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Veröffentlicht am: 02. Mai 2013

Aktualisiert am: 23. Oktober 2015

Eiffelturm

Fotofalle Internet: Warum der Eiffelturm bei Nacht tabu ist

Wer bloggt, eine Website hat oder bei Facebook ist, muss sich zwangsläufig mit Bildrechten befassen. Wie zeigen Dir, wie Du am besten mit Fotofallen umgehst und was der Eiffelturm damit zu tun hat.

Jedes Foto ist geschützt

Dass wir nicht einfach Bilder von Samsung oder Asterix kopieren und auf unsere Website hochladen sollten, wissen wir eigentlich alle. Schließlich dürfen wir ein Bild nur veröffentlichen, wenn wir die Nutzungsrechte haben. Wer „Bilderklau“ begeht, riskiert Abmahnungen. Und das kann pro Bild schnell mehrere Hundert Euro kosten.

Dabei spielt es keine Rolle, ob das Foto ein Schnappschuss oder Kunstwerk ist. Im Unterschied zu Texten oder Musikstücken kennt das deutsche Urheberrecht bei Fotografien keine Schöpfungshöhe. Deshalb ist selbst das verwackelte Partybild vom letzten Wochenende – auch ohne Copyright-Hinweis – urheberrechtlich geschützt.

Bei eigenen Fotos kann dir nichts passieren! lautet deshalb ein beliebter Ratschlag. Das ist leider falsch. Bei Bildern mit Menschen hat grundsätzlich das Persönlichkeitsrecht Vorrang. Juristen sprechen hier vom „Recht am eigenen Bild“. Bevor wir das Partyfoto hochladen, brauchen wir das Einverständnis der abgebildeten Personen.

Panoramafreiheit

Dank der sogenannten Panoramafreiheit dürfen Gebäude oder bleibende Installationen, die von öffentlichen Wegen aus sichtbar sind, in Deutschland ohne die sonst erforderliche Genehmigung abgelichtet werden. In manchen Ländern gelten allerdings strengere Regeln. Den Eiffelturm etwa dürfen wir bei Nacht fotografieren – die Veröffentlichung muss jedoch von der Beleuchtungsfirma genehmigt werden. Unter welchen Bedingungen das Foto dann verwendet werden kann, entscheidet als Urheber das Unternehmen.

Wie das konkret aussehen kann, zeigt das Beispiel Schloss Sanssouci. Neben dem Schloss selbst wird auch der umgebende Park von der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten verwaltet. Damit ist der Zugang nicht öffentlich. Aus diesem Grund kann der Betreiber festlegen, dass Fotos nur zu nicht-kommerziellen Zwecken ohne Genehmigung veröffentlicht werden dürfen. Alle anderen zahlen Lizenzgebühren.

Die richtigen Fragen stellen

Über jedes Foto müssen wir uns Gedanken machen, bevor wir es im Internet hochladen: Welche Urheber- und Nutzungsrechte muss ich beachten? Sind Personen oder urheberrechtlich geschützte Werke abgebildet? Wer die richtigen Antworten findet und umsetzt, tappt in keine Fotofalle. Ansonsten bleibt immer noch die Option, den Eiffelturm einfach bei Tag zu fotografieren.

Linktipp
Lies bei den STRATO Erfolgstrainern, wie Du Deine Fotos online präsentierst.

Der Autor:

Autor: Christian Lingnau

Ich heiße Christian Lingnau und bin freier Redakteur für Hosting-Themen, insbesondere WordPress.

11 Kommentare

  1. JanB-Punkt sagte am 2. Mai 2013 um 16:24:

    „Beiwerk“ wäre noch anzureissen gewesen.

    Antworten
    • Christian sagte am 3. Mai 2013 um 12:13:

      Hallo JanB-Punkt, allerdings ist es kaum möglich das Thema Beiwerk anzureißen, ohne noch mehr Fragen aufzuwerfen. 😉 Aber spannend ist es auf jeden Fall.

      Antworten
  2. Peter sagte am 2. Mai 2013 um 18:04:

    Hallo Christian,

    die Geschichte mit den Eifelturm ist ja wirklich heftig. Da stellt sich mir die Frage, wie das Beleuchgtungsunternehmen eigentlich die Information über das Verbot *rechtswirksam* an den (Hobby-)Fotografen bringt.

    Es reicht ja nicht, entsprechende Schilder am Turm selbst anzubringen. Solche Aufnahmen macht man aus der Entfernung – und da läßt sich das mit Schildern wohl kaum lösen.

    Frage also: Woher bekommt man solche Informationen?

    Antworten
    • Christian sagte am 3. Mai 2013 um 12:43:

      Hallo Peter,

      gute Frage. Vermutlich gilt hier der Grundsatz: „Unwissenheit schützt vor Strafe nicht.“ Bevor man Fotos von Sehenswürdigkeiten ins Netz stellt, sollte man sich wohl besser selbst vorab informieren (z.B. über Google/Wikipedia). Ob das Beleuchtungsunternehmen gegen einen Hobby-Fotografen vor einem deutschen Gericht überhaupt eine Chance hätte, ist schwer zu sagen.

      Viele Grüße
      Christian

      Antworten
  3. Roland Stumpp sagte am 12. Juni 2013 um 11:38:

    Das soll wohl heißen, dass kein öffentliches Gebäude zum Beispiel in Berlin, das man bei Nacht fotografiert hat, im Internet veröffentlicht werden darf. Man muss zuerst den Beleuchter des Gebäudes fragen: Was ist das für ein Schmarrn?
    Ab sofort hängt an unserem Haus ein kleiner Zettel, dass es bei Nacht extra beleuchtet wird und die Beleuchtung von dem jeweiligen Wohnungseigentümer eingeschaltet wird. Somit muss von diesem Eigentümer jetzt eine schriftliche Lizenz eingeholt werden ansonsten Abmahnung.
    welch ein Schmarrn….

    Antworten
    • Christian sagte am 13. Juni 2013 um 12:05:

      Hallo Roland Stumpp, wie gesagt gilt in den meisten Fällen die Panoramafreiheit. Demnach dürfen Fotos von Gebäuden, die von öffentlichen Straßen und Plätzen aus gemacht werden, ohne Genehmigung veröffentlicht werden. Der Eiffelturm bei Nacht gehört zu den Ausnahmen von dieser Regel.

      Antworten
  4. Bernd sagte am 30. Juli 2013 um 16:40:

    Lieber Christian,

    es gibt keine Entsprechung der Panoramafreiheit in der französischen Gesetzgebung.

    Antworten
  5. Ralph sagte am 3. August 2013 um 20:42:

    Hallo,

    wie schaut es aus, wenn man die Bilder bei Tag macht und den Eiffelturm als Hintergrund benutzt z.B.: bei deinem Shooting. Gibt es dann Ärger wenn die Bilder auf eine Gewerblichen Webseite landen?

    Danke.

    Antworten
    • Christian sagte am 20. August 2013 um 11:15:

      Hallo Ralph, wir können hier leider keine Rechtsberatung bieten. Zudem gilt in Frankreich natürlich auch eine andere Rechtsprechung als hierzulande.

      Antworten
  6. ElMacchiato sagte am 14. Dezember 2013 um 13:40:

    Hi,

    ich finde es bedenktlich wenn so was möglich wird. Demnächst muss ich schon wenn ich ein Blümchen am Wegesrand knipse befürchten; das der Besitzer irgendeiner Biene Urheberrechte an der Blume hat weil seine Biene da bestäubt hat? Langsam nervt das mit den Bildnisrechten dieser Art. Personen, Indoor, kann ich Verbote ja verstehen, aber so. Vielleicht sollte einfach keiner mehr den Eifelturm besichtigen gehen oder besser noch, Paris-Fotos ohne Eifelturm online stellen.

    cu ElMacchiato

    Antworten

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