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Veröffentlicht am: 28. November 2012

Produktmanager von STRATO

Cloud-Backup: „Für uns waren Netzwerkfestplatten eine ganz logische Ergänzung“

Zeitaufwändige und schwierige Backup-Szenarien sind von gestern: Heute gibt es einfache Lösungen mit automatischen Backups in die Cloud. Deshalb bietet STRATO zum Online-Speicher HiDrive Netzwerkfestplatten (Netword Attached Storage = NAS) von Synology an. Wie das Cloud-Backup-Szenario funktioniert und welche Vorteile es bietet, erklärt Hannes, Leiter Produktmanagement für HiDrive, im Interview mit STRATO bloggt.

Hannes, Du leitest das Produktmanagment für den Online-Speicher HiDrive. Bei Euch wurde die Idee geboren, Kunden zum Cloud-Speicher eine eigene Hardware anzubieten. Wie kam es dazu?

Hannes: Für uns waren Netzwerkfestplatten eine ganz logische Ergänzung zum Online-Speicher: Wir haben HiDrive von Anfang an dafür konzipiert, größere Datenmengen bis zu 5 Terabyte in die Cloud zu sichern. Leider kann es sein, dass für den Upload von Daten relativ viel Zeit benötigt wird – je nach Datenmenge und Internetverbindung. Wer will schon stundenlang den Rechner angeschaltet haben und darauf warten, dass mehrere 100 MB an Daten in die Cloud gesichert werden? Niemand, deshalb lohnt sich vor allem bei großen Datenmengen die NAS-Box.

Dass Nutzer vom Datenbackup auf HiDrive eigentlich nichts mitbekommen – ist das der große Vorteil der NAS-Box?

Hannes: Auf jeden Fall ist das ein entscheidender Vorteil. Auch wenn der Upload der Daten über die Netzwerkfestplatte genauso lange dauert, ist er unauffälliger. Unternehmer können für die Datensicherung einen Zeitplan festlegen: Beispielsweise ist es günstig, das Backup außerhalb der Bürozeiten in der Nacht laufen zu lassen. Zu dieser Zeit wird die Bandbreite nicht benötigt und kann zu 100 Prozent für das Backup genutzt werden. Die NAS-Box wird dann automatisch in der Nacht aktiv – eine Datensicherung im Schlaf.

Und wenn das Cloud-Backup doch tagsüber laufen soll?

Hannes: Dann lässt sich die Bandbreite für die Datensicherung ganz einfach beschränken. So ist noch genug Kapazität für andere Aufgaben im Netz vorhanden.

Um diese und andere Einstellungen für das Backup der Daten auf HiDrive vorzunehmen, habt Ihr eine Backup-App für Netzwerkfestplatten von Synology entwickelt. Mal Hand aufs Herz: Ist die Anwendung kompliziert oder können auch Laien sie bedienen?

Hannes: Wir haben eine Anleitung für die Backup-App geschrieben, aber sie ist eigentlich fast gar nicht nötig. Die Oberfläche der Synology NAS-Boxen ist so übersichtlich aufgebaut wie der Desktop von Windows. Deshalb haben wir uns damals auch für Synology entschieden. Auf dieser desktopähnlichen Oberfläche gibt es das Paketmanagement. Dort bekommen Nutzer Apps für die NAS-Boxen her, ähnlich wie beim App Store von Apple. Mit einem Klick sind die Apps installiert, auch die Backup-App für HiDrive. Der Rest erklärt sich fast von selbst: Einfach Zugangsdaten zu HiDrive eingeben, die Ordner und den Zeitpunkt fürs Backup festlegen und bei Bedarf einige Profi-Einstellungen aktivieren. Das war‘s.

Mit Profi-Einstellungen meinst Du die angesprochene Bandbreitenbeschränkung für das Backup, falls die Internetverbindung noch anderweitig benötigt wird, oder?

Hannes: Nicht nur. Wir haben noch mehr Funktionen in die App eingebaut, zum Beispiel für den Fall, dass die Internetbverbindung beim Backup mal verloren geht. Wie wichtig die Funktion ist, versteht nur, wer das schon einmal erlebt hat: Bricht zum Beispiel kurz vor dem Ende eines 100 GB großen Backups die Internetverbindung ab, würde die NAS-Box normalerweise mit der Datensicherung von vorn beginnen. Das wäre sehr ärgerlich für unsere Kunden. Deshalb haben wir eine Funktion integriert, die mit dem Backup fortfährt, wenn die Netzwerkfestplatte wieder online ist.

Gibt es noch Vorteile, von denen Du uns noch nicht erzählt hast?

