5 kleine Helferlein, die das Blogger-Leben leichter machen

5 kleine Helferlein, die das Blogger-Leben leichter machen

Je älter ein Blog wird und je mehr Beiträge sich über die Zeit ansammeln, desto aufwändiger wird die Pflege. Ein paar geniale Plugins machen Dir das Leben leichter und helfen beispielsweise dabei, kaputte Links zu entdecken, Massenänderungen per Suchen-und-Ersetzen vorzunehmen oder Kategorien und Tags neu zu ordnen.

Ein Tipp gleich vorweg: Installiere nur Plugins, die Du wirklich brauchst. Zu viele dieser Plugins machen das Backend von WordPress nicht nur unübersichtlich, es steigt auch die Gefahr von unerwarteten Wechselwirkungen, Inkompatibilitäten und Sicherheitslücken. Bei vielen administrativen Plugins ist es sehr sinnvoll, sie nach ihrem Einsatz auch wieder zu deinstallieren, um den Plugin-Wildwuchs gering zu halten.

1. Kaputte Links finden und reparieren

Nicht mehr funktionierende Links sind nicht nur für den Leser lästig, sie sind für Suchmaschinen auch ein Indiz für ungepflegte Websites. Manuell kannst Du nicht ständig alle Links in Deinen Postings überprüfen. Dafür gibt es den Broken Link Checker. Das Plugin kontrolliert automatisch im Hintergrund alle Links und meldet fehlerhafte Verlinkungen.

In einer komfortablen Oberfläche kannst Du die Links gegen neue ersetzen, deaktivieren oder durch Links zu einer archivierten Version bei archive.org ersetzen, die das Plugin automatisch ermittelt und vorschlägt.

Nie mehr Links, die ins Leere führen
Nie mehr Links, die ins Leere führen

2. Suchen und Ersetzen

Aus der Textverarbeitung kaum wegzudenken ist die Suchen-und-Ersetzen-Funktion. Das Plugin „Search and Replace“ stellt dieses Feature Posting-übergreifend auch für WordPress zur Verfügung.

Allerdings ist Search and Replace mit viel Bedacht einzusetzen. Denn eine Rückgängig-Funktion gibt es nicht. Dafür bietet das Plugin aber eine „nur Suchen“-Option, sodass Du zunächst prüfen kannst, wo Ersetzungen vorgenommen würden. Suchen und Ersetzen lässt sich außerdem auf Teilbereiche beschränken, beispielsweise nur auf Posts oder Kommentare.

Beitragsübergreifend suchen und ersetzen
Beitragsübergreifend suchen und ersetzen

3. Schlagwörter und Kategorien verwalten

Wächst ein Blog über die Jahre, willst Du irgendwann mehr Struktur in Deine Inhalte bringen. Oft entsteht mit der Zeit ein gewisser Wildwuchs bei den Schlagwörtern (Tags) und Kategorien, es gibt mehrere Tags für dieselbe Sache und die Kategorien folgen keinem einheitlichen Schema.

Mit dem Plugin „Term Management Tools” organisierst Du Tags und Kategorien komfortabel neu, kannst mehrere Tags zu einem neuen zusammenfassen und sogar Tags in Kategorien umwandeln und umgekehrt. Auch mehrere Kategorien zusammen unter eine neue Elternkategorie zu verschieben ist möglich.

Aber Vorsicht, wenn Du Tags und Kategorien veränderst, ändern sich – je nach Deiner Permalink-Struktur – auch die URLs der Archiv-Seiten entsprechend. Damit also keine toten Links entstehen, solltest Du die alten Kategorie- oder Tag-Seiten entsprechend umleiten. Dafür kommt ein weiteres Plugin gerade recht.

Categories und Tags nachträglich ändern kein Problem
Categories und Tags nachträglich ändern kein Problem

4. Weiterleitungen organisieren

Ein sehr mächtiges Plugin zum Organisieren von Weiterleitungen und 404-Fehlern ist „Redirection“. Dieses Plugins kümmert sich um so ziemlich alles, was irgendwie mit der Weiterleitung von alten auf neue URLs und den Umgang mit 404-„not found“-Fehlern angeht.

Genial: Wenn Du die URL eines schon veröffentlichten Posts veränderst, legt das Plugin automatisch eine entsprechende Weiterleitung an.

Und Redirection exportiert auf Wunsch alle gerade aktiven Weiterleitungen im richtigen Format für die .htaccess-Datei. Das ist für dauerhafte Weiterleitungen sehr nützlich, denn Redirects sind via .htaccess performanter als bei einer Verarbeitung im Plugin mit PHP. Bei STRATO) kannst Du eigene .htaccess-Dateien übrigens in allen Hosting-Paketen nutzen.

Macht eine lästige Aufgabe sehr einfach: das Plugin „Redirection“
Macht eine lästige Aufgabe sehr einfach: das Plugin „Redirection“

5. Kommentare umsortieren

Irgendwann ist jeder Blogger genervt von Lesern, die nicht darauf achten, Kommentare dort zu posten, wo sie thematisch hingehören. Ein oder zweimal verschiebt man falsche Kommentare von Hand an die richtige Stelle, aber irgendwann ist das zu mühselig. Das Plugin „Move Comments“ macht die Sache deutlich einfacher.

Einfach den entsprechenden Beitrag auswählen, den daraus zu verschiebenden Kommentar markieren und den Beitrag auswählen, zu dem Du den Kommentar verschieben willst, fertig.

Auch wenn das Plugin schon lange nicht mehr aktualisiert wurde, funktioniert es auch mit der aktuellsten WordPress-Version (getestet mit Version 4.1.1) einwandfrei.

Wenn Leser sich nicht erziehen lassen, hilft „Move Comments“
Wenn Leser sich nicht erziehen lassen, hilft „Move Comments“

Fazit

Neben diesen Plugins gibt es natürlich zahlreiche weitere Plugins, die Dir die Verwaltung Deines Blogs vereinfachen. Nahezu für jede Aufgabe im Backend gibt es eine Lösung. Bevor Du kompliziertere Aufgaben versuchst, von Hand zu lösen, suche erst einmal im Plugin-Verzeichnis von WordPress. Bei de Auswahl geeigneter Plugins hilft Dir auch der Blog-Beitrag „Plugin oder nicht? Strategien zur Auswahl von WordPress-Erweiterungen“.

Und setze administrative Plugins immer mit Bedacht ein, probiere sie vorher in einer Testumgebung aus und lege vor ihrem Einsatz gegebenenfalls ein Backup Deiner WordPress-Installation und Datenbank an. Denn viele dieser Plugins greifen direkt auf die Datenbank zu: Wenn da ein Fehler passiert, gibt es gewöhnlich keinen „Zurück“-Button.

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