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Veröffentlicht am: 13. Juli 2017

Fernrohr für Blick in die Zukunft

Die Zukunft des Hostings: „20 Jahre sind mehrere Internetzeitalter“

In den letzten Wochen haben wir viel auf die vergangenen #20JahreSTRATO geblickt. Mit unserem Technikvorstand René Wienholtz wagen wir jetzt den Blick in die Zukunft des Hostings:

René – schön, dass Du Zeit für ein Interview gefunden hast. Legen wir gleich mal mit dem Begriff Hosting los: Darunter lässt sich ja viel verstehen. Welche Bereiche beinhaltet Hosting für Dich?

Es gibt für mich zwei große Bereiche: Content-Hosting und Infrastruktur-Hosting. Beim Content-Hosting packe ich Content auf eine internetbasierte Plattform, damit er für mich oder für andere verfügbar ist. Das betrifft nicht nur Unternehmen wie STRATO, die klassisches Hosting anbieten, sondern auch soziale Plattformen. Dabei ist es egal, ob ich mich selbst darstelle oder eine Firma bin, die ihre Häkelpuppen vermarkten will. Beim Infrastruktur-Hosting brauche ich wiederum eine gewisse Infrastruktur, um etwas auf meiner internetbasierten Plattform erledigen zu können. Mit Infrastruktur sind Server oder spezielle Dienste gemeint, die es mir ermöglichen, beispielsweise einen Mailserver selbst einzurichten oder einen Shop eigenständig aufzubauen.

In welchen Bereich würdest Du hierbei unseren Online-Speicher HiDrive einordnen?

HiDrive ist ein gutes Beispiel für einen hybriden Ansatz. Konkret heißt das: Auf der einen Seite will der Nutzer ausschließlich Content ablegen. Auf der anderen Seite können Nutzer HiDrive auch über Server oder spezielle Protokolle sowie Schnittstellen ansprechen. Zudem profitieren Kunden von komplexen Backup-Systemen.

So ist es heute. Wie wird sich die Hosting-Branche zukünftig verändern?

Zukünftig werden sich Nutzer von Hosting-Plattformen noch weniger mit der zugrundeliegenden Technik beschäftigen. Die Mehrzahl unserer Kunden nutzt für ihren Content bereits Baukasten- oder vorgefertigte Shopsysteme. Gleiches gilt für die technische Infrastruktur. Bei vielen Startups sehen wir das schon heute: Hier haben Entwickler nur noch selten Mitarbeiter, die sich mit komplexen Serversystemen auseinandersetzen, wie sie sich zum Beispiel in den STRATO Rechenzentren befinden. Ihnen ist schlichtweg nicht wichtig, in welchem Rechenzentrum welcher Server liegt. Auch der Besitz von derartiger Infrastruktur ist nicht mehr ausschlaggebend. Deshalb schwenken immer mehr Firmen um auf Cloud-Services. Das wird in den nächsten Jahren deutlich zunehmen.

Technikvorstand René Wienholtz

Wagt mit uns einen Blick in die Zukunft: STRATO Technikvorstand René Wienholtz.

Welchen Einfluss haben die Veränderungen im Hosting auf zukünftige Anwendungen?

Generell gilt: Services werden zunehmend standardisierter. Wo es früher der Fall war, dass ich nur einen einzigen Anbieter hatte, werde ich zukünftig tendenziell eher auf mehrere Anbieter setzen. Hierbei gibt es bereits konkrete Anwendungen, wie zum Beispiel OpenStack, Protokolle oder auch Dienste wie Docker und das Orchestrierungstool Kubernetes, die über ein einheitliches Format verfügen. So ist es möglich, sich bei mehreren Diensten gleichzeitig aufzustellen oder flexibel von einem Provider zum anderen zu wechseln.

Um auf den Cloud-Speicher zurückzukommen: Wo siehst Du in diesem Zusammenhang die größten Entwicklungen?

Heutzutage erfreuen sich Online-Speicher steigender Beliebtheit. Es ist davon auszugehen, dass sich dieser Trend in den kommenden Jahren verstärkt. Dafür gibt es viele Gründe: Das Internet ist bereits jetzt zunehmend in den unterschiedlichsten Lebensbereichen verfügbar. Gleichermaßen nimmt die Geschwindigkeit, mit der Daten ausgetauscht werden, stetig zu. Auch die Vernetzung unterschiedlicher Dienste wird weiter wachsen.

Online-Speicher gewinnen also zunehmend an Bedeutung. Ist dann davon auszugehen, dass Nutzer zukünftig gar keinen lokalen Rechner mehr nutzen?

Diskussionen rund um dieses Thema gibt es schon seit 10 Jahren. Meines Erachtens ist das grundsätzlich eine Mindset-Frage: Muss ich Daten lokal ablegen oder reicht es mir, über einen Online-Speicher darauf zuzugreifen? Hier findet derzeit ein Kulturwandel statt: Hat man sich früher eher für einen lokalen Speicher ausgesprochen, nutzen Kunden zunehmend auch Online-Speicher. Diesen Wandel sieht man zum Beispiel beim Kauf von Tablets: Früher haben Kunden zumeist auf die Endgeräte zurückgegriffen, die den höchsten Speicherplatz aufweisen. Heutzutage ist diese Entwicklung tendenziell rückläufig, da lokaler Speicher an Bedeutung verliert und Nutzer zunehmend Daten wie Musik, Filme oder Bilder direkt auf dem Online-Speicher sichern.

Im Tagesspiegel hattest Du im Dezember 2016 berichtet, dass Webseiten heutzutage in der Regel mobil optimiert sind. Welche Entwicklung siehst Du hierbei mit Blick auf die nächsten 20 Jahre?

Eines vorab: Auf die nächsten 20 Jahre will und kann ich gar nicht blicken, denn die entsprechen gleich mehreren Internetzeitaltern. Mit Blick auf die nächsten 10 Jahre kann ich jedoch mutmaßen, dass es Desktoprechner oder Laptops, wie wir sie kennen, so nicht mehr geben wird. Die Betriebssysteme werden sich vielmehr am sogenannten Mobile-First-Ansatz orientieren. Zudem wird es primär Tablets geben. Denkbar sind ebenso aufrollbare Displays oder ähnlich flexibel anpassbare Endgeräte.

Welchen Einfluss hat diese Entwicklung mit Blick auf den Aufbau zukünftiger Webseiten?

Zukünftig wird es keine klassische Webseite geben, wie wir sie derzeit noch vermehrt vorfinden. Vielmehr wird der eben schon erwähnte Mobile-First-Ansatz dominieren, wodurch Webseiten in erster Linie mobil optimiert sein werden. Wir als Hosting-Provider werden zukünftig sowohl funktional als auch optisch immer wieder vor neuen Herausforderungen stehen, um Bedienelemente zunehmend modular und einfach zu gestalten.

Vielen Dank, René, für das aufschlussreiche Gespräch. Ich bin schon gespannt auf die nächsten 20 Hosting-Jahre. 🙂

Dein Blick in die Zukunft

Wie sieht für Dich die Zukunft des Hostings aus? Schreib uns hier im Blog. Wir sind gespannt auf Deine Ideen.

Der Autor:

Autor: Nicole Stutterheim

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