Hannes: Die gibt es und sie haben etwas mit der Art des Backups zu tun. Ist die NAS-Box neu, kann das erste Backup in die Cloud zwar länger dauern. Danach werden aber nur noch die Dateien auf HiDrive gesichert, die seit dem letzten Backup neu hinzugekommen sind – oder Dateien, die seitdem verändert wurden. Das spart Zeit und Bandbreite, vor allem bei großen Container-Dateien.

Was genau meinst Du mit Container-Dateien?

Hannes: Das sind Ordner, die von kostenlosen Verschlüsselungsprogrammen wie zum Beispiel TrueCrypt erstellt und danach mit Daten befüllt werden können. Wir raten allen HiDrive-Kunden sensible Daten vor dem Upload in die Cloud zu verschlüsseln. So haben nur sie den Schlüssel und die Daten sind für andere nicht lesbar.

Auch nicht, wenn andere die Zugangsdaten zum Online-Speicher hätten?

Hannes: Auch dann nicht – es sei denn, der Kunde hat sein HiDrive-Passwort als Schlüssel verwendet. Das sollte er aber nicht tun.

Mir fallen noch so viele Fragen ein. Das würde jetzt aber den Rahmen sprengen. Hättest Du mal wieder Zeit für ein Interview?

Hannes: Klar, und falls noch Fragen im Blog gestellt werden, beantworte ich sie gern.

Mehr Informationen und eine ausführliche Anleitung zum Cloud-Backup mit Netzwerkfestplatten von Synology gibt es hier.

Tags: HiDrive

Der Autor:

Autor: Christina Witt

11 Kommentare

  1. Peter Kammerer sagte am 28. November 2012 um 10:29:

    Ich kann die Euphorie von Hannes für HiDrive und NAS durchaus nachvolziehen. Ich nutze diese Kombination auch seit einiger Zeit und bin sehr zufrieden.

    Dennoch zwei Hinweise:

    Die von der NAS-Box gelieferten Fehlermeldungen (Protokolle) sind mehr oder minder nutzlos, da sie keine konkreten Angaben enthalten. Selbst für einen erfahrenen Anwender wird die Fehlersuche zum Geduldsspiel.
    Diese Einschätzung findet sich in diversen Foren wieder.

    Vielleicht könnt ihr auf die zuständigen Stellen Einluss nehmen, dass sich in den neueren Versionen des DSM (akuell 4.1) diesbezüglich etwas ändert.

    *

    Nicht zwingend im Zusammenhang mit der „Nas(s)-Zelle“ 🙂 ist der folgende Hinweis zu sehen.

    Das in den FAQ angebotene Archiv rsync_standalone.zip beinhaltet wohl noch immer möglicherweise veraltete Dateiversionen (rsynx.exe oder die Bilbliotheken?). Diese Version kann noch nicht mit der rsync-Option zur Zeichensatzkonvertierung umgehen. Der Entwickler wurde am HiDrive-Kundentag bereits darüber informiert.

    Wer rsync zwischen „Nicht-Linux“-PC und HiDrive ohne NAS einsetzen möchte, hat somit ein Umlautproblem bei Verzeichnis- und Dateinamen.

    Wäre schön, wenn es zeitnah gefixed werden könnte.

    *

    Ansonsten weiter so! Auch bei den Kundentagen zu Euren Produkten!
    (Gestern war es wieder angesichts der Details in den Vorträgen sehr interessant) – Danke.

    Antworten
    • Christina Witt sagte am 28. November 2012 um 14:56:

      Hallo Herr Kammerer,

      vielen Dank für Ihr Feedback. Wie an den Kundentagen besprochen, schauen sich das unsere Produktmanager und Entwickler an.

      Wir freuen uns, dass Sie mit HiDrive und Ihrer NAS zufrieden sind.

      Liebe Grüße nach Petershagen
      Christina

      Antworten
  2. Tobias W. sagte am 29. November 2012 um 9:49:

    Das ist Hannes M.V. im Bilderrätsel. Habe ich jetzt auch gewonnen?

    Antworten
  3. Peter sagte am 8. Oktober 2013 um 18:27:

    Klingt gut und gut erklärt. Danke für den Tipp.

    Antworten
  4. oliver sagte am 16. Oktober 2013 um 19:54:

    hallo fachleute,

    – was passiert wenn ich von einem anderen Rechner aus Arbeitsdatein in der Cloud verändere?
    .. werden diese dann auch zurück auf die NAS kopiert?

    Wenn ich von einem anderen Büro aus arbeite und dort meine Daten verändere wäre das eigentlich wichtig. Nur so kann ich dann vom Büro aus wieder die aktuelle Datei weiterverarbeiten.

    Danke
    Oliver

    Antworten
    • Christina Witt sagte am 17. Oktober 2013 um 15:14:

      Hallo Oliver,

      danke für Deine Frage. Beim NAS-Cloud-Modell ist die NAS-Box der zentrale Ort, auf dem die Dateien liegen. Sie werden dann nach HiDrive gesichert. Das ist das Szenario, was die Synology-NAS-Box mit der HiDrive-Backup-App aktuell abdeckt.

