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Veröffentlicht am: 20. November 2013

Screenshot Offener Brief

AW: Offener Brief: So nicht, liebe Pressesprecher

Lieber Jens Issel,

Liebe Blogger,

das Phänomen Pressesprecher mag es geben, aber Sie selbst schreiben in Ihrem offenen Brief, dass Sie nur hin und wieder auf die „mauernde“ Sorte diese Berufsgruppe stoßen. Das ist positiv und mit Positivem möchte ich meinen Brief gern beginnen.

Wir – die Pressestelle von STRATO – verstehen uns grundsätzlich als Botschafter, Unterhändler, Moderatoren oder Übersetzer zwischen unseren Experten und Journalisten. Und das ist richtig so: Unsere Experten sind authentisch. Das ist es, was Leser, Hörer und Zuschauer wollen. Als Presseabteilung wissen wir, dass echte Standpunkte unserer Techniker viel griffiger sind als zurechtgefeilte und fünffach freigegebene Statements der PR. Deshalb bieten wir Journalisten Expertengespräche an: Ob Datensicherheit, Cloud Computing und E-Commerce – wir haben für jedes Internet-Thema einen Experten. Eine Übersicht mit allen Experten haben wir gezielt an zahlreiche Redaktionen verschickt, weil wir es genauso sehen wie Sie: Berichterstattung ist ein Geben und Nehmen, unabhängig davon, ob Sie in Blogs oder in den klassischen Medien läuft. Wir möchten vorher aber schon wissen, mit wem wir es zu tun haben und wofür unsere Informationen benötigt werden. Denn bei Journalisten wissen wir: Die hauen uns nur in die Pfanne, wenn wir es verdient haben.

Ob wir also auch Ihnen und anderen Bloggern ein Expertengespräch anbieten würden? Natürlich! Wir sind bereit, Ihnen das gleiche Vertrauen entgegen zu bringen. Drei Wünsche haben wir dazu an Sie:

1. Skandalisieren Sie bitte nichts, was kein Skandal ist

Suchen Sie nicht verkrampft nach einem Skandal, auch wenn Sie damit mehr Leser gewinnen. In vielen Punkten müssen wir uns mit unseren Geschäftsprozessen an Gesetze und Vorgaben halten. Beispielsweise verpflichten uns Gesetze dazu, Daten im Einzelfall auf richterlichen Beschluss an Behörden herauszugeben. Kann man das Skandalisieren? Vielleicht! Aber ist es nicht sinnvoller gesetzliche Vorgaben zu verstehen und sie zu diskutieren, statt Unternehmen an den Pranger zu stellen? Es steht jedem frei, seine Meinung ins Internet zu schreiben, aber falsche Fakten und Unterstellungen akzeptieren wir nicht. Wenn Ihnen publizistischen Grundsätze wie Wahrhaftigkeit, Sorgfalt oder Richtigstellung wichtig sind, bringen wir Ihnen kein Misstrauen entgegen.

2. Bringen Sie Verständnis für Unternehmen mit

Geben Sie uns Feedback und schreiben Sie Ihre Meinung: Sie können sicher sein, dass wir alles lesen, was über uns geschrieben wird. Wir legen auch großen Wert darauf, auf Kommentare und Posts im Blog, auf Facebook oder Twitter zu reagieren. Wir sind grundsätzlich am Austausch interessiert. Aber bringen Sie bitte auch Verständnis für uns auf: Wir können nicht jedes Feedback realisieren. Unsere Ressourcen sind begrenzt. Wir müssen wirtschaftlich am Markt agieren und vor allem wettbewerbsfähig sein. Versuchen Sie bitte auch diese Sicht zu verstehen und ein faires Fazit zu ziehen. Außerdem gelten Richtlinien für uns, die uns Auskünfte verbieten, zum Beispiel wenn es um Informationen über Kundenwebsites geht. Hier müssen und werden wir uns an das Datenschutzgesetz halten.

3. Seien Sie offen für gute Geschichten

Gute Geschichten warten nicht nur bei Startups und Online-Riesen wie Google auf Sie. Seien Sie offen und schauen Sie sich auch woanders um. Nur so werden Sie andere Beispiele finden. Denn: Pressesprecher ist nicht gleich Pressesprecher.

Dafür wären wir Ihnen sehr dankbar.

Viele Grüße

Christina Witt

PS: Vielen Dank für den offenen Brief.

Der Autor:

Autor: Christina Witt

4 Kommentare

  1. Jens Issel sagte am 21. November 2013 um 14:05:

    Liebe Frau Witt,
    vielen Dank für den Antwortbrief auf meinen offenen Brief auf pr-blogger.de
    http://pr-blogger.de/2013/11/20/offener-brief-so-nicht-liebe-pressesprecher/

    Und ich stelle vorab fest: Bei dem was sie schreiben wären Sie bei mir sehr wahrscheinlich in die Kategorie „Positivbeispiele“ gefallen 🙂
    Ob Journalisten SIe nur „in die Pfanne“ hauen, wenn Sie es verdient haben, das vermag ich nicht zu beurteilen.
    Allerdings klingt ihr 1. Punkt nach äußerst schlechten Erfahrungen mit Bloggern. Vielleicht bin ich mit einem falschen oder anderen Ansatz unterwegs. Aber ich stoße bei meinen Blogartikeln am liebsten auf innovative Themen und Neuerungen, an denen ich und meine Leser unseren Horizont erweitern können. Voraussetzungen: Sie haben selbst Begeisterung für das Thema und teilen diese mit mir. Und das geht halt am Besten mit authentischen Fachleuten, so wie es ja auch bereits festgetsellt haben
    Die Spezies „wir schreiben alles nieder“ ist mir bei Bloggern offengestanden seltener untergekommen. Daher halte ich die grundlegend negative Einstellung an dieser Stelle für falsch.
    Für falsch halte ich es aber auch per se nur Positivbeiträge zu erwarten. Blogger sind halt kein Stimm- und Werbevieh, dass Unternehmen aus dem Hut ziehen können, wenn sie es brauchen. Aber das ist ja auch nicht Ihr Ansatz 😉

    Für gesetzliche Rahemnbedingungen, die an verschiedensten Punkten gegeben sind habe ich wirklich Verständnis. Allerdings ist das nicht immer ein Grund geleich alles zu blocken. Ich bringe sehr viel Verständnis auf, wenn ich das Gefühl habe: Mein Gegenüber hat gegeben was er kann. Wenn es dann nichts zu berichten gibt: Ok.

    Für wirtscahftliche Ressourcen habe ich ebenfalls Verständnis. Ob die Prioritäten allerdings immer richtig gesetzt sind, darüber lässt sich streiten. Vielleicht läge es da auch an uns Bloggern die gegenseitigen Vorzüge einer Zusammenarbeit verständlicher zu machen und nicht immer gleich vorauszusetzen. Hier schwimmen wir gelegentlich vielleicht zu sehr im eigenen Fachidiotentum. Vielleicht müssen wir an der Professionalisierung auf Unternehmensseite genauso mitarbeiten.

    Die Sicht auf Startups, NGOs und Mittelstand kann ich nur begrüßen. Allerdings habe ich nicht das Gefühl, dass hier Ausschließlich über die goßen geschrieben wird. Ich freue mich über gute Stories und inhaltliche Ansätze, unabhängig des Unternehmens. Allerdings ist die Zusammenarbeit mit großen Unternehmen gelegentlich (nicht immer) einfacher, weil hier mehr Professionalisierung vorliegt, was sicherlich an Kapazitäten hängt. Um auf Augenhöhe zu agieren müssten auch Startups und Co mitziehen. Was eine reelle Chance bietet, weil lange noch nicht alle großen Konzerne professionell agieren.

    Ich bin mir sicher, dass die Zusammenarbeit zu einem spannenden Thema, im Rahmen eines Blogartikels, mit Ihnen sehr erhellend wäre.

    Beste Grüße
    Jens Issel

    Antworten
    • Christina Witt sagte am 22. November 2013 um 11:57:

      Lieber Herr Issel,
      ich danke auch Ihnen für Ihre Antwort und freue mich sehr darüber, dass so ein offener Austausch entstanden ist. Ob wir in die Kategorie „Positivbeispiele“ fallen und authentisch kommunizieren anstatt zu mauern, davon machen sich Blogger am besten selbst ein Bild. 😉 Wir freuen uns auf den Kontakt: Spannende Themen haben wir genug.
      Was das „in die Pfanne hauen“ angeht: Hier ist es tatsächlich meine Beobachtung, dass Journalisten es mehrheitlich nur dann getan haben, wenn wir es verdient hatten. Diese Erfahrungen mit Journalisten, der regelmäßige Kontakt zu ihnen und unser Wissen darüber, dass sie sorgfältig recherchieren, Informationen nicht einseitig betrachten und auf Richtigstellungen reagieren, haben dazu geführt, dass wir Ihnen vertrauen. Mit Bloggern wünschen wir uns das gleiche Vertrauensverhältnis und werden deshalb auch in Zukunft so offen auf sie zugehen, wie wir es bei Journalisten tun.
      Keineswegs wollte ich mit meinem Blogartikel den Anschein erwecken, dass ich NUR negative Erfahrungen gesammelt habe – und mir liegt es auch fern, alle Blogger über einen Kamm zu scheren. Unter ihnen wird es gute und weniger gute Beispiele geben, genauso wie das bei Pressesprechern und Pressestellen der Fall sein wird ;-). Dennoch führte die ein oder andere weniger positive Erfahrung zu meinem offenen Brief. Mein Wunsch an Blogger, nichts zu skandalisieren, was kein Skandal ist, heißt aber nicht, dass ich ausschließlich Positivbeiträge erwarte und Blogger sich wie „Werbevieh“ verhalten sollen. Das kann nicht der Wunsch eines Pressesprechers sein: Der mündige Leser von heute ist selbstverständlich in der Lage, werbliche Beiträge als solche zu erkennen. Solche Beiträge sind weder im Interesse des Bloggers noch in unserem: Ein solcher Blog hat keinen Erfolg und damit auch keine Leser. Dennoch würden wir uns wohler fühlen, wenn wir wüssten, dass Bloggern die journalistischen Grundsätze ebenfalls wichtig sind. Wenn der Pressekodex hier nicht ganz passt, würde ich einen Onlinekodex sehr begrüßen.
      Was die anderen Punkte angeht: Wir sind bereit innerhalb der Rahmenbedingungen und Gesetze unser Bestes zu geben – für Blogger und Journalisten. Über wirtschaftliche Gründe können wir reden und über Kommunikation Verständnis für unsere Entscheidungen schaffen, damit Blogger und Kunden unsere Beweggründe verstehen. Wir wollen den Dialog. Deshalb möchte ich offen und kommunikationsbereit in die Zukunft schauen: Wir haben keine Pressehotline, sind nicht unnötig bürokratisch und lassen Expertengespräche zu. Wir freuen uns auf Medienvertreter jeder Art – Blogger gehören zweifelsohne dazu.

      Viele Grüße
      Christina Witt

      Antworten
  2. christoph sagte am 28. November 2013 um 10:46:

    sind smileys eigentlich brangenspezifisch?

    Antworten

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