Agiles Management: 7 Prinzipien, die man kennen sollte

Agiles Management: 7 Prinzipien, die man kennen sollte

Was haben Unternehmen davon, wenn sie agil arbeiten? Welche Rolle spielt der Chef dabei, sein Unternehmen agil zu machen? Unser CEO Christian beantwortet Euch diese Fragen mit seinen sieben Prinzipien.

Das agile Management besteht aus verschiedenen Prinzipien, mit denen sich die Arbeit im Unternehmen noch besser organisieren lässt. Ziel ist es, ein agiles Mindset ins Unternehmen zu bringen. Welchen konkreten Mehrwert das fürs Unternehmen und seine Mitarbeiter hat, zeigen die Schwächen des klassischen Managements:

Beim klassischen Management gibt es einen riesigen, langen Projektplan, den die Teams Schritt für Schritt abarbeiten. Man spricht auch vom Wasserfallmodell. Die einzelnen Phasen folgen linear aufeinander. Erst wenn eine Phase abgeschlossen ist, kann die nächste starten und so weiter.

Das Problem dabei: Gerade die IT-Branche ist ein komplexes und sehr dynamisches Umfeld. Die Wettbewerber reagieren schneller, die Kundenbedürfnisse ändern sich häufiger und nie zuvor wurden technische Innovationen so schnell entwickelt. Es ist nicht mehr alles so leicht planbar, dass die Wasserfallmethode ausreicht.

Wir bei STRATO arbeiten agil. Um das agile Management und seine Vorteile besser zu verstehen, helfen die folgenden sieben Prinzipien des agilen Managements:

1. Iteratives Vorgehen
2. Inkrementelles Vorgehen
3. Das Minimum Viable Product
4. Kundenzentrierung
5. Interaktion mit dem Kunden
6. Interaktion zwischen allen Beteiligten
7. Selbstorganisation

1. Iteratives Vorgehen

Das iterative Vorgehen heißt: Du brichst das gesamte Projekt runter – in viele kleine Unter- und Zwischenschritte. Jeder Schritt ist eine eigene Story. Sämtliche Storys sammelst Du in einem Backlog. Das ist der Speicher aller Schritte und die Übersicht, welche Schritte noch offen sind.

Die Umsetzung der einzelnen Schritte erfolgt nach und nach in Iterationen, den sogenannten Sprints. Ein Sprint dauert etwa zwei bis vier Wochen und ist in sich geschlossen. Während des Sprints gilt: Nicht stören! Das Team wird nicht in der Umsetzung unterbrochen. Der Sprint wird immer genauso fertig gestellt, wie er geplant war.

2. Inkrementelles Vorgehen

Der zweite wichtige Begriff ist das inkrementelle Vorgehen. Das Team nimmt sich nach jedem Sprint Zeit für eine Retrospektive. Man verabschiedet sich vom Anspruch, direkt ein fertiges Produkt zu entwickeln, das zu 100 Prozent perfekt ist. Stattdessen startet man mit einem Prototypen. Der ist quasi ein Modell oder eine Skizze des Größeren. Das Team macht also nichts Anderes als ein Bauunternehmer, der ein Musterhaus baut.

3. Das Minimum Viable Product

Bleiben wir bei Metaphern aus dem Hausbau: Unser Musterhaus ist das Mininum Viable Product, kurz MVP. Im agilen Management geht es nicht darum, dass dieses Haus inklusive Dach direkt steht. Stattdessen baut man das Produkt so, dass bereits der Keller begehbar ist. Der Vorteil: Du merkst sehr schnell, ob bereits der Ansatz der richtige ist oder das Team schon das Fundament in die falsche Richtung entwickelt hat.

Mit anderen Worten: Das Team erkennt viel früher die bisherigen Stärken und Schwächen der Entwicklung, wovon am Ende der Kunde am meisten profitiert:

4. Kundenzentrierung

Bei jeder Story des Teams gilt die oberste Bedingung: Der Kundennutzen steht im Fokus der Entwicklung. Das Team definiert vorab ganz genau den konkreten Mehrwert für den Kunden. Der Anspruch ist, exakt zu verstehen, was der Kunde möchte und erwartet. Sämtliche Funktionalitäten sind also auf die konkreten Bedürfnisse des Nutzers zugeschnitten.

5. Interaktion mit dem Kunden

Hinzu kommt: Du interagierst mit dem Kunden. In allen Stadien der Entwicklung befragt das Team zunächst den Kunden selbst. Schafft dafür Feedback-Kanäle und ladet Eure Kunden ein, direkt zu testen. So wisst Ihr schon sehr früh, ob Euer Weg der richtige ist. Wir bei STRATO haben zum Beispiel in viele Produkte einen Feedback-Button eingebaut. So ermitteln wir regelmäßig, wo wir noch nachbessern können.

6. Interaktion zwischen allen Beteiligten

Aber nicht nur die Interaktion mit Kunden ist wichtig – sondern auch der Austausch zwischen allen, die am Projekt mitwirken. Grundlage dafür ist das Daily Standup: Jeden Morgen versammelt sich das Team und bespricht, wie weit jeder vorangeschritten ist und vor welchen Herausforderungen man noch steht. So sind alle up-to-date und jeder weiß, was ansteht.

Gleichzeitig ist das Daily Standup die Gelegenheit, Probleme anzusprechen oder Aufgaben spontan neu aufzuteilen. Das Daily Standup findet im Stehen statt, damit sich alle kurz und bündig halten. Individuelle Besprechungen und umfangreiche Themen haben hier nichts zu suchen, für die gibt es andere Meetings.

Wer morgens einen Rundgang bei STRATO macht, stellt fest: Solche Daily Standups finden bei uns quasi in allen Abteilungen statt – egal ob Human Resources, Marketing oder Finanzbuchhaltung. Und jedes Team versichert mir: Sich morgens so intensiv auszutauschen, erleichtert die Zusammenarbeit enorm.

7. Selbstorganisation

Für ein erfolgreiches agiles Management muss der Manager nicht nur die Rollen in seinen Teams ändern, sondern vor allem auch seine eigene Rolle. Wer agil arbeitet, braucht keinen Bauleiter, der jedem auf der Baustelle vorschreibt, was er zu tun hat. Du als Chef erlaubst dem Team, sich selbst zu organisieren. Deine Kernaufgabe: Schaffe hierfür den optimalen Rahmen.

Wer in seinen Abteilungen immer noch mit klassischen Briefings und Lastenheften arbeitet, sollte das ändern. So viel Koordination und Organisation von oben ist nämlich nicht hilfreich. Die Mitarbeiter können das selbst viel besser. Außerdem sind die Teams viel zufriedener, wenn sie selbst bestimmen, wie sie ihre Arbeit erledigen.

Fazit: Mehr Innovationen, zufriedene Mitarbeiter und glückliche Kunden

Wer seine Entwicklung und Produktion agil macht, wird merken: Man bringt bedeutend mehr Neuerungen auf den Markt. Und vor allem ist man viel früher fertig. Gleichzeitig gewinnt man deutlich an Effizienz, denn das Team hinterfragt bereits im frühen Stadium der Entwicklung, was sie eigentlich tun. Ein weiterer Vorteil: Das gesamte Unternehmen wird deutlich flexibler und kann schneller auf Einflüsse von außen reagieren.

Aus eigener Erfahrung kann ich außerdem versichern: Wer sein eigenes Unternehmen agil macht, hat zufriedenere Mitarbeiter. Das Personal ist deutlich motivierter, da sie die Ergebnisse ihrer Arbeit noch expliziter sehen. Zudem schafft das agile Arbeiten eine maximale Transparenz und stärkt dadurch die Zusammenarbeit aller Teams.

Am meisten aber profitiert der Kunde vom agilen Management. Er rückt noch stärker als je zuvor in den Fokus der Entwicklungen. Die Funktionalitäten werden auf seine konkreten Bedürfnisse zugeschnitten und man entwickelt bedeutend mehr Neuheiten, die für den Kunden direkt sichtbar und anwendbar sind.

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