      Wir geben Dein Feedback gern an Synology weiter.

      LG
      Christina

      Antworten
  5. Carsten sagte am 31. Januar 2014 um 8:50:

    Nachdem zwei Sicherungsjobs ewig lange Ihren Dienst getan haben, nervt HiDrive Backup auf meinem Synology nur noch.

    1) Seit einiger Zeit gibt es – obwohl konfiguriert – keine Mailbenachrichtigung mehr bei abgeschlossenem oder fehlgeschlagenem Backup von der Synology HiDrive Appp. Alle anderen Anwendungen schicken weiterhin Mails und der Mailversand vom Synology funktioniert grundsätzlich (eben noch einmal getestet, Testbenachrichtigung wird verschickt).
    Bis ca. 10/2013 bekam ich jeden Tag zwei Mails meiner Sicherungsjobs: erfolgreich oder fehlgeschlagen und war somit jederzeit informiert.

    2) Ebenfalls funktioniert einer meiner zwei Sicherungsjobs nicht mehr. Einmal werden Multimedia Dateien (unverschlüsselt auf Synology gespeichert) gesichert (250 GB, funktioniert einwandfrei), im zweiten Job werden popelige 2 GB aus privaten, verschlüsselten Ordnern gesichert, bzw. sollen gesichert werden. Nachdem das von 12/2012 bis ca. 09/2013 einwandfrei lief, ist seit 09/2013 nichts mehr zu machen: Nach 15 – 20 Sekunden ist der Job fehlerhaft beendet, angeblich wegen eines Timeouts zu rsync.hidrive…
    Habe alle möglichen Einstellungen ausprobiert, es ist nichts zu machen.
    Heute habe ich ALLE Daten aus den betroffenen Ordnern direkt im HiDrive gelöscht und versucht, eine neue Komplettsicherung zu machen: keine Chance, es ist wieder genau der gleiche Fehler im Log zu sehen.
    Im HiDrive sieht man, dass die dire zu sichernden verschlüsselten „Gemeinsamen Ordner“ erstellt werden sowie jeweils die ersten Unterordner darunter. Danach bricht der Job ab und ich habe keinen blassen Schimmer warum.

    Da es sich dabei um die wichtigsten Daten handelt, ist die Kombi Synology & HiDrive für mich momentan komplett wertlos. Ich warte förmlich darauf, dass es gerade jetzt knallt…

    Gibt’s ne Idee für einen Lösungsansatz? Die HiDrive Logs kann man ja leider komplett vergessen, da sie entweder nur „fehlgeschlagen“ oder „fehlgeschlagen wegen Timeout“ anzeigen…

    Wäre für jeden Tipp sehr dankbar!

    Antworten
  6. Ingo sagte am 9. Februar 2014 um 22:08:

    Hallo,
    ich nutze eine Synology Box und dort die Cloudstation. Ich würde gern meine Daten aus der Cloudstation verschlüsselt bei Strato ablegen. Leider geht das nicht, weil auf der Synology die Verschlüsselung des CloudStation Ordners nicht möglich ist (warum auch immer ?)
    Darum würde ich mich freuen, wenn das HiDrive App für die Synology das unterstützen würde. Oder gibt es da noch eine andere Möglichkeit ?
    Gruß von nebenan.

    Antworten
    • Hannes Migga-Vierke sagte am 13. Februar 2014 um 19:28:

      Die HiDrive-App der Synology Box bietet das nicht direkt an, aber es geht trotzdem. Die Synology Box bietet an, dass man gemeinsame Ordner verschlüsseln kann (unter „Systemsteuerung“/“Gemeinsamer Ordner“), hier einfach die Verschlüsselungsoption anwählen und ein Passwort vergeben. Nun hat man auf der Synology Box einen Ordner der die Daten verschlüsselt auf der Festplatte ablegt. Diesen Ordner kann man nun Problemlos mit der HiDrive-App regelmäßig und automatisch sichern. Im HiDrive Speicher kommt dann nur der verschlüsselte Ordner an.

      für technisch Interessierte: Intern verwendet die Synology Box das Enterprise Cryptographic Filesystem „eCryptfs“ mit AES-Verschlüsselung als Verschlüsselungsmechanismus.

      Das dürfte Ihr Anwendungsszenario abdecken.

      Viel Spaß
      Hannes Migga-Vierke

      Antworten
      • Ingo sagte am 19. Februar 2014 um 12:53:

        Hallo Herr Migga-Vierke,
        vielen Dank, aber das geht eben NICHT mit dem Home Ordner in dem die Synology Cloud Daten liegen müssen. Daher mein Problem. Denn ich möchte meine Daten aus der Synology Cloud bei Strato verschlüsselt sichern.

        Antworten

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