zahlen direkt unter jedem Beitrag an.

Besonders bequem: Das Analytify-Plugin zeigt Dir Analytics-Zahlen direkt unter jedem Beitrag an.

Noch bequemer geht es mit dem WordPress-Plugin „Google Analytics Dashboard By Analytify“. Damit lässt Du Dir beim Bearbeiten jedes Beitrags direkt unter dem Texteingabe-Feld die aktuellen Zugriffszahlen aus Google Analytics anzeigen.

DOWNLOAD-HINWEIS: Unser PDF zeigt, was Du beim Löschen von alten Beiträgen technisch und in Hinblick auf Suchmaschinenoptimierung beachten musst. Die Anleitung beschreibt außerdem Schritt für Schritt, wie Du alte Beiträge löschst und optional auch archivierst.

Wann lohnt sich eine Aktualisierung?

Oft ist ein Beitrag aber nicht komplett veraltet oder nutzlos geworden. Dann kann es sich lohnen, den Text zu überarbeiten, veraltete Passagen zu streichen oder zu aktualisieren, eventuell Bilder auszutauschen oder neue hinzuzufügen und dem Beitrag damit zu neuem Glanz zu verhelfen.

Wenn Du bei der Analyse der Zugriffszahlen auf Deine Blogbeiträge feststellst, dass ein eigentlich noch relevanter Beitrag wochenlang keinen einzigen oder nur sehr wenige Besucher hatte, ist das ebenfalls ein Anlass, über eine Aktualisierung oder Überarbeitung nachzudenken. Denn wenn der Text keine Leser findet, ist er lediglich Ballast – sowohl in WordPress als auch im Google-Index. Prüfe deshalb, ob sich solche Beiträge interessanter gestalten, erweitern oder zuspitzen lassen, sodass sie mehr Leser finden.

Der Vorteil von Aktualisierungen alter Beiträge ist klar: Du hast oft mit relativ wenig Aufwand einen neuen, aktuellen Beitrag für Deine Leser. Und Du musst Dich nicht mit Weiterleitungen und korrekten Fehlercodes herumschlagen, weil der Beitrag ja unter der gleichen URL erreichbar bleibt.

Tipp: Beitrag mit neuem Datum versehen

Hast Du einen Beitrag überarbeitet, solltest Du das Veröffentlichungsdatum auf den heutigen Stand bringen. Einerseits taucht der Beitrag dann im Blog wieder oben auf und andererseits bekommt auch Google das Signal: „hier ist etwas Aktuelles“.

Wenn Du einen Beitrag wesentlich verändert und aktualisiert hast, gib ihm auch ein aktuelles Datum.

Wenn Du einen Beitrag wesentlich verändert und aktualisiert hast, gib ihm auch ein aktuelles Datum.

Vergiss dabei allerdings nicht, Deine Leser auf die Aktualisierung hinzuweisen. Insbesondere wenn darunter bereits Kommentare mit älterem Datum stehen, könnte das sonst für Verwunderung sorgen.

Alternative: Mehrere Beiträge zu einem zusammenfassen

Ist ein Beitrag mit vertretbarem Aufwand nicht zu aktualisieren, bleibt als Alternative, mehrere ältere Beiträge zu ähnlichen Themen zu einem einzigen, neuen Beitrag zusammenzufassen. Hast Du beispielsweise über die Zeit verteilt mehrere News-Texte zum selben Thema geschrieben, bietet sich eine Chronologie der Ereignisse an. Alternativ  fasst Du mehrere ähnliche Veranstaltungsankündigungen zu einem Text zusammen, der Dir zeigt, was für eine Tradition sich über die Zeit aus dieser Veranstaltung entwickelt hat.

Oder ein Thema hat sich über die Zeit immer weiter entwickelt und Du kannst Deine eigenen Gedankengänge und früheren Meinungen in einem neuen Text thematisieren und die Entwicklung dazu aufzeigen. Dabei kannst Du auch Teile der Texte aus den alten Beiträgen noch einmal zitieren und musst damit nicht alles neu schreiben.

Solche Zusammenführungen lohnen sich besonders, wenn Du feststellst, dass alte Beiträge immer noch regelmäßig Besucher haben. Löscht Du den Beitrag einfach, geht dieser Google-Such-Traffic verloren. Stattdessen schreibst Du also einen neuen Beitrag beziehungsweise fasst mehrere alte zu einem neuen zusammen.

Durch Weiterleitung keine Besucher verlieren

Der Trick dabei ist, die URLs der alten Beiträge auf den neuen weiterzuleiten. Ein Besucher, der einen der alten Beiträge aufruft, landet dann automatisch bei dem neuen. So geht Dir niemand verloren und vor allem überträgst Du bis zu einem gewissen Grad auch das Google-Ranking des alten Beitrags.

Allerdings musst Du aufpassen, dass alte und neue Beiträge inhaltlich eng miteinander zusammenhängen. Denn weder Google noch Deine Leser fänden es besonders lustig, wenn sie beispielsweise einen Beitrag zum Thema Umweltpolitik aufrufen und zu einer Seite mit Kochrezepten weitergeleitet werden.

Gibt es ohnehin einen aktuellen Beitrag zu einem sehr ähnlichen Thema, kannst Du natürlich auch ohne weiteren Aufwand von dem alten auf den neuen Beitrag weiterleiten. Hast Du beispielsweise 2014 über die Erhöhung der Tickets für die Straßenbahn in Deiner Stadt gebloggt und bei der nächsten Erhöhung 2015 das Thema wieder aufgegriffen, dann leite einfach von dem 2014er- auf den 2015er-Beitrag weiter und lösche den älteren danach.

Unser PDF zeigt, wie Du Weiterleitungen einrichtest und mit Blick auf Suchmaschinenoptimierung alles richtig machst.

Jetzt herunterladen

Tags: WordPress

Der Autor:

Autor: Franz Neumeier

Ich bin Franz Neumeier, war jahrelang Chefredakteur bei IT-Zeitschriften wie PC Professionell, Internet Professionell und Internet Magazin. Inzwischen habe ich mich als freier Autor vor allem auf Kreuzfahrt-Themen spezialisiert, betreibe mehrere Websites und schreibe für STRATO über verschiedene Themen, vor allem über WordPress und übers Bloggen.

5 Kommentare

  1. Sven sagte am 23. April 2016 um 10:11:

    Hallo Herr Neumeier,

    danke für den wirklich sehr interessanten Artikel. Ich habe mich bisher eher weniger mit diesem Thema beschäftigt, bin aber durch Ihren Arikel nun schlauer geworden und werde wohl demnächst mal eine kleine „Aufräum-Aktion“ in meinem Blog starten.

    Vielen Dank.

    Antworten
  2. Emrah Baskin sagte am 26. April 2016 um 11:06:

    Wann wird es endlich mal wieder richtig Sommer?

    Antworten
  3. ASTRONJA sagte am 25. Mai 2017 um 16:23:

    Hallo,
    dachte eigentlich, dass ich hier eine Antwort auf die Frage bekomme, was ich mit der URL (Link) von einem gelöschten Beitrag mache? Wenn ich den Beitrag einfach nur in den Papierkorb verschiebe und lösche, erhalte ich eine 404-Seite (Nicht gefunden).
    Ist das denn so richtig, oder was muss ich machen?

    Antworten
  4. Franz Neumeier sagte am 4. Juni 2017 um 19:36:

    Hallo Astronja,

    schau‘ doch mal in das PDF rein, dass ich oben im Beitrag verlinkt habe. Da steht das alles genau drin.

    Herzliche Grüße
    Franz

    Antworten

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