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Veröffentlicht am: 15. November 2013

Screenshot eines Facebook-Posts

Datenschutz (3): 10 Tipps für Facebook & Co.

Einbrecher haben Ihre Wohnung leergeräumt? Ihr Gesicht lächelt auf Gleitgel-Werbung im Web – das alles kann Ihnen nicht passieren? Kann es doch! Ein einfaches „Gefällt mir“ auf der Fanpage einer Online-Drogerie wurde einem Facebook-Nutzer 2012 zum Verhängnis, wie das Handelsblatt berichtete.

Das ist nur ein Beispiel dafür, was passieren kann, wenn Nutzer sich nicht mit den Einstellungen zur Privatsphäre in sozialen Netzwerken beschäftigen. Die Betreiber verdienen gut daran: Sie können dank detaillierter Profile gezielt Werbung schalten oder genehmigen sich weitreichende Rechte, zum Beispiel bei der Weitergabe von Daten an Dritte.

Es gibt noch kein soziales Netzwerk, das alle drei Dinge zusammenbringt: hohe Nutzerzahl, intensiver Austausch und umfassender Datenschutz. Bis es ein solches Angebot gibt, müssen sich Nutzer selbst schützen. Wir zeigen in zehn Schritten, wie das geht.

Vorab: AGB lesen
Auch wenn es lästig klingt: Verschaffen Sie sich bereits vor der Anmeldung einen Überblick über die Datenschutzbestimmungen des Netzwerks, zum Beispiel über Klicksafe.de. Damit wissen Sie, welche Infos der Betreiber weitergibt. Vorsicht: Schauen Sie auch während der aktiven Zeit immer mal wieder diese Einstellungen an, Facebook und Co. verändern sie regelmäßig. Informieren Sie sich auch, wie Sie ein Profil wieder löschen können.

Sparsam mit Daten umgehen
Überlegen Sie ebenfalls noch vor der Anmeldung, wofür Sie das Netzwerk nutzen und welche Informationen Sie preisgeben wollen. Datenschützer raten zu einer generellen Datensparsamkeit – was nicht hinterlegt wird, kann nicht gespeichert und durchsucht werden.

Profilname und Passwörter
In den Businessnetzwerken geht es um das Knüpfen von Geschäftskontakten, dort ist es also sinnvoll, mit echtem Namen auffindbar zu sein. Wer sich bei Facebook mit Freunden austauschen möchte, kann dies auch unter Pseudonym (bei Google+ gibt es jedoch einen Klarnamenzwang). Wählen Sie für jedes Netzwerk ein anderes Passwort – wird eine Seite gehackt, ist man bei den anderen sicher. Achten Sie auch darauf, ein sicheres Passwort zu vergeben.

Datenschutzeinstellungen
Nach der Anmeldung können Sie unter Einstellungen die Anzeigeoptionen für Ihr Profil und Ihre Updates einstellen: Wer darf welche Informationen sehen? Eine Anleitung für besonders zurückhaltende Facebook-User findet sich bei Allfacebook. Schalten Sie die automatische Synchronisation mit Ihren Mail- und Telefonadressbüchern aus, hinterlegen Sie generell im Profil Daten wie Mail und Telefonnummern so sparsam wie möglich.

Statusupdates und öffentliche Nachrichten
Bedenken Sie stets: Nicht alle Menschen im Netz sind gute Freunde. Eventuell lesen Versicherungen, Vermieter und Arbeitgeber die Seiten. Beachten Sie die „Netiquette“, verhalten Sie sich also auch im Netz freundlich. Nutzen Sie die in manchen Netzwerken angebotenen Freigabeoptionen für Personengruppen („Wer darf diese Nachricht sehen?“).

Chats und private Nachrichten
Tauschen Sie sensible Nachrichten – wenn überhaupt – nur mit echten Bekannten aus. Besonders gilt das für Kinder und jugendliche User. Klicken Sie generell nicht auf unbekannte oder nicht erläuterte Links („Das wird Dir gefallen!“) und schränken Sie so Phishing-Gefahr ein.

Fotos
Achten Sie generell beim Hochladen darauf, alle Fotorechte zu besitzen. Nutzen Sie die Albumeinstellungen, um gezielt nur einzelnen Usern das Ansehen von Bildern zu erlauben. Bitten Sie auch Freunde darum, nicht ungefragt Fotos in sozialen Medien hochzuladen oder Markierungen vorzunehmen. Bei Facebook können Sie unter „Kontoeinstellungen“, „Chronik und Markierungen“ hinterlegen, dass Sie generell Markierungen erst freigeben müssen, bevor sie anderen angezeigt werden.

Aktuelle Aufenthaltsorte
Achten Sie beim Status-Update darauf, dass der Aufenthaltsort nur mitgesendet wird, wenn es wirklich nötig ist. Auch die Information „Bin heute allein zuhause“ kann Gefahr heraufbeschwören. Bei mobiler Nutzung auf dem Smartphone lässt sich die Ortung ausschalten, dann ist ortsbezogene Werbung oder die für die Zukunft geplante Anzeige von Freunden in der Nähe innerhalb der Facebook-App nicht mehr möglich.

Missbrauch melden
Keine Chance für Stalker: Nutzen Sie den „Report“- oder „Melde“-Button, beispielsweise in den Follower-Listen bei Twitter direkt beim Namen. Auch durch „Ignorieren“ wird anderen Usern der Zugang zum eigenen Profil gesperrt wird.

Ein Profil löschen
Ein Profil wirklich zu löschen, ist sehr viel schwieriger als es zunächst klingt. Beispielsweise bei Facebook ist ein Profil zunächst nur „stillgelegt“. Damit können andere die eigenen Fotos, Statusupdates und Co. nicht mehr sehen, sie bleiben aber gespeichert. Wer sein Profil löschen will, muss im Menü Hilfe danach suchen und den Link „Wie kann ich mein Profil dauerhaft löschen?“ klicken. Alternativ hier.

Unser Fazit:
Sicheres Surfen in sozialen Netzwerken ist einfacher als gedacht. Wer einige Fallstricke kennt, hat die Netzwerke schon mit wenigen Handgriffen deutlich besser im Griff.

Über den Autor

Der Autor der Datenschutz-Serie ist Gastautor im Strato-Blog und arbeitet in Süddeutschland als freier Journalist zu IT- und Kultur-Themen, unter anderem für Tageszeitungen, Webseiten und die Nachrichtenagentur dpa.

Der Autor:

Autor: Christina Witt

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