Einblicke in den Alltag eines Bloggers

Einblicke in den Alltag eines Bloggers

Ambitionierte Blogger sind im Dauereinsatz und richten selbst ihre Urlaubsplanung danach aus. Wie viel Spaß intensives Bloggen trotzdem – oder gerade deshalb – machen kann, zeigen die Einblicke in den Alltag eines hauptberuflichen Bloggers.

Kannst Du vom Bloggen eigentlich leben? Diese Frage bekommen erfolgreiche Blogger häufig zu hören. Bei den meisten lautet die ehrliche Antwort: Nein. Jedenfalls wenn ausschließlich die direkten Blog-Einnahmen zählen. Ausnahme sind einige wenige Top-Blogger und die Vielzahl von Leuten, die ein Blog vorwiegend nutzen, um Affiliate-Links und bezahlte Texte zu platzieren, Werbung und Verkauf also im Vordergrund stehen.

Wer das Bloggen hauptberuflich betreibt, lebt selten von den direkten Einnahmen aus dem Blog allein. Ein Teil der täglichen Arbeit besteht daher darin, sich zusätzliche Einnahmequellen zu erschließen und zu nutzen: Du suchst beispielsweise nach Gelegenheiten, Podiumsdiskussionen auf Messen und Events zu moderieren oder Seminare zu leiten. Mit ein wenig journalistischer Begabung kannst Du auch Beiträge zur Veröffentlichungen in Zeitung, Zeitschriften und Büchern anbieten oder gleich selbst eBooks erstellen und verkaufen.

Und wie sieht der Alltag aus?

Wer viel Traffic will, muss viel schreiben. Besonders gut funktionieren News – die sind weniger aufwändig als große Geschichten, bringen aber oft sogar mehr neue Besucher als die langen Texte. Aber News bedeutet auch, dass Du schnell sein musst. Du bist also ständig im Dienst, der Laptop begleitet Dich durch den Abend und durchs Wochenende. Urlaubsziele werden danach ausgesucht, ob es dort eine zuverlässige Internet-Verbindung gibt.

An normalen Arbeitstagen herrscht dagegen ganz gewöhnliche Büro-Routine, auch wenn jeder Tag ein wenig anders ist: Recherchieren und Schreiben, Aktualisieren älterer Beiträge, Twittern und Facebooken, Buchführung machen und Rechnungen schreiben, Entwickeln neuer Ideen, zwischendrin immer wieder ein wenig Suchmaschinen- und Website-Optimierung. Mal sitzt Du 80 Prozent der Zeit an der Recherche zu einem neuen Beitrag, mal verlangt die Quartalsabrechnung für die Umsatzsteuer drei Stunden Konzentration. Und immer wieder lenkt Dich eine spannende Diskussion zu einem Deiner Themen bei Facebook oder in den Blog-Kommentaren vom Schreiben ab.

Und natürlich kostet die Vermarktung viel Zeit: Werbung von Google Adsense funktioniert zwar ohne Zeitaufwand, aber in den direkten Verkauf von Bannern und in  kreative Kooperationen, die deutlich mehr bringen, muss Du auch mehr Arbeitszeit investieren.

Organisation ist alles

Damit Du nichts Wichtiges übersiehst, legst Du Dir To-Do-Listen und wiederkehrende Kalender-Erinnerungen an. Denn allzu leicht gerät beispielsweise die Vermarktung in Vergessenheit, wenn Dich das Schreibfieber packt, Du ein gutes Thema nach dem anderen ausgräbst und darüber alles andere verdrängst.

Und wenn Du viel auf Reisen bist, Konferenzen besuchst, externe Termine wahrnimmst, musst Du gut vorausplanen, Texte oder Podcast-Folgen vorab produzieren und zeitgesteuert online nehmen, damit das Blog nicht brach liegt, während Du weg bist. Entlastung schafft, wenn Du schon von unterwegs live bloggen kannst. Dann staut sich die dringende Arbeit nach einer Reise nicht so sehr.

Der alte Kalauer, als Selbständiger müsse man eben alles immer „selbst“ und ständig“ machen, trifft die Sache ganz gut. Aber Du hast auch die Freiheit, die Dinge exakt so zu machen, wie Du das willst. Diese Freiheit wiegt alles Ungemach auf – wenn Du es denn überhaupt als Ungemach empfindest, Tag und Nacht etwas zu tun, das Dir sehr viel Spaß macht.

Drei Tipps für den Blogger-Alltag

  • Erstelle Dir Checklisten: für tägliche, wöchentliche und monatliche Aufgaben rund ums Blog, die abgearbeitet werden müssen. Das hält das Hirn für die eigentliche, kreative Arbeit frei, ohne dass Du administrative Dinge vergisst.
  • Mache eine Themenplanung: Ideen notieren und in eine Reihenfolge bringen, um thematische Abwechslung sicherzustellen und halbwegs regelmäßig zu veröffentlichen.
  • Reserviere Dir Zeit für Kreativität: Eine Stunde in der Woche, ein Tag im Monat, an dem Du nur über neue Ideen, andere Ansätze, neue Funktionen fürs Blog nachdenkst – ohne von Alltagsaufgaben abgelenkt zu sein.
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    Wolfgang Hartmann sagte am

    Interessanter Artikel. Checklisten sind ein muss für die Organisation. Selber benutze ich auf meinem Smartphone die Wunderlist App. Sehr nützlich.
    Lg
    Wolfgang

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    • Avatar

      Christina Witt sagte am

      Hallo Wolfgang, schön, dass Du den Artikel interessant findest. Wenn Du mal mehr über ein bestimmtes Thema wissen möchtest, gebe uns einfach Bescheid. Wir nehmen gern ein Wunsch-Thema in unseren Redaktionsplan auf. LG Christina

      Antworten